Beiträge vom März, 2010

Steigern der Rendite mit Todesklausel in Unternehmensanleihen

Montag, 22. März 2010 9:00

Urne-Asche

Die Financial Times Deutschland berichtet aktuell über Spekulationen in den USA mit Hilfe todkranker Menschen. Die Finanzwelt hat eine ganz eigene Sprache. Ich könnte niemandem erklären, wie diese Finanzprodukte funktionieren. Die Fachwelt kennt sich besser aus mit Anleihen, Bond, Emittent, Survivor Option, death put, Nennwert und Rendite. Allerdings bin ich beeindruckt, auf welche Ideen Spekulanten kommen, um aus Asche Asche zu machen – so das wunderbare Wortspiel der Financial Times. Eine Frage bleibt offen: was bewegt todkranke Menschen dazu, einen solchen Vertrag zu unterschreiben? Immerhin, in Deutschland sind diese Papiere unbekannt.

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Thema: Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

muchloved und eforever – eine Liste englischsprachiger Gedenkseiten

Donnerstag, 18. März 2010 12:02

Ein wenig über den Tellerrand geschaut, finden sich im World Wide Web zahlreiche Gedenkseiten. Eine übersichtliche Liste englischsprachiger Seiten hat Jon Davis von Muchloved.com zusammengestellt. Sie ist zu finden bei Aboutus.org.

Thema: Internet, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Bitte stellen Sie einen Antrag

Montag, 8. März 2010 15:13

© Liv Friis-larsen - Fotolia.com

Nachdem ein Mensch gestorben ist, müssen die Angehörigen eine ganze Reihe von Ämtern und Vertragspartnern benachrichtigen. Die Rente, die GEZ, verschiedene Versicherungen, Zeitungsabos, Bankkonten, Mitgliedschaften in Vereinen und natürlich die Krankenkasse. Ein Mann, dessen Frau verstorben ist, berichtet von einem Telefonat mit der Krankenkasse seiner Frau.

Hotline

“Krankenkasse xy, mein Name ist Maier, was kann ich für Sie tun?”

Herr Müller

“Guten Tag, mein Name ist Müller, ich brauche ein paar Auskünfte, meine Frau ist verstorben…”

Schweigen

Herr Müller

“Hallo, sind Sie am Telefon?”

Hotline

“Jaaaa, worum geht es?”

Herr Müller

“Mein Name ist Müller,  meine Frau ist verstorben …”

Hotline

“Da müssen Sie einen Antrag zur Aufnahme ihrer Frau ins Krankenhaus stellen.”

Herr Müller (Name geändert) fragte mich dann, ob ich nicht ein Telefontraining für Mitarbeiter/innen von Krankenkassen über den Umgang mit Hinterbliebenen anbieten könnte. Werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf vorbereitet, dass jemand anruft, der den Tod eines Mitglieds der Krankenkasse anzeigt? Ist es so schwer “oh, das tut mir aber leid”, “mein Beileid”  oder “darf ich Ihnen mein Mitgefühl ausdrücken” zu sagen. Und dann richtig hinzuhören, worum es dem Anrufer geht? Ich aquiriere (bisher) nicht bei Krankenkassen oder Callcentern. Sollte ich aber angefragt werden, biete ich gerne eine entsprechende Schulung an.

Thema: Bonmot, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

Vertraue keiner Datenbank!

Montag, 1. März 2010 10:00

Alle Diskussionen über Urheberrechte werden vermutlich nichts daran ändern, dass Texte im Internet ohne Quellenangabe kopiert und verbreitet werden. Dass aber der Text eines Liedes massenhaft mit einem falschen Interpreten in den Datenbanken für Liedtexte steht, damit habe ich nicht gerechnet.

Heute bei der Recherche nach einem Liedtext kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir haben das Lied mal bei einer Trauerfeier gespielt. Ich erinnerte nur die Liedzeile “leise sagst du adieu”.  Es ist ein Schlager, soviel wusste ich noch, denn Schlager gehören nicht zu meinem privaten Musikgeschmack.

Der Ergebnis zu “Leise sagst du adieu…” bei der Google-Suche sagt aus, dass der Schnipsel zu einem Lied mit dem Titel “Wer niemals Abschied nahm” gehört. Der Interpret ist Sage Francis. Das zumindest wollen mir die ersten 10 Treffer weismachen.

Sage Francis?
Ein US-amerikanischer Hip-Hop-Künstler und umjubelter Freestyle-Rapper!

Und auf welchem seiner Alben findet sich das Lied?
Sämtliche Alben im itunes store sind mit englischen Songtiteln!

Ein mitfühlendes “Leise sagst du adieu”?
Das passt nicht zu ihm. Einige herausgegriffene Zeilen aus einem seiner Lieder: “Life is what distracts you from death. Gaspin for breath. Grabbin your chest. Now look to God and ask him what’s left? No answer, now how can I pass the test?”

Ich kann nur vermuten, dass es da einen falsche Eintrag in einer Datenbank für Songtexte gab, aus der sich zahlreiche Plattformen für Liedtexte bedienen. Der Text wird dann massenweise in private Blogs kopiert, ohne dass sich einer wundert, wie ein amerikanischer Underground-Rapper zu einem weichgespülten deutschen Schlagertitel kommt, und mal nach der wahren Herkunft des Textes fragt.

Die wahre Herkunft des Textes? Ich will niemanden auf die Folter spannen. Der wahre Interpret des Liedes ist Roger Whittaker – Britischer Sänger, Liedermacher und Kunstpfeifer – der seit seit 1979 mit Schlagern in deutscher Sprache sein deutsches Publikum beglückt. Veröffentlicht wurde das Lied im Großen Starportrait “Roger Whittaker – Leben mit Dir”.

Thema: Internet | Kommentare (0) | Autor: