Beiträge vom Mai, 2009

Kolumbarien in Kirchen

Dienstag, 19. Mai 2009 9:25

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“Kirche Herz Jesu in Hannover wird zum ersten Kolumbarium in Norddeutschland.”

Meldungen wie diese auf glaubeaktuell.net wird es in Zukunft häufiger geben. Nach Erfurt, Marl und Aachen entsteht in Hannover-Misburg ein Kolumbarium in einem Kirchengebäude. Das Modell wird Schule machen, denn es schlägt mehrere aktuelle Kirchenfragen mit einer Klappe.

Die Planung sieht vor, ein „Weizenfeld” aus 880 Stelen in die Kirche zu bauen. Diese Stelen aus Bronzerohr werden 2,26 Meter hoch sein und einen Durchmesser von zehn Zentimetern haben. Jede soll eine bis zwei Ascheurnen aufnehmen können. Architekt Tobias Klodwig rechnet mit etwa 1.400 Urnenplätzen insgesamt. Der Name des oder der Toten wird in die Stele graviert. Den oberen Abschluss der Stele, die „Frucht”, bildet ein kreuzförmig eingeschnittener Zylinder, Ausdruck des Miteinander von Tod und Auferstehung.

Durch die notwendige Zusammenlegung von Kirchengemeinden zu größeren Seelsorgeeinheiten werden einzelne Kirchengebäude nicht mehr genutzt. Mit dem Verkauf von Nutzungsrechten an den Grabstätten können Einnahmen erzielt werden, denn auch die Kirchen müssen bei sinkenden Einnahmen aus der Kirchensteuer mit spitzem Bleistift rechnen. Die Kirchen bieten Versammlungsräume, die auch für Trauerfeiern geeignet sind. Zudem erschließt das Engagement im Bereich der Bestattungskultur missionarische Wege der Seelsorge, denn sie erreicht bei Trauerfeiern und Bestattungen auch kirchenferne Menschen. Die Gestaltungshoheit bleibt bei den Kirchen. In Zeiten moderner Grabmalgestaltung mit nicht immer christlicher Symbolik, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor. Mit ihrer seelsorglichen Kompetenz in der Trauerbegleitung erschaffen sich die Kirchen ein positives Image.

Vorraussetzung für die Nutzung einer Kirche ist ihre Umwidmung. Wird das Angebot angenommen, haben sich die Umbaukosten schnell amortisiert. Auch die laufenden Kosten für Personal, Instandhaltung und Betriebskosten sollen aus den Einnahmen gedeckt werden. Nicht ganz billig ist der Urnenplatz in Herz Jesu in Hannover-Misburg, er soll bei 20 Jahren Nutzungsdauer durchschnittlich 3000 Euro kosten. Gemeindemitglieder erhalten einen Vorzugspreis, wenn sie sich schnell entscheiden. Die ersten 150 Plätze kosten nur die Hälfte. Die Marktwirtschaft hält in den Kirchen Einzug.

Allerdings sind nicht alle von diesem Geschäftsmodell der Kirchen begeistert. In Zeiten großer Überhangsflächen auf den städtischen Friedhöfen, entsteht den Kommunen eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz. Denn nicht nur der Verkauf von Nutzungsrechten an Grabstellen, auch die Nutzung der vorhandenen Trauerhallen und die Beauftragung zur Grabpflege, bedeuten Einnahmen für die Bewirtschaftung der Friedhofsflächen.

Thema: Friedhof, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Der Countdown läuft

Sonntag, 17. Mai 2009 14:00

Gerade schreibe ich an einem Artikel für eine Arbeitshilfe und recherchiere etwas Bestimmtes. Dann stolpere ich über Sachen wie diese: dead.atyourage Wer immer schon mal wissen wollte, welche berühmte Persönlichkeit er altersmäßig überlebt hat, ist hier genau richtig.

Neugierig wie ich bin, gebe ich ein Geburtsdatum ein, dass nicht ganz meinem eigenen entspricht und erhalte die Mitteilung:

Countdown: 9 days…
In 9 days, when you reach 48 years and 41 days of age, your lifespan will surpass that of a literary critic and historian known for his scholarship on the American Renaissance. Subscribe now, and we’ll congratulate you on Sunday, May 17. We’ll respect your privacy, and we won’t bury you in email.

Heute ist der 17. Mai. Ich habe einen amerikanischen Historiker überlebt: Wunderbar!

Mehrwert für mein Leben: Null

Doch halt: Auf der Seite finde ich auch berühmte letzte Worte und Lieder die sich mit dem Tod beschäftigen. Ich brauche noch einen Appetizer für meinen Artikel. Vielleicht werde ich ja hier fündig.

Gefunden auf Infopirat

Thema: Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

Frühjahrsputz – regelmäßige Aktualisierung ist ein Muss

Donnerstag, 14. Mai 2009 17:00

Was für Freundschaften gilt, gilt auch für Internetseiten. Sie müssen gepflegt werden. Bei Freunden ist man freundlich und direkt, verzeiht so manchen Fehler, zeigt sich ehrlich. Eine Webseite ist mehr als ein Klingelschild, das man einmal an seine Tür geschraubt hat und fertig. „Diese Seiten sind in Bearbeitung, letzte Aktualisierung: 28.07.2008″. Dieser Eintrag findet sich auf der Startseite der Internetpräsenz eines Bestattungsinstitutes. Eröffnet wurde das Institut im Mai 2008. Wir schreiben das Frühjahr 2009. Man fragt sich, ob das Institut überhaupt noch existiert. Ob jemand öffnet, wenn ich klingele? [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 5 von 5 Beiträgen der Artikel-Serie Die Bestatterwebseite.

Thema: Bestatter, Internet | Kommentare (0) | Autor:

Sie haben eine Webseite. So wird sie gefunden.

Donnerstag, 7. Mai 2009 17:00

Das Internet kennt keine Laufkundschaft, die regelmäßig an Ihrem Schaufenster vorbei geht. Das Internet ist keine Zeitung, die auf dem Frühstückstisch liegt und nur bei den Todesanzeigen aufgeschlagen werden muss.

Internet-Nutzer suchen gezielt nach Informationen, die Wahrscheinlichkeit, dass jemand zufällig auf Ihrer Webseite landet, ist gering. Vor allem die Suchmaschine Google ist mit ca. 90 % das mächtigste Werkzeug zur Informationsbeschaffung, dagegen ist der Anteil von Yahoo mit 4,5% vergleichsweise gering. Damit Ihre Webseite gefunden wird, [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 4 von 5 Beiträgen der Artikel-Serie Die Bestatterwebseite.

Thema: Bestatter, Internet | Kommentare (0) | Autor:

Konferenz zur Humanistischen Bestattungskultur

Donnerstag, 7. Mai 2009 8:48

Die Konferenz wird von der Humanistischen Akademie Deutschland e.V. u.a. veranstaltet. Die Themen gehen von der Geschichte der weltlichen Bestattungskultur, Soziologische Befunde, die Zukunft deutscher Friedhöfe, die Veränderung des Berufs des Bestatters, neuen Bestattungsformen, weltliche Bestattungskulturen bis hin zur Vorstellung des Humanistischen Bestattungshains in Berlin.

Das Tagungsprogramm zur Geschichte und Perspektiven weltlichen Abschiednehmens bietet Vorträge von namhaften Referentinnen und Referenten. Gegenüber einer früheren Fassung des Tagungsprogramms wurden die Arbeitskreise am Zweiten Tag leider in Kurzvorträge umgewandelt. Das finde ich schade, denn der Austausch der Teilnehmenden ist im Plenum bei einer Vortragsdiskussion immer beschränkter als die gemeinsame Arbeit im kleineren Kreis.

Termin: vom 12. bis zum 13. Juni 2009 in Hannover

Thema: Bestatter, Empfehlungen, Trauerredner | Kommentare (0) | Autor: