Beiträge vom Oktober, 2009

Fachtagung zum frühen Kindstod

Donnerstag, 15. Oktober 2009 14:00

Unter dem Titel “Früher Kindstod – eine interdisziplinäre Fachtagung für Medizin und Geburtshilfe, Psychologie und Seelsorge” findet vom 23.- 24.10. eine Tagung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt  statt.

Mit dem Motto

Vom Kontakt zur Begegnung, vom Tabu zur Sprache, vom Wollen zum Handeln

bieten die Veranstalter einen Rahmen für Fachvorträge und das interdisziplinären und praxisbezogene Fachgespräch. Neben konkreten Zugängen zum Thema und Hilfen soll die grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Geschehen ermöglicht werden.

Weitere Informaionen und Anmeldung auf der Webseite des Veranstalters

Thema: Empfehlungen, Kinder und Tod, Sterbebegleitung, Trauer | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Preisvergleich Bestatter

Montag, 12. Oktober 2009 13:35

Jetzt gibt es die erste Preisvergleichsseite für Bestattungsdienstleistungen. Hier brauche ich nichts selbst zu schreiben und empfehle nur den Artikel auf dem Comedy-Blog.

Thema: Bestatter, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

MicroMort heisst die neue Masseinheit

Montag, 12. Oktober 2009 13:00

© Kirsty Pargeter - Fotolia.com

Wieder gibt es einen Internetdienst, auf den die Menschheit gewartet hat. Laut einer Meldung auf dem Onlineportal der Süddeutschen Zeitung haben Wissenschaftler in den USA eine Internet-Seite namens deathriskrankings eingerichtet, auf der Menschen sich nach Auswahl verschiedener Kriterien wie Alter, Geschlecht, Land und Todesart das Risiko ausrechnen lassen können, auf diese Weise innerhalb eines Jahres zu sterben.

Solche Sachen probiere ich gerne einmal aus, um darüber zu berichten. Mein Ergebnis:

Ich könnte eine der 4380 Frauen in meiner Altersklasse sein, die in Deutschland innerhalb eines Jahres an Krebs sterben. Zum Glück bin ich nicht 70-79 Jahre alt, denn dann könnte ich eine von 29717 Frauen sein, die in Deutschland innerhalb eines  Jahres an Krebs sterben.

Die Maßeinheit in der gerechnet wird heißt MicroMort. “A MicroMort is a one-in-a-million chance of dying”. Die Bezugsgröße für das Ausrechnen des Risikos ist eine Million. Die Statistiker geben ein einleuchtendes Bild an die Hand, um zu ermessen was das heißt. Eine Million Bälle sind in einem Gefäß, davon sind 4380 (oder 29717) purpurfarben, der Rest ist grün. Jedes Jahr greife ich in das Gefäß und ziehe einen Ball (natürlich mit verbundenen Augen!). Wenn der Ball grün ist, lebe ich mindestens noch ein Jahr. Wenn der Ball purpurfarben ist, tja dann…

Ich gehe von einem grünen Ball aus: jetzt weiß ich, dass ich zumindest nicht ich an Krebs sterbe, vielleicht aber durch einem Unfall?

Das Risiko muss ich als nächstes ausrechnen lassen:

Ich könnte eine der 382 Frauen in meiner Altersklasse sein, die in Deutschland innerhalb eines Jahres durch einen Unfall sterben. Zum Glück bin ich nicht 70-79 Jahre alt, denn dann könnte ich eine von 1471 Frauen sein, die in Deutschland innerhalb eines  Jahres durch einen Unfall sterben.

Hier höre ich auf meine Zeit zu verschwenden. Ich weiß schon lange, dass Leben lebensgefährlich ist, dass das Risiko zu sterben mit zunehmendem Alter steigt und dass auf dem Totenschein eine Todesursache steht. Brauche ich da deathriskranking?

Thema: Internet, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Natur trug unbekümmert ihr altes Gewand

Samstag, 10. Oktober 2009 11:00

Seminarhaus Hirsenmühle

Seminarhaus Hirsenmühle

Der Titel ist einem Gedicht von Marie Luise Kaschnitz entnommen, aus dem Gedichtsband “Ich lebte”. Dichterische Sprache ist verdichtete Erfahrung. Ich freue mich, wieder ein eigenes Seminar für Menschen anbieten zu können, die sich Zeit und Raum für ihre eigene Verlusterfahrung, Trauer und Lebensorientierung geben wollen. Natur trägt unbekümmert ihr Gewand in allem Wechsel von Leben und Sterben. Diese Gelassenheit der Natur hilft vielen Menschen mit ihrer eigenen Erfahrung des Abschieds besser leben zu können. Im Schweigen und im Sprechen, in der Natur und mit den Menschen, verdichten sich die Erfahrungen zur unverwechselbaren eigenen Lebensgeschichte.

Seminar “Mein Schweigen – deine Stimme”
Termin: 11.-13. Dezember 2009 (Fr 16:00 – So 16.00 Uhr) in Hadamar-Oberzeuzheim (Nähe Limburg/ Lahn).

Dieser Artikel ist Beitrag 5 von 7 Beiträgen der Artikel-Serie Trauer und Naturerfahrung.

Thema: Trauer | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Unsterblichkeit als Luxusgut

Freitag, 9. Oktober 2009 16:27

Das Nobelpreis-Kommittee hat Elisabeth H. Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt. Sie entdeckten das Enzym Telomerase. Es kann Zellen jung halten.

Vereinfachend wird in der Berichterstattung vom Enzym für „ewige Jugend“ gesprochen. Ewige Jugend und Unsterblichkeit – diese Worte fielen auch bei der Vergabe des Nobelpreises für Medizin. Ist aber Altern eine Krankheit, die man behandeln sollte? Sollen wir uns die Abschaffung des Sterbens wünschen? Bezahlt die Krankenkasse die Behandlung zur Unsterblichkeit oder wird sie zum Luxusgut?

Einen kritischen Beitrag veröffentlichte das Deutschlandradio Kultur am 6.10. Thomas Schramme im Gespräch mit Doris Schäfer-Noske – die Sendung finden Sie hier.

Thema: Empfehlungen, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Die Medikalisierung und Ökonomisierung des Sterbens

Mittwoch, 7. Oktober 2009 10:36

Über die Wünsche und die Realität der Sterbenden spricht der Theologe und Soziologe Reimer Gronemeyer. Den Link zur Sendung des SWR gibt es auf seiner Webseite.

“Umfragen bestätigen: 80 Prozent der Deutschen wünschen sich noch heute, im Kreis der Familie zu sterben, doch die Realität sieht anders aus: Die meisten sterben in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, und ihr Sterben wird zunehmend medikalisiert, institutionalisiert und ökonomisiert.”

Professor Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, SWR2 Aula vom 30.12.2007.

Thema: Empfehlungen, Sterbebegleitung | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky