Beiträge vom Dezember, 2009

Sendung – Mein Tod gehört mir

Dienstag, 1. Dezember 2009 15:00

“Mein Tod gehört mir! Über den Wandel der Bestattungskultur in Deutschland”

Unter diesem Titel bringt das Deutschlandradio Kultur eine Sendung, die sich sicher lohnt anzuhören. Ich konnte die Journalistin des Features kennen lernen. Die Fragen, die sie stellte waren allemal interessant.

Zu hören ist die Sendung am kommenden Samstag den 5.12.2009 in der Rubrik “Religionen” zwischen 16 – 17 Uhr bei Deutschlandradio Kultur.

Thema: Empfehlungen | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Die Kunst des Ausklangs – Filmempfehlung

Freitag, 27. November 2009 13:56

Schon der Titel lässt aufhorchen: “Die Kunst des Ausklangs”.

Von der Kunst des Abschieds wird des Öfteren gesprochen, die Kunst des Ausklangs ruft andere Bilder hervor: verklingende Töne am Ende eines Lebens. Sofort spinnt sich das Bild weiter. Manche Menschen gehen forte (stark, laut), manche pianissimo (sehr leise) oder  sforzato (mit plötzlicher Betonung), rinforzando (wieder stärker werdend), fortepiano (laut, dann plötzlich leise).

Der japanische Film Nokan – Die Kunst des Ausklangs ist seit gestern in deutschen Kinos zu sehen. Ein Musiker wird zum Bestatter Leichenwäscher. Unfreiwillig, denn sein neuer Arbeitgeber ist ein “Reiseanbieter” besonderer Art. Er begleitet Menschen auf ihrer letzten Reise.

Der Trailer zum Film verspricht einen schönen Kinoabend, der vermutlich nicht ohne Tränen sein wird.

Dieser Artikel ist Beitrag 4 von 4 Beiträgen der Artikel-Serie empfohlene Filme.

Thema: Empfehlungen | Kommentare (3) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Bonmot – Gottes Arme

Freitag, 27. November 2009 8:00

Ich spreche mit einer Frau, deren Bruder gestorben ist. Es geht um die Kindheit und den christlichen Glauben. Ihr Bruder ist eigene Wege gegangen. Für die Trauerfeier wünscht Sie sich dennoch die Gebete der Kindheit. Es ist für sie eine tröstliche Vorstellung, dass er in den Armen Gottes gehalten ist. Doch so richtig scheint sie dem Ganzen nicht zu trauen und sagt:

“Ich habe Angst, dass er da rausrutschen könnte aus Gottes Armen.

Thema: Bonmot, Trauer | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Über die verdrängten Schattenseiten der Pflege

Donnerstag, 26. November 2009 22:30

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Pflege in Deutschland

– aller Aufklärung zum Trotz ist dieses Thema nach wie vor tabuisiert. Das Gespräch über einen drohenden Pflegefall, ob als Betroffener oder Angehöriger, wird als unangenehm empfunden. Menschen sind unsicher und unwissend. Eine typische Reaktion: das Thema wird ausgeblendet, bis der Fall eingetreten ist.

Broschüre

Mit der Broschüre „Lass uns reden!
(kostenlos erhältlich) lädt der Deutsche Ring die Generationen zum Dialog ein:

- Das Thema Alter und Pflege wird offen angesprochen.

- Sie stellt Fragen, mit denen jeder sich auseinandersetzen sollte.

- Fundierte Ratschläge helfen, das Gespräch in der eigenen Familie zu führen.

- Die Broschüre wurde gemeinsam mit Psychologen entwickelt.

So früh wie möglich vorsorgen

Neben dem menschlichen Schicksal hat das Thema Pflege auch eine finanzielle Seite. Wer ist da, wenn der Pflegefall zum Alltag wird? Oder wenn die gesetzliche Pflegeversicherung nicht reicht? Notgedrungen übernehmen meist Frauen die Pflege, falls sie nicht selbst voll berufstätig sind. Meist kennen Frauen tatsächlich die (unausgesprochenen) Bedürfnisse der Eltern oder Schwiegereltern am besten. “Aber heute werden die Menschen immer mobiler – und der familiäre Zusammenhalt wird umso schwächer, je weiter die Wohnorte von Eltern und ihren Kindern auseinander liegen.” Im Gunde genommen geht die Vorsorge für den Pflegefall alle an.

Es gibt eine kaum überschaubare Zahl von Versicherungsprodukten zum Thema Pflege. Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl auf Kompetenz zu achten. Pflegevorsorge ist mehr als ein Produkt, das die finanzielle Seite der Pflege absichert. Es bedeutet, die menschliche Seite zu kennen und in der Lage zu sein, zu helfen.

dtring2Hier hat sich der Deutsche Ring bereits 2006 mit der Generationenstudie einen Namen gemacht.  Sie ist als Buch mit einem Vorwort von Henning Scherf unter dem Titel „Altersträume“ im Handel erhältlich.
Die Kompetenz des Deutschen Ring zeigt sich auch in den Details ihrer Versicherungen: So ist die RingPflegeRente mit zusätzlichen Service- und Beratungsleistungen versehen – von der Pflegeplatz-Garantie bis zum Pflegemanager, der persönlich mit Rat und Tat zur Seite steht. Wer sich informieren möchte, kann dies auf den Internetseiten der Versicherung tun oder dort eine persönliche Beratung anfordern.
Hier können Sie die Broschüre Lass uns reden! kostenlos anfordern.

Thema: Sterbebegleitung | Kommentare deaktiviert | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Tagung – Tod und toter Körper

Mittwoch, 25. November 2009 10:00

Am 13. und 14. Januar 2010 findet in Zürich das Symposium „Tod und toter Körper – ein internationaler und interdisziplinärer Blick auf die Sektion“ statt.

“Das Symposium untersucht insbesondere die Veränderungen des Umganges mit dem Tod in der gegenwärtigen Gesellschaft im Allgemeinen und am Beispiel der klinischen Sektion. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass sich der gesellschaftliche Umgang mit dem Tod und seine Bedeutung in der modernen Kultur grundlegend ändern. Neben Trauerformen thematisiert es unter anderem auch den dramatischen Wandel, den es bei den Bestattungsformen zu beobachten gibt.”

Anmeldeschluss ist der 1. Dezember 2009. Eine PDF-Datei mit der Einladung und weitere Informationen gibt es auf der Seite des Veranstalters

Thema: Empfehlungen | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Weit weg trauern

Samstag, 21. November 2009 11:00

© Vlad Kochelaevskiy - Fotolia.com

Wenn Sie weit weg wohnen und gar nicht da sein können können Sie weit weg trauern.

Ein Bestattungsunternehmen bietet auf seiner Webseite eine neue Dienstleistung.  Es bietet Trauernden an, in der Zeit zwischen Tod und Beisetzung eine E-Mail an eine bestimmte Adresse zu schreiben. Diese Mail wird dann dem Verstorbenen ungelesen mit in den Sarg oder ins Grab gelegt.

E-Mails sind so etwas wie die Postkarten der virtuellen Welt, also offen. Beim Empfänger der E-Mail ist sie als zweiseitige Postkarte gestaltet und er verspricht nur die Vorderseite zu lesen. Da muss der Empfänger gut die sechste Bitte des Vater Unser verinnerlicht haben. “Und führe mich nicht in Versuchung”.

Für den Fall der Fälle, wenn die Bestattung schon stattgefunden hat, gibt es eine zweite E-Mail-Adresse für die Post an den Verstorbenen. Diese Mails werden weder abgerufen noch gelesen (aber hoffentlich irgendwann gelöscht?), sie haben rein symbolischen Charakter. Dies könnte man einen  “mausetoten Briefkasten” nennen. Bei einem toten Briefkasten wird die Post nämlich abgeholt.

Dies ist ein Dienst des Bestattungshauses Haller – Gewinner des Funeral Award 2009 für die beste Webseite im Bestattungssektor. Liebes Bestattungshaus, ist dieser Dienst ernst gemeint? Wird er genutzt? Oder ist es einfach gut für die Public Relations?

Thema: Kurios bis Seltsam, Trauer | Kommentare (2) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky