Beiträge vom Oktober, 2009

Unsterblichkeit als Luxusgut

Freitag, 9. Oktober 2009 16:27

Das Nobelpreis-Kommittee hat Elisabeth H. Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt. Sie entdeckten das Enzym Telomerase. Es kann Zellen jung halten.

Vereinfachend wird in der Berichterstattung vom Enzym für „ewige Jugend“ gesprochen. Ewige Jugend und Unsterblichkeit – diese Worte fielen auch bei der Vergabe des Nobelpreises für Medizin. Ist aber Altern eine Krankheit, die man behandeln sollte? Sollen wir uns die Abschaffung des Sterbens wünschen? Bezahlt die Krankenkasse die Behandlung zur Unsterblichkeit oder wird sie zum Luxusgut?

Einen kritischen Beitrag veröffentlichte das Deutschlandradio Kultur am 6.10. Thomas Schramme im Gespräch mit Doris Schäfer-Noske – die Sendung finden Sie hier.

Thema: Empfehlungen, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

Die Medikalisierung und Ökonomisierung des Sterbens

Mittwoch, 7. Oktober 2009 10:36

Über die Wünsche und die Realität der Sterbenden spricht der Theologe und Soziologe Reimer Gronemeyer. Den Link zur Sendung des SWR gibt es auf seiner Webseite.

“Umfragen bestätigen: 80 Prozent der Deutschen wünschen sich noch heute, im Kreis der Familie zu sterben, doch die Realität sieht anders aus: Die meisten sterben in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, und ihr Sterben wird zunehmend medikalisiert, institutionalisiert und ökonomisiert.”

Professor Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, SWR2 Aula vom 30.12.2007.

Thema: Empfehlungen, Sterbebegleitung | Kommentare (0) | Autor:

Bonmot – wie Hund und Katze

Montag, 5. Oktober 2009 19:25

Beziehungen jenseits von Verliebt, Verlobt, Verheiratet oder Geschieden sind nicht immer einfach in Worte zu fassen. Eine Frau charakterisiert die Beziehung zu ihrem verstorbenen Ex-Mann auf diese Weise:

“Wir waren wie Hund und Katze,
haben aber ab und zu dasselbe Körbchen benutzt.”

Thema: Bonmot | Kommentare (0) | Autor:

Baumbestattungen sind der Renner

Samstag, 3. Oktober 2009 18:53

Seit im Jahr 2001 im Reinhardswald bei Kassel der erste FriedWald eröffnet wurde steigt die Nachfrage nach Baumbestattungen stetig weiter.  Waren die Kirchen anfangs skeptisch und distanzierten sich von der “naturreligiösen” Vorstellungswelt, gibt es inzwischen auch einige von den Kirchen betriebene Waldbestattungsarreale.

Eine von der FriedWald GmbH in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zu Baumbestattungen wurde vom Marktforschungsinstitut TNS   durchgeführt. Die Baumbestattung ist 54 Prozent der Befragten ein Begriff. Bereits ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, in einem FriedWald bestattet zu werden. Inzwischen gibt es 28 FriedWälder im gesamten Bundesgebiet. Der zweite große Anbieter, die Ruheforst GmbH ist mit ca. 40 Ruheforsten vertreten.  Dazu kommen weitere privat oder kommunal betriebene Waldbestattungsarreale.

Als Gründe für den Run auf die Begräbnispläzte am Fuße der Bäume gelten [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 6 von 7 Beiträgen der Artikel-Serie Trauer und Naturerfahrung.

Thema: Friedhof, Trauer | Kommentare (0) | Autor: