Beiträge vom April, 2010

Meine Zombiefreunde auf Facebook

Dienstag, 20. April 2010 11:11

Facebook ist in aller Munde. Seit die Stiftung Warentest dem Sozialen Internet-Netzwerk schlechte Noten in Sachen Datenschutz ausgestellt hat und die Ministerin Aigner in einem offenen Brief an Facebook-Chef Zuckerberg das US-Unternehmen zu striktem Datenschutz aufgerufen hat, dürfte die Problematik so langsam zu den Facebook-Nutzer durchdringen.

Ein spezieller Bereich ist der Datenschutz für verwaiste Profile. Inzwischen kann man bei Facebook das Profil von Verstorbenen in einen Memorial-Status überführen. Wer nichts von dem Profil weiß und die Funktion nicht findet (die Information findet sich natürlich nicht auf der Startseite von Facebook), sieht alt aus.

So entstehen Zombiefreunde, virtuell ausgestopfte Menschen – so werden sie in einem Artikel des ORF genannt. Was daraus für die Lebenden folgt ist dort schön beschrieben: Freundschaften, die ewig währen.

Thema: Digitaler Nachlass, Internet, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

Vlad Dracul: Vorstadtheater in Basel

Samstag, 17. April 2010 10:49

Premiere Freitag 7. Mai 2010, 19 Uhr
Weitere Vorstellungen 9. Mai bis 3. Juni 2010
Alter ab 10 Jahren

Die Geschichte

Drei Totengräber auf einem Friedhof. Ein bleicher Organist an den Instrumenten. Mit Humor, Leidenschaft und viel Musik entwickeln sie die schönsten Beerdigungen der Welt, suchen nach ausgefallenen Zeremonien, erzählen von Liebe, Leben, Tod und Teufel. Bis plötzlich Vlad Dracul auftaucht. Vlad hat ein Problem: Er kann nicht sterben. In Anlehnung an die Dracula-Saga erzählt das Ensemble von Vlad Draculs unsterblichem Leben und seinem Wunsch nach ewiger Ruhe.

Vlad Spezial Vlad Bar im Mai

Zu den beiden 21 Uhr Vorstellungen am 14. und 21. Mai laden wir vor und nach der Vorstellung im Innenhof des Theaters zu Bloody Mary & Co ein. Geniessen Sie die hellen Nächte zwischen Fledermaus und Käuzchenruf.

Die Themen

Die Dracula-Saga bietet viel Stoff. neben der Faszination für Böses und Unheimliches ist Vlad Dracul eine Figur, die nicht von dieser Welt ist, noch festgehalten im Irdischen, es aber nicht loslassen könnend und dürfend. Mit dieser Biografie ist Vlad prädestiniert für existentielle Fragen zu Leben und Tod. Insbesondere für Kinder hat die Beschäftigung mit Sterberitualen eine grosse Faszination. in dem Bilderbuch „die besten Beerdigungen der Welt“ von Ulf Nilsson sind ihre Fantasien wunderbar eingefangen. doch auch Erwachsene werden bei diesem Thema herausgefordert: es gibt keine verbindlichen Regeln mehr, wie der Übergang vom Leben in den Tod zu gestalten ist. Die Vielfalt von Möglichkeiten macht zuweilen hilflos, was nach dem Tod kommt, entzieht sich eindeutigen Antworten. Wie mit dieser Situation umgehen? Auch die Totengräbergemeinschaft hat dazu unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen. An Vlad Dracul spitzen sich die Fragen zu. ist Vlad wirklich nur böse, oder hat er dafür Gründe? Was ist richtig, was ist falsch? Gibt es das überhaupt in diesem Kontext?

Die Premierenklasse

Die Produktion wird von einer Schulklasse begleitet. Zu Beginn des Probenprozesses wird unter der Anleitung unserer Theaterpädagogin Dalit Bloch mit dem Ensemble und der Klasse zum Thema Tod und Vampire Geschichten erarbeitet. Die Assoziationen der SchülerInnen werden als Material mit in die inszenierung einfliessen. die Klasse ist in den Probenprozess involviert und gibt zur Entwicklung der Produktion immer wieder ihr feedback. Zudem wird mit der Klasse eine Performance entwickelt, die als Strassentheater oder Werkstattaufführung die Geschichten der Kinder zum Thema theatralisch umsetzt. Welche Rituale fallen Ihnen zum Thema Tod und Leben ein? Wie möchten Sie Abschied nehmen?

Die Produktion

Diese Produktion wird unterstützt von: Kanton Basel-Stadt, Kanton Basel-Landschaft, Pro Helvetia, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Ernst-Göhner Stiftung Zug, GGG Basel, Scheidegger-Thommen Stiftung, DOMS Stiftung

Regie Matthias Grupp Spiel Gina Durler, Samuel Kübler, Hans Jürg Müller, Oliver Zgorelec Musik Florian Grupp Dramaturgie Heike Dürscheid Bühne Valentin Fischer Kostüme Eva Butzkies Technik und Mitarbeit Bühnenbau Bau Andreas Bächli / Michael Studer Regieassistenz Florence Ruckstuhl

alle Informationen beim Vorstadttheater Basel

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#April bemerkenswerte Trauerreden: Hans Filbinger

Freitag, 16. April 2010 11:02

Vor kurzem habe ich einen alten Herrn kennengelernt. Er hat den Krieg als Soldat selbst erlebt. Mit 18 Jahren wurde er in die Wehrmacht eingezogen und kämpfte in Russland. Er beschrieb das grausame System der Abschreckung. Die jungen Soldaten mussten einer Hinrichtung beiwohnen, bei der ein Desserteur erschossen wurde. Die Angst vor dem Tod als Deserteur sollte größer sein als die Angst vor dem Tod als Soldat an der Front. Wir sprachen auch über Hans Filbinger.

Hans Filbinger starb am 1. April 2007 und ist in einem Vorort von Freiburg beigesetzt.

Die Trauerrede des früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Günter Oettinger zum Tod von Hans Filbinger gehört zu den umstrittendsten Trauerreden der jüngeren Vergangenheit. Die Diskussionen flammte wieder auf, als Günther Oettinger als EU-Kommissar für Energiefragen nach Brüssel wechselte.

Die vollständige Rede wurde auf  Spiegel Online veröffentlicht. Der umstrittene Passus lautet:

“Anders als in einigen Nachrufen zu lesen, gilt es festzuhalten: Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes. (…) Es bleibt festzuhalten: Es gibt kein Urteil von Hans Filbinger, durch das ein Mensch sein Leben verloren hätte.”

Oettinger wurde für diese Aussagen von verschiedenen Seiten stark krititisiert. Später hat sich Günther Oettinger, wohl aufgrund des öffentlichen Druckes, von seiner Rede distanziert und die Missverständnisse wegen seiner Trauerrede für Hans Filbinger bedauert.

Die Justiz der Wehrmacht  war für den Tod Zehntausender deutscher Soldaten verantwortlich, die als „Deserteure“ oder „Wehrkraftzersetzer“ aufgehängt oder erschossen wurden. Der alte Herr war damals ein junger Mann, der sich mit seinem Heimatland identifizierte. Ihn haben die Bilder des erschossenen Kameraden und die Angst des jungen Frontsoldaten geprägt.

Dieser Artikel ist Beitrag 5 von 12 Beiträgen der Artikel-Serie Bemerkenswerte Trauerreden.

Thema: Gräber des Krieges, Trauerredner | Kommentare (0) | Autor:

Online-Kampagne “Die eigene Würde bewahren”

Sonntag, 11. April 2010 14:31

Der Bundesverband Deutscher Bestatter nutzt verstärkt das Internet, um den Verbrauchern das Markenzeichen „Bestatter – vom Handwerk geprüft“ nahe zu bringen. Begleitet von Anzeigen und Plakatwerbung wird aufgezeigt, für welche Werte die Bestattungsinstitute mit diesem Markenzeichen stehen.

Dies zeigt das aktuelle Video: “Die eigene Würde bewahren”

Woraus besteht ein Leben? Ein Teil kommt zum anderen…

Der Bestatter begleitet Menschen am Ende ihres Lebens, wenn für die Menschen, die Abschied nehmen, das ganze Leben noch einmal in den Blick kommt. Das fängt das Video schön ein. Nicht grell und laut, sondern behutsam stellt es dar, was für Menschen zählt, um am Ende der Reise gut anzukommen.

Qualität, Kompetenz, Zuverlässigkeit und Vertrauen. Dafür stehen die über 950 Bestattungsunternehmen mit diesem Markenzeichen. Qualifizierte Mitarbeiter, 24h Erreichbarkeit und eine transparente Preisgestaltung sind die wichtigsten Anforderungen, um das gesetzlich geschützte Markenzeichen als Lizenz zu erhalten.

Aufgrund des hohen Anspruchs an die Dienstleistung sind diese Unternehmen zudem nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Dies ist der weltweit bekannteste Standard für Managementsysteme und Qualitätskontrolle. Zertifizierte Bestattungsunternehmen haben also ein entsprechendes Qualitätsmanagementsystem eingeführt und unterliegen einer ständigen Kontrolle durch geschulte Prüfer.

Nach der TV-Kampagne im Jahr 2008 setzt der Bundesverband Deutscher Bestatter die Aufklärungsarbeit fort und wirbt auf ungewöhnlichem Weg für die Werte, für die das Markenzeichen steht:

Mehr Infos zum Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. unter www.bestatter.de

Die anspruchsvolle Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder sowie die regelmäßige Prüfung der Qualitätskriterien sollen sich auch im Image der Branche wieder finden. Der Bundesverband der Deutschen Bestatter geht bewusst neue Wege und nutzt das Internet, um seine Botschaft zu transportieren.

Thema: Bestatter | Kommentare (0) | Autor: