Beiträge vom März, 2011

Veranstaltungsreihe “de brevitate vitae” in Karlsruhe

Donnerstag, 17. März 2011 12:38

Wer des Lateinischen nicht mächtig ist: “de brevitate vitae” heißt “von der Kürze des Lebens”. So ist der Titel einer Schrift des römischen Philosophen und Dichters Seneca. In ihr mahnt er zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Lebenszeit. Seit Anfang Februar läuft in Karlsruhe eine spannende Veranstaltungsreihe. Mit im Programm ist mein Beitrag:

VORTRAG UND GESPRÄCH

Tod 2.0 – Wie im Internet getrauert wird
Donnerstag 31. März, 19 Uhr

Erhalten Sie Einblick in den digitalen Wandel: Auf YouTube ein Video einstellen, eine Kerze auf einer Gedenkseite entzünden, im Forum kondolieren, als Profil in der Community gelöscht werden. Tod und Trauer erreichen als Themen die Online-Gesellschaft. Wie verändert sich die Trauer- und Bestattungskultur durch das Web 2.0? Welche neuen Dienstleistungen entstehen? Birgit Aurelia Janetzky stellt verständlich und unterhaltsam dar, wie der Tod sich im Internet zeigt und was wir wissen sollten, wenn wir das Internet nutzen.

Ort: Info-Center am Hauptfriedhof, Haid-und-Neu-Straße 33, Karlsruhe
Eintritt frei.

Das vollständige Programm ist hier erhältlich
Auf den Sommer gesät: Neue Veranstaltungen zu Sterben, Tod und Trauer
Informationen zur Veranstaltungsreihe hier

Weitere Termine:

12. April – VORTRAG UND GESPRÄCH
Ernährung schwerkranker Kinder und Jugendlicher.

15.-17. April – THEATERAKTION, WORKSHOP, MATINÉE
Ergreif den Augenblick. Mit dem clownialen Stuhltheater aus Casilia

7. Mai – FÜHRUNG
Der Lebensgarten – ein symbolischer Trauerweg

21. Mai – SEMINAR
Die Kunst, sinnvoll zu leben. Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl

Als Kooperationsprojekt wird die Reihe vom Arbeitskreis Leben e.V., der Evangelischen Erwachsenenbildung Karlsruhe, dem Hospizdienst Karlsruhe von Caritas und Diakonie, dem Info-Center am Hauptfriedhof, dem Kinderhospizdienst für die Stadt- und den Landkreis Karlsruhe, dem Roncalli-Forum Karlsruhe und der Volkshochschule Karlsruhe getragen.

 

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Fragebogen Gedenk- und Trauerstätten – Studentin bittet um Unterstützung

Donnerstag, 10. März 2011 11:34

Die Interfacedesignerin (B.A.) Eva Burneleit sucht für ihre Master-Arbeit zum Thema Tod im digitalen Zeitalter Menschen, die bereit sind, einen Fragebogen auszufüllen. Wie nutzen Sie Grabstellen, gehen Sie regelmäßig zum Grab, welche Bedeutung hat für Sie die Grabstelle … ?

Ziel der jungen Forscherin ist es, den Wandel der Bedeutung realer Trauer- und Gedenkstätten zu untersuchen und ob sich die Möglichkeiten des Gedenks im Internet auf die Friedhofskultur auswirken.

Die Fragebogen-Aktion läuft bis zum 21. März 2011. Wer sich beteiligen möchte findet die Online-Umfrage hier.

Sie können sich entscheiden, wie sehr Sie bei der Beantwortung der Fragen ins Detail gehen wollen. Keine der Fragen muss beantwortet werden. Sie können auch gerne vermerken, wenn Ihnen etwas zu persönlich ist. Die Angaben werden vollkommen vertraulich behandelt und fließen in anonymisierter Form in die Arbeit ein.

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Forschungen zum Thema Tod – die Veranstaltung Transmortale II

Dienstag, 8. März 2011 10:20

Die Themen Sterben, Tod und Trauer rücken seit einigen Jahren immer mehr in den Fokus der fächerübergreifenden Forschung. Disziplinen wie die Archäologie, Ethnologie, Volkskunde/Kulturanthropologie oder Kunstgeschichte beschäftigen sich seit jeher mit Gräbern und Begräbnisplätzen. Inzwischen interessieren sich jedoch ganz unterschiedliche Disziplinen für den Wandel der Trauer- und Bestattungskultur wie z.B. die Soziologie, Psychologie, aber auch Geschichte, Geschlechterforschung und Medienwissenschaften.

Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Nachwuchsforschung stellen bei Transmortale II ihre Forschungen zum Thema Tod vor.

Ort: Kassel, Museum für Sepulkralkultur

Termin: 18. – 19.03.2011

Anmeldeschluss: 13.3.2011

Teilnahme-Beiträge: 40,- € / 25,- € erm. (Studierende)

Veranstalter: Universität Hamburg (Prof. Dr. Norbert Fischer, Anna-Maria Goetz MA, Susanne Möllers MA, Adrian Anton MA) und AFD/ Museum für Sepulkralkultur, Kassel (Prof. Dr. Reiner Sörries, Andreas Ströbl, Dagmar Kuhle)

 

Freitag, 18. März

  1. Johannes Wende: Die verweigerte Todespersonifikation in den Filmen der Final-Destination-Reihe
  2. Anna-Livia Pfeiffer: Asche und Utopie – monumentale Urnenanlagen des 18. und 20. Jahrhunderts
  3. Eva Burneleit: Necrologium Vitae – Digitale Räume zur Reintegration des Be-Greifbaren Todes

Sonnabend, 19. März

  1. Antje Mickan: Bestattungswünsche alter Menschen
  2. Julia Jäger: Einstellungswandel zum Suizid – Untersucht am Beispiel der Sterbehilfe
  3. Mirko Uhlig/Dagmar Hänel: „Im Sommer näher am Himmel“ – Der Wald als letzte Ruhestätte. Film über Waldbestattungen.
  4. Regina Ströbl und Andreas Ströbl: Projekt Gruftarchäologie – Neuzeitliche Bestattungen des 16. – 19. Jahrhunderts
  5. Philipp Dotschev: Zur Bestattungspraxis auf simultan genutzten Dorfkirchhöfen. Beispiele aus dem Osnabrücker Land (1648 – 1815)
  6. Anja Kretschmer: Private Grabarchitektur auf städtischen Friedhöfen. Von der Verbürgerlichung des Mausoleums am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns (19. Jh.)
  7. Stephan Hadraschek: Geschichte des Bestattungswesens in Berlin
  8. Antje Kahl: Das Unternehmen Bestattung – Der Tod als Vermarktungsobjekt
  9. Frank Thieme: Die feinen Unterschiede – soziale Ungleichheit über den Tod hinaus Neue Vielfalt der Bestattungskultur in der individualisierten Gesellschaft

Sicher eine gute Möglichkeit, die Forschungen zu diskutieren und sich untereinander zu vernetzen.

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Autoren im Verlag – Bücher erhalten eine Chance

Montag, 7. März 2011 19:56

[Trigami-Review] – der Werbeblock –

Gerne habe ich gratis ein Buch bestellt, um das Angebot des Wagner-Verlages zu testen und darüber zu berichten. Ich bin immer neugierig, wenn es etwas aus der Bestattungsbranche zu lesen gibt. Ich brauchte nur kurz im Angebot stöbern und hatte das Passende gefunden: “Der letzte Wagen ist immer ein Kombi. Die letzte Ruhestätte von A-Z”, geschrieben von einem Friedhofswärter. Der Bestellvorgang auf der Plattform hat den Test schon mal bestanden. Das Buch war zwei Tage später bei mir. Beim genüßlichen Stöbern stieß ich auf einen Satz, den ich bei meinem nächsten Seminar für Friedhofsmitarbeiter mit diesen sicher diskutieren werde.

“Den trauernden Angehörigen direkt nach dem Tod eines geliebten Menschen das Nutzungsrecht an einer Grabstätte zu verkaufen, gehört zu einer sehr sensiblen Aufgabe. (…) In einem solchen Moment kann man den Hinterbliebenen erklären, was man will, es bleibt da nicht viel hängen.”

Damit die Menschen sich schon vorher mit der letzten Ruhestätte beschäftigen, hat Volker Rethmeier die wichtigsten Informationen zusammengetragen, verbunden mit einer guten Portion Humor und Gelassenheit aus zwanzig Jahren Berufserfahrung.

Nicht jeder unbekannte Autor, nicht jede Autorin hat die Chance, dass das eigene Buch verlegt wird. Beim Wagner-Verlag können Menschen sich den Traum erfüllen, ihr Manuskript als gedrucktes Buch zu veröffentlichen. Das Manuskript wird kostenfrei geprüft und ein Angebot erstellt. Der Autor beteiligt sich an den Kosten für den Druck und je nach eigener Strategie auch an den Kosten Vermarktung. Das Risiko trägt der Kunde, dafür hilft der Verlag beim Lektorat, der individuellen Buchgestaltung sowie Autoren- und Leserwünschen.

Der Verlag sucht Autoren, die ihre Bücher nicht für die breite Masse umschreiben sondern “ihr” Buch verwirklichen wollen. Ich habe viele Erlebnisberichte aus dem Zweiten Weltkrieg und Berichte über außergewöhnliche Erfahrungen im Angebot entdeckt. Sicher nicht die Themen für einen Bestseller, aber welches der vielen Tausend neuen Bücher jedes Jahr schafft es schon auf die Bestsellerlisten. Wer sich unsicher ist, kann im Vorfeld Textauszüge online stellen und sie von anderen bewerten lassen. In der Schreibwerkstatt bekommen neue Autoren gute Tipps, worauf es beim Schreiben ankommt.

Im Programm sind Gedichtbände, Romane, Tiergeschichten, Kinderbücher, Jugendbücher und Sachbücher. Die Bücher im Verlag werden auf der Webseite vorgestellt. Regelmäßig ist der Verlag bei der Frankfurter und der Leipziger Buchmesse vertreten. Einen Eindruck der Präsentation dort gibt’s auf dem Video. Wer aktuell über das Angebot und die Aktivitäten des Wagner-Verlages informiert werden möchte, wird Fan des Verlags auf Facebook. Wer bewegte Bilder mag, kann hier ein Video über die Arbeit des Verlages anschauen.

Wer jetzt selbst im Angebot stöbern möchte – hier geht`s zum Wagner-Verlag

 

 

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