Beiträge vom März, 2010

Die Persönlichkeitsrechte Verstorbener zählen nicht in der Medienwelt

Montag, 29. März 2010 10:31

Immer mehr, vor allem junge Menschen, nutzen das Internet. In den Social Communities wie StudiVZ, Facebook oder wer-kennt-wen stellen Sie private Informationen und Bilder ein. Kaum einer ist sich bewusst, dass diese Informationen alles andere als privat sind. Ein Filmbeitrag in der ARD-Mediathek mit dem Titel “Raubzug im Internet – wie Medien Privatfotos stehlen” kritisiert die Praxis von Sensationsjournalisten, sich die Bilder für ihre Geschichten aus dem Internet zusammen zu suchen. Das Leid von Menschen wird für eine höhere Auflage ausgeschlachtet, Fehler werden bewusst einkalkuliert, die Gefühle der Angehörigen mißachtet.

Den sehenswerten Filmbeitrag finden Sie hier.

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Datenschutztest der Stiftung Warentest

Samstag, 27. März 2010 12:11

Die aktuelle Ausgabe des Magazins “Test” der Stiftung Warentest stellt das Ergebnis einer Untersuchung von acht deutschsprachigen Sozialen Netzwerken vor.  Vor allem Datenschutz und Nutzerrechte hatten die Verbraucherschützer im Visier. Am besten kommen “schülerVZ” sowie “studiVZ” weg. Die meiste Kritik wird an den Netzwerken Stayfriends, Facebook, LinkedIn und MySpace geübt. In fast allen Punkten wurde mit “mangelhaft” bewertet. Aus seiner Schulzeit weiß jeder, dass das soviel wie “durchgefallen” meint.

Bewertet wurden die Kategorien “Organisation und Transparenz”,  “Umgang mit Nutzerdaten”, “Datensicherheit” “Nutzerrechte”, “Jugendschutz” und “Mängel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen”.

Beim Punkt “Datensicherheit” wurde von den sozialen Netzwerken die Erlaubnis für ein “Hacking” angefragt. Mit dem Wissen und der Zustimmung der Anbieter wurde versucht, in das Netzwerk einzudringen und einen Testaccount zu übernehmen.  Außer Xing, Facebook, MySpace und Linked stimmten alle im Test befindlichen Anbieter dieser Überprüfung zu. Die vier Communities, die nicht einverstanden waren, erhielten  in diesem Unterpunkt eine Abwertung.

Besonders kritisch gesehen wird die gängige Regelung bei den amerikanischen Anbietern. Diese behalten sich umfangreicher Nutzungsrechte an den, von den Mitgliedern der Community eingestellten Inhalten (Bilder, Texte) und die Weitergabe von Daten an Dritte vor.  Zu welchem Zweck, sagen sie nicht. Bei Facebook zum Beispiel heißt es: „Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, unentgeltliche, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest“.

Bei der Überprüfung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen stellt die Stiftung Warentest fest, dass diese insbesondere bei Facebook und MySpace in Teilen ungültig sind:

Bleibt abzuwarten, wie die getesten Anbieter auf die schlechten Noten reagieren. Bleibt abzuwarten, ob die Nutzer der Communities irgendetwas an ihrem Verhalten in den Netzwerken verändern. Wie die Privatsphäre eingestellt ist und welche Inhalte auf der Plattform veröffentlicht werden, liegt in den Händen der Nutzer. Der Test gibt allen skeptischen Menschen gute Argumente, sich dem Sog der Online-Netzwerke zu entziehen und ihre Kontakte auf andere Weise zu pflegen.

Zusammen mit dem von der BITKOM gestern veröffentlichten Pressemeldung geht meine Frage noch weiter. Wie gehen die Sozialen Netzwerke mit den Profilen Verstorbener um. Diese sind zunächst verwaist und noch anfälliger für Mißbrauch als Profile, die von ihren Nutzern regelmäßig benutzt werden.

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Digitaler Nachlass – die Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema wächst

Samstag, 27. März 2010 10:05

Jetzt gibt auch der BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. – Hinweise zum Umgang mit dem digitalen Erbe.

Mit zunehmender Internetnutzung nimmt auch die Anzahl der verstorbenen Menschen zu, die sich aktiv im Internet bewegt haben. E-Mails, Community-Profile, virtuelle Adressbücher, online gespeicherte Daten, all das bleibt zurück, genauso wie die Papiere eines Menschen.

Der Branchenverband BITKOM rät Angehörigen, den digitalen Nachlass genauso sorgfältig zu beachten wie Schriftstücke aus Papier. In der digitalen Hinterlassenschaft kann sich aber auch die eine oder andere Überraschung verbergen. BITKOM rät zu einem bewussten und offenen Umgang mit dem Thema und zu Sensibilität für die  Privatsphäre des/ der Verstorbenen.

In der Pressemeldung sind wichtige Hinweise für Erben in verständlicher Sprache zusammengefasst.

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#März bemerkenswerte Trauerreden: die Opfer von Winnenden

Mittwoch, 24. März 2010 10:24

Ein Jahr ist es her. “Schon ein Jahr” für diejenigen, die sich wieder an die Tage im März 2009 erinnern, als ganz Deutschland betroffen war vom Amoklauf. “Erst ein Jahr” für diejenigen, die unmittelbar betroffen sind. Sie erinnern sich täglich, denn der Tod hat ihnen das Kind, die Schwester, den Bruder, die Freundin, den Freund genommen und das eigene Leben grundlegend verändert.

Zur Selbstachtung gehört es, dass man „Nein“ sagt zu Dingen, die man für schlecht hält – auch wenn sie nicht verboten sind.

Bemerkenswert ist die Rede von Bundespräsident Horst Köhler bei der zentralen Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen am 22.3.2009  Die gesamte Rede finden Sie hier.

Dieser Artikel ist Beitrag 3 von 12 Beiträgen der Artikel-Serie Bemerkenswerte Trauerreden.

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Ab heute Ausstellung “Du führst mich hinaus ins Weite…” Weil am Rhein

Mittwoch, 24. März 2010 9:12

Zum Nachdenken soll die Ausstellung anregen: über die eigene Endlichkeit, über Trauer und Verlust.

“Du führst mich hinaus ins Weite…”

Vom 24. März bis 5. April ist die Ausstellung in Weil am Rhein zu sehen. Ein interessantes Begleitprogramm mit Filmabenden, Vorträgen und einem interreligiöser Gesprächsabend stehen auf dem Programm. Das Zitat aus der Bibel (Psalm 18) weist auf den Hintergrund hin. Die katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul ist der Veranstalter.

Menschen wurden gebeten, ihren Koffer für die letzte Reise zu packen, die Gemälde eines Sterbenden werden gezeigt und das „Paradies“ -wie es die Ausstellungsmacher sehen. Sicher nicht zufällig ist der Zeitpunkt, denn auf Ostern hin wird das Thema aus dem christlichen Auferstehungsglauben heraus angegangen.

Weitere Informationen gibt es beim Trauernetzwerk Hochrhein. Dort kann auch das vollständige Programm herunter geladen werden.

Thema: Empfehlungen, Trauer | Kommentare (0) | Autor: