Beiträge vom Februar, 2009

„Dein Allesvorüber – mein Immernochda“ 3.-5.4.09

Freitag, 13. Februar 2009 23:25

Der Titel dieses Trauerseminars ist einem Gedicht von Marie Luise Kaschnitz entnommen, aus dem Gedichtsband “Dein Schweigen Meine Stimmme”, der nach dem Tod ihres Mannes entstand.

Dichterische Sprache ist verdichtete Erfahrung. Ich freue mich, wieder ein eigenes Seminar für Menschen anbieten zu können, die sich Zeit und Raum für ihre eigene Verlusterfahrung, Trauer und Lebensorientierung geben wollen. Im Schweigen und im Sprechen, in der Natur und mit den Menschen, verdichten sich die Erfahrungen zur unverwechselbaren eigenen Lebensgeschichte.

Termin: 03. – 05. April 2009 (Fr 16:00 – So 16.00 Uhr) in Hadamar-Oberzeuzheim (Nähe Limburg/ Lahn).

Link zu den Seminar-Informationen

Seminarhaus "Hirsenmühle"

Seminarhaus "Hirsenmühle"

Thema: Trauer | Kommentare (0) | Autor:

TOBB Trauerorientierte Beratung und Begleitung – ein Lehrgang

Freitag, 13. Februar 2009 23:00

Im April startet ein Lehrgang „Trauerorientierung – ein Konzept der Beratung und Begleitung zwischen Tod und Bestattung”.  Die Zeit zwischen Tod und Bestattung ist kostbar und unwiederbringlich für die Angehörigen und ihre Begegnung mit dem verstorbenen Menschen, für ihr Erleben und Gestalten von Erinnerung und Abschied. Entwickelt wurde das Angebot von Petra Hugo und Heide Mäder, beides Frauen mit langjähriger Erfahrung und dem Blick für das Wesentliche:

Trauerorientierung fragt, was die lebenden und verstorbenen Menschen in der Zeit zwischen Tod und Bestattung brauchen. Und sie fragt, was die professionell tätigen Menschen für ihre Arbeit, sich selbst und ihre Organisation / ihr Unternehmen brauchen.

Der erste Termin ist vom 24. – 26.  April  2009. Ausführliche Informationen über dieses Qualifizierungsprojekt gibt es bei TOBB.

Thema: Trauer | Kommentare (2) | Autor:

1495 Euro für den Telefonengel

Freitag, 13. Februar 2009 9:15

Auf dieses Produkt habe ich gewartet.

Der Telefonengel ist ein schwarzes Kästchen, dass im Grab in einer Tiefe von ca. 30 cm vergraben wird. Drin soll ein Handy sein, mit Stromversorgung für 12 Monate. So können Sie, liebe Trauernde, jederzeit ihren Verstorbenen anrufen und ihre Stimme im Erdreich, nur vom Verstorbenen hörbar, zum Trost erklingen lassen. Kosten: 1495 Euro inklusive Verpackung und Versand.

Der Hinterbliebene kann von jedem Ort aus und wann immer er will zu dem Verstorbenen Kontakt aufnehmen. Keiner sieht es, keiner hört es, keiner weiß es.

Vorrausgesetzt er oder sie nimmt ab. Wie das geht, wird leider nicht beschrieben. Dafür macht mich stutzig, wie es weitergeht:

Senden Sie den TelefonEngel innerhalb von 18 Monaten ungeöffnet in der gleichen Verpackung kostenfrei zurück.

Statt Katze im Sack, Handy im Kästchen.
Könnte sein, dass mich hier jemand für dumm verkaufen will.

Dass nicht ich mir das ausgedacht habe, sehen Sie hier.

Thema: Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

Wo ist mein Uropa?

Donnerstag, 12. Februar 2009 12:43

Wo ist mein Uropa?

Neulich bin ich Zug gefahren. “Wo ist mein Ur-Opa?” fragte ein trauriges Kind. Auf der Werbefläche des Faltblattes mit der Zugverbindung macht der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf sich aufmerksam. Trauer braucht einen Ort, ist die Kernbotschaft des Vereins. Auf der angegebenen Homepage wo-ist-mein-uropa.de fragen Menschen: Wo ist mein Opa, Vater, Bruder?

Für die Kinder von heute betrifft die Kriegszeit die Generation der Urgroßeltern. Doch sie fragen selten nach dem Ur-Opa. Und sie vermissen ihn in der Regel nicht und bedauern auch nicht, dass sie nicht mit ihm spielen konnten (Intro der Homepage). Der Vater wird vermisst, vielleicht der Opa.  Doch die Werbung im Zug soll ja die Erwachsenen auf die Homepage führen. Ein trauriges Kind erreicht das Herz mehr als ein trauriger Erwachsener.

Als Trauerrednerin habe ich in den Vorgesprächen zur Trauerfeier die Familien oft nach den Großeltern gefragt und festgestellt, dass Menschen wenig bis nichts über sie wissen, wenn diese bereits im Krieg oder kurz nach dem Krieg gestorben sind. Selbst die Namen sind manchmal nicht mehr verfügbar. Von der Lebensgeschichte sind nur ein paar Eckdaten bekannt.

Von daher trägt die Kampagne des Volksbundes dazu bei, dass Menschen bewusster wird, dass sie die Anbindung an ihre Vorfahren brauchen. Eltern, Großeltern und Urgroßeltern brauchen einen Ort im eigenen Herzen. Die äußeren Orte, die Gräber der Verstorbenen, sind dazu ein Verbindungsglied.

Thema: Gräber des Krieges | Kommentare (0) | Autor:

354 x Naturfriedhof im Wald

Montag, 2. Februar 2009 10:55

Mein Tip: www.brainr.de – Plattform für Online-Brainstorming

Da wurden zum Beispiel zur Anfrage: „Naturfriedhof im Wald – Name gesucht“ von wildfremden Menschen 354 Vorschläge generiert. Wer einen Namen für seinen Friedhof im Wald jenseits der beiden Unternehmen Friedwald und Ruheforst sucht, findet hier vielleicht das Passende.

Thema: Friedhof | Kommentare (0) | Autor: