out of web

Dienstag, 2. Februar 2010 19:00

Anbieter im Internet haben ein Interesse: Wie bekommen wir die Leute ins Internet und wie bringen wir sie dazu, das eigene Angebot zu nutzen. Seit längerem frage ich mich, wie die Leute eigentlich wieder aus dem Internet herauskommen. Datenbanken sind geduldig und werden nicht immer gut gepflegt. Wer sich bei einem Dienst, den er nicht mehr nutzen möchte abmelden will, muss oft eine detektivische Ader haben. Der Anmeldebutton ist nicht zu übersehen, der Abmeldebutton findet sich – wenn überhaupt – versteckt auf der dritten Unterseite und die “häufigen Fragen” liefern bei dem Stichwort “Abmeldung” kein Ergebnis.

Ein aktueller Artikel in der Financial Times Deutschland mit dem Titel “Out of Office” fragt nach, was mit Profilen, Fotos und E-Mails passiert , wenn der Nutzer stirbt. Die Wenigsten sind sich bewusst, wie wichtig diese Fragen für die Angehörigen werden, wenn sie einmal sterben. Solange das Internet ein Medium der jungen Generation war, stand dieses Thema nicht im Vordergrund. Je älter die Nutzenden werden, desto wichtiger wird es für die Seitenbetreiber, Informationen bereit zu stellen, wie Menschen aus ihrem “Netz” wieder herauskommen.

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Bis zum letzten Atemzug tanzt das Leben in mir

Montag, 1. Februar 2010 9:30

Bis zum letzten Atemzug tanzt das Leben in mir.

Und dann

© Marina Lohrbach - Fotolia.com

tanzt es weiter

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Mein Blog hat Geburtstag

Sonntag, 31. Januar 2010 10:38

© Dron - Fotolia.com

Heute vor einem Jahr erschien der erste Artikel

Jetzt, ein Jahr weiter, ist es Zeit eine kleine Rückschau zu halten. Zuerst die Statistik: insgesamt 140 Artikel sind erschienen. Das sind pro Woche zwei bis drei Beiträge. Weitere 78 Entwürfe warten auf eine Bearbeitung, unter anderem die weiteren elf Monate in der neuen Reihe “bemerkenswerte Trauerreden”. Ebensoviele Ideen habe ich notiert, doch die Recherche steht aus. Meist ziehe ich die aktuellen Themen vor, der Rest ist für die Zeiten der Flaute.

Mir macht es Spaß hier zu schreiben.  Anfängliche Zweifel, ob mir nicht irgendwann der Stoff ausgeht oder ich die Lust verliere sind Vergangenheit. Inzwischen gebe ich die technische Betreuung des Blogs ab, mir fehlt einfach die weitere Kompetenz dazu, und die Zeit. Die Welt des Bloggens erschließt sich mir peu à peu. Am meisten freue ich mich über die Resonanz in Form von Kommentaren, Emails, oder wenn jemand bei einer Veranstaltung auf mich zukommt und sich als Leser oder Leserin outet.  Im ersten Jahr gefüttert und gepäppelt, fängt mein Blog an laufen zu lernen. Mal sehen wohin die Reise geht.

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#Jan bemerkenswerte Trauerreden: Caroline Boss

Donnerstag, 28. Januar 2010 10:00

Weit verstreut in den Weiten des Internets gibt es eine Reihe bemerkenswerter Trauerreden, für prominente und namentlich unbekannte Menschen. In dieser Reihe gebe ich am Ende jeden Monats einen Hinweis, wo eine dieser bemerkenswerten Rede zu finden ist. In der Auswahl der Reden spiegelt sich die öffentliche Sichtbarkeit von Frauen und Männern wieder, bei den Verstorbenen und den Rednerinnen und Rednern. Ich freue mich über Hinweise von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, besonders über Hinweise auf Reden von und über Frauen.

Trauerrede zur Beerdigung von Caroline Boss.
gestorben am 7. Januar 2010

Ich begriff, dass Krebs kein Grund ist, sich aufzugeben. Im Gegenteil: Er ist ein Grund, das Leben erst recht zu beginnen

annabelle ist ein Schweizer Frauenmagazin: Mode, Beauty, Shopping, Reise, Liebe, Kochen, Gesundheit, Wohnen, Kultur. Ausgerechnet hier finde ich die Trauerrede für den Beginn meiner neuen Serie “Bemerkenswerte Trauerreden”. Artikel über Caroline Boss aus annabelle 10/08

Dieser Artikel ist Beitrag 1 von 1 Beiträgen der Artikel-Serie Bemerkenswerte Trauerreden.
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Der Tod ist nicht das Ende – Buchempfehlung

Montag, 25. Januar 2010 14:10

Der Tod ist nicht das Ende

Da schreibe ich schon fast ein Jahr auf diesem Blog und empfehle Bücher, doch mein eigenes war noch nicht dabei…
Zusammen mit Ilse Grünewald habe ich 2003 dieses Buch herausgegeben. Seit zwei Jahren ist die zweite Auflage erhältlich.

Dieses Buch ist gedacht für alle Menschen in Abschiedssituationen: für solche, die trauern, weil sie gerade einen Menschen verloren haben, aber auch für solche, bei denen das schon länger her ist. Trauern ist ein langer Prozess, der sich in Wellen Bewegungen vollzieht. Dabei kann dieses Buch begleiten. Es ist eine Einladung zu Lesen, zum Blättern, es enthält Gedicht e und Geschichten, Texte, die zum weiteren Nachdenken einladen. Einem Nachdenken über den Tod, das offen ist für unterschiedliche religiöse oder weltanschauliche Erfahrungen.

Ein Teil der Geschichten und Gedichte wurde von Personen zusammengetragen, die einen lieben Menschen verloren haben. Es sind Texte, in denen sie Trost fanden. Ihnen allen einen herzlichen Dank. Die Texte und Gedichte wurden lose einem Thema zugeordnet. Für jeden dieser thematischen Abschnitte haben die Autorinnen, Ilse Grünewald und Birgit Janetzky, einen Begleittext geschrieben. Mit diesem sprechen sie Trauernde direkt an: Sie können sich wiederfinden mit all ihren Gefühlen, mit allem, was sie in dieser Lebenssituation bewegt. In unserer Gesellschaft sind wir so ungeübt im Umgang mit dem Tod, dass viele Trauernde von sich denken, ihr Umgang sei nicht „normal“, sei „krank“ oder irgendwie “extrem“, wenn sie nicht nach wenigen Wochen nahtlos wieder in ihren Alltag gleiten und „funktionieren“.

Wer die Texte dieses Buches liest, sieht, dass Trauer mit all ihren begleitenden Gefühlen zutiefst menschlich ist; und dass der Tod und der Umgang mit ihm zu den schwierigen Aufgaben des menschlichen Daseins zählt, aber nicht unmöglich ist. Die Autorinnen verfügen beide über einen reichen Erfahrungschat im Umgang mit Trauernden. Beiden ist es ein Herzensanliegen, Menschen in ihrer Trauer zu begleiten. Mit diesem Buch laden sie dazu ein, sich auf diese Erfahrung einzulassen. Es gibt keine Antworten, aber viele Anregungen. Es ist ein Buch zum „Querbeet-Lesen“, jede Leserin, jeder Leser mag selbst herausfinden, wo und ob sie/er sich in den Texten und Gedichten wiederfindet.

Inhalt

· Einleitung
· Den Abschied nehmen
· Berührungen – sich berühren lassen· Vielfalt der Gefühle
· Freisetzung kreativer Kraft
· Heilsamer Umgang mit Ritualen
· Sterbenkönnen ist ein heiliges Wissen

Ilse Grünewald, Birgit Janetzky
Der Tod ist nicht das Ende
Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfildern 2007
13,90 €

ISBN alt 3786726744
ISBN-13: 978-3786726746

Dieser Artikel ist Beitrag 6 von 6 Beiträgen der Artikel-Serie empfohlene Bücher.
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Wetterfeste Mode – Bestatterbekleidung

Sonntag, 24. Januar 2010 10:38

© Firma Conen

Wer an Berufbekleidung denkt, hat in der Regel das Schaufenster des spezialisierten Bekleidungsgeschäfte in der Innenstadt vor Augen: Weiß für die Bäcker und das Klinikpersonal, Grün und Braun für die Forstarbeiter, klobige Stahlkappenschuhe für die Handwerker. Bestatterbekleidung habe ich dort noch nie gesehen.

Schwarz ist die vorherrschende Farbe im Katalog der Firma Conen, dem Marktführer im Bereich Bestatterbekleidung. Das ist auch ganz natürlich, denn dieses Unternehmen vertreibt Bekleidung für Bestatterinnen und Bestatter. Funktional, doch nicht ohne Chic.

Bestatter sitzen nicht nur im Büro, sondern sind auch viel auf Friedhöfen unterwegs, bei Wind und Wetter. Wer schon einmal auf einem Dorffriedhof im Winter bei einer Trauerfeier war, weiß wovon ich rede. Das Lüftungsgebläse der Heizung pustet die Luft etwas warm, das Gebäude selbst ist durchfroren. Weil es allzu laut ist, wird das Gebläse zu Beginn der Feier abgestellt. Lange Unterhosen und warme Kleidung sind ein Muss.

Wetterschutzkleidung gibt fast überall zu kaufen. Doch auf den Friedhof kann man weder in der praktischen und durchdachten Outdoorjacke kommen noch in den Farben, die die Modeindustrie für dieses Jahr ausgesucht hat. Die Oberfläche der Kleidung, die in der Gestaltung dem Anlass entspricht, muss schmutzabweisend und pflegeleicht sein.

Sakko, Hose, Weste, Hemd – Rock, Bluse, Hose, Pulli – müssen modisch aussehen und bequem sein. Der Business-Mantel am besten mit Teflon, der Regenmantel mit Kapuze. So sieht ein Outfit aus, das für jedes Wetter passt. Darauf hat sich die Firma Conen spezialisiert. Je nach Bedarf kann der Bestatter sich hier eindecken. Ebenso die Bestatterin. Die Damenkollektion kommt nicht zu kurz.

© Firma Conen

Die Firma Conen produziert seit 1996 Bekleidung für Bestattungsunternehmen. Im Online-Katalog zu blättern, bringt einige interessante Angebote zu Tage: Ungewöhnliche, wie den Mantel mit Pelerine. Auffällige, wie Dreispitz, Chaplin, Bolero oder Zylinder. Unerwartete, wie Trägertop und Etuikleid. Nicht nur Bestatterinnen und Bestatter können hier bestellen.

Woran ist ein Bestatter als Bestatter erkennbar? Auf dem Friedhof im Grunde genommen gar nicht, als schwarz gekleideter Mensch unter anderen schwarz gekleideten Menschen. Manchmal aber ist er ganz dezent sichtbar, mit dem Palmwedel am Revers. Das Motiv ist durch die Firma Conen patentrechtlich geschützt. Bestattungsunternehmen können aber auch ihr individuelles Firmendesign zusammenstellen und werden darin beraten. Firmenlogos prangen an der Kleidung, die Trauergäste auf dem Friedhof wissen, wen sie anzusprechen haben. Die Bestatter auch.

Den Fachausstatter für den Bestatter-Bekleidungsbedarf finden Sie unter Bestatterbekleidung.

(Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Werbepartnerschaft)
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