Beiträge vom Juli, 2009

bestattungskultur zu verkaufen

Montag, 13. Juli 2009 10:00

Vor kurzem habe ich nach der Telefonnummer einer Friedhofsverwaltung gesucht. Unter www.friedhof-NameDerStadt.de finde ich die gesuchte Nummer nicht. Stattdessen kann ich dort den Domainnamen kaufen. Webseite und Onlineshop bestelle ich am besten gleich mit. Es gibt Firmen die Domains nach dem Muster www.Branche-NameDerStadt.de flächendeckend anbieten.

Als  Namen für diesen Blog war www.bestattungskultur.de naheliegend. Was ich fand ist ein Lehrstück über die Kultur der freien Marktwirtschaft. Ich könnte mir die bestattungskultur kaufen. Sie wird von einem Domain-Spekulanten angeboten, ebenso www.trauerfeier.de und www.bestattungswelt.de. Manch eine/r aus der Branche hat sich frühzeitig mit den Mechanismen des Internet beschäftigt und sich gute Domainnamen gesichert. Auf die Unternehmens-Webseite verlinkt, führen sie die Leute zum eigentlichen Angebot.

Gute Domainnamen werden von Unternehmen aufgekauft.  Die Masse macht’s. Irgendwann findet sich einer, der bereit ist für den Domainnamen Geld auszugeben.

Domainnamen werden wie Immobilien verkauft, versteigert und vermietet. Angesichts eines immensen Überangebots ist der Handel alles andere als einfach. Mit attraktiven Namen ist trotzdem ein Erfolg möglich.

schreibt Sven Lennartz auf seinem Blog. Anschließend gibt er gute Hinweise, wie Domainhandel funktioniert und auf was bei der Wahl der Domainnamen zu achten ist. Rekordpreise sind allerdings sind selten.

Sehr selten sogar. Eine gute Übersicht über bisher erzielte Preise bietet der Domain-Spiegel. Selbst wirklich attraktive Namen dürften kaum mehr als 500 bis 1000 Euro erzielen.

Die meisten kleineren und mittleren Dienstleister weichen auf freie Domainnamen aus. Mir selbst widerstrebt es auch, hier die Kommerzialisierung voranzutreiben. Zumal ein guter Domainname verbunden sein muss mit einer guten Suchmaschinenoptimierung (SEO). Diese professionelle Herangehensweise scheitert zum einen oft an der Internetkompetenz, zum anderem am Geld.

Bei DENIC, einer  eingetragenen Genossenschaft, die die Top Level Domain .de verwaltet, kann jeder selbst  nachschauen, ob eine Domain noch frei oder wer der Inhaber einer Domain ist. Allen Baustellenschildern, Plattformen von Domainhändlern und Fehlermeldungen zum Trotz.

verwandter Artikel: Namensfindung leicht gemacht

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Bonmot – der Weg

Freitag, 10. Juli 2009 14:00

Für alle, die wissen, dass das Leben nicht immer gradlinig verläuft. Das Bonmot ist mir heute über den Weg gelaufen:

„Manchmal muss man vom Weg abkommen,
um nicht auf der Strecke zu bleiben”.

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Bonmot – Opa tot

Mittwoch, 8. Juli 2009 14:00

Meine Nichte Evelyn (6 Jahre), als es darum ging noch einmal zu meinem verstorbenen Vater zu gehen, der im Bestattungsinstitut aufgebahrt wurde:

“Ich will den Opa nochmal tot sehen.
Ich habe ihn noch nie tot gesehen.”

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Das Trauerevent und warum ich nicht dabei bin

Dienstag, 7. Juli 2009 8:00

© Diana Mastepanova - Fotolia.com

Unüberschaubar sind die Meldungen und Trauerbekundungen zum Tod von Michael Jackson. Eine Milliare Menschen werden heute bei der Übertragung der Trauerfeierlichkeiten erwartet. Ich trauere nicht um ihn. Ich trauere um meinen verstorbenen Vater, mich erfasst die Trauer, wenn ich Bilder aus den Kriegsgebieten dieser Erde sehe, ich bin berührt, wenn ich die tiefe Liebe von Menschen erlebe, die ich beim Abschiednehmen begleite. Aber Jacko? Er war ein Künstler, ein Showmaker, ein Mensch, ein Sterblicher. Weiterlesen: [...]

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Aus die Maus

Freitag, 3. Juli 2009 15:01

© Andrey Stratilatov - Fotolia.com

Wer nicht aufpasst, stirbt!

Das trifft auch für Unternehmen der Bestattungsbranche zu. Deshalb ist Werbung angesagt. Wie diese bei dem Thema Bestattungsvorsorge aussehen könnte, wollte das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur in Kooperation mit dem Deutschen Marketingverband herausfinden und schrieb einen Wettbewerb aus.

Wer nicht wirbt, stirbt!

Das war das Neugier erweckende Motto. Wie die Werbebranche wohl an das Thema herangeht? Es geht ja nicht wie bei den Werbetafeln an der Autobahn um eine Mahnung zum langsameren Fahren, sondern um den Verkauf von Produkten. Agenturen und Bestatter haben 321 Plakate zum Wettbewerb eingereicht. Verträgt die Bestattungsbranche eine solche Werbung?

Die Pressemitteilung des Kuratoriums liest sich so:

Die Jury war gespalten. Bestatter hatten Trauernde im Blick, Marketingexperten stellten den Zeitgeist einer jüngeren Zielgruppe ins Zentrum. Entsprechend spannend fielen die Voten aus.

Sieger wurde die Werbeagentur RWGK Communications GmbH aus Frankfurt mit ihren Plakaten “Finale”.  Die Bilder der eingereichten Entwürfe der Agentur sind bei Picasa veröffentlicht. Noch besser als die Finale-Serie gefallen mir persönlich die etwas dezentere Serie zu der auch “Aus die Maus” gehört. Denn unsere Maus wurde aus den Fangzähnen der Katze befreit und bekommt nun ein ganz normales menschliches Begräbnis.

Platz 2 belegte: „Weil es oft schneller geht, als uns lieb ist”, von Bernd Ganser aus Wien

Platz 3 ging an: „Du gibst den Löffel ab”, von der achtung! werbeagentur, Hamburg.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 17.09.2009 in Berlin im Rahmen der Marketingtagung „Wer nicht wirbt, stirbt! – Werbung in der Bestattungsbranche” statt. Die Tagung ist mit 250 Teilnehmern bereits ausgebucht.

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