Beiträge vom April, 2011

Der Facebook-Sog. Lust und Last eines sozialen Netzwerkes.

Mittwoch, 27. April 2011 10:20

Regelmäßig frage ich bei meinen Vorträgen, wer von den Anwesenden ein Profil bei Facebook (=fb) hat. Seltsamerweise sind es die wenigsten. Dabei sind nach aktueller Nutzerstatistik inzwischen 16.215.380 Deutsche (Stand 13.3.2011)  auf fb mit einem Profil vertreten. Im Klartext sind das über 16 Millionen. Meine Zuhörenden gehören nicht zu den Digital Native, das könnte ihre fb-Absenz erklären. Denn die Statistik zeigt einen rapiden Schwund bei den über 35jährigen, hier sind es gerade mal 2, 4 Millionen. Man könnte auch sagen: immerhin 2,4 Millionen. Deshalb würde sich fb auf alle Fälle lohnen. Seit fb boomt und ständig in den Medien ist, frage ich mich, ob ich das wirklich brauche. Für mich persönlich kann ich es verneinen. Für mein Unternehmen SEMNO wird es sich zeigen.

Meine Geschichte des Facebook-Soges:

Herbst 2010:
Ich lege ein Profil an.  Warum? Weil ich eine Diskussion über einen Artikel in der Computerzeitschrift Chip weiter verfolgen wollte. Das ging nur mit einem eigenem Profil. Weiter mache ich nichts mit fb.

Eine paar Tage später:
Mein Profil haben drei Leute aus meinem Bekanntenkreis entdeckt, die mich prompt über fb kontaktiert haben. Dem einen habe ich eine E-Mail geschickt, die anderen habe ich getroffen und verkündet: ich nutze fb nur, um lesen zu können.

Februar 2011:
Zunehmend haben meine Kooperationspartner eine Fanpage und bitten darum, dass ich ihr “gefällt mir” anklicke.

Anfang März 2011:
Ich richte eine Fanpage für SEMNO ein. Ich brauche Stunden um die Privatsphäre-Einstellungen und das Zusammenspiel von privatem Account und Fanpage zu ergründen. Einmal ist meine angelegte Seite wieder weg, ich wiederhole die Prozedur. Am nächsten Tag ist sie wieder da, jetzt habe ich zwei und verbringe wiederum Zeit herauszufinden, wie ich die eine wieder löschen kann. Hartnäckige Meldung “Du bist nicht befugt Semno zu löschen”. Wie? Nicht befugt? Irgendwie finde ich dann heraus, wie es geht.

Ende März 2011:
Ich habe Die Fanpage erstellt und schaue mich selbst mal um, wer von meinen Kooperationspartnern oder welches interessante Unternehmen selbst eine Fanpage hat.

April 2011:
Ich brauche noch weitere 19 Menschen, denen Semno gefällt und die den Button klicken. Erst dann bekomme ich die aussagekräftige URL. So funktioniert der Sog. Das Prinzip Facebook ist: ziehe andere mit hinein. Wer schon bei Facebook ist oder wer schon seit langem hinein wollte: hier ist war der Button.

Edit: 7.9.11 Draufklicken nicht mehr möglich. Man will ja keinen Ärger bekommen, von wegen ULD Verlautbarung und den sich anschließenden Diskussionen.

Thema: Internet | Kommentare (0) | Autor:

Man sieht sich – Friedhofsimpressionen

Samstag, 16. April 2011 11:25

Zeichen der Moderne auf dem Dorffriedhof. Inschrift auf einem Grabstein.

Thema: Fotos, Friedhof | Kommentare (2) | Autor:

Bonmot – Ich sage ihm Bescheid

Mittwoch, 13. April 2011 9:18

Das Personal in den Kliniken ist nicht immer sensibel im Umgang mit Angehörigen verstorbener Menschen. Einen kleinen Dialog aus der Klinik erzählte mir vor kurzem eine Frau, deren Bruder gerade verstorben war. Sie fragte nach den Befunden ihres Bruders.

“Die darf nur der Patient anfordern”, war die Antwort.

Sie entgegnete darauf:

“Wenn ich die Urne sehe, sage ich meinem Bruder Bescheid.”

Thema: Bonmot | Kommentare (0) | Autor:

Die Zukunft gehört der digitalen Autopsie

Samstag, 9. April 2011 10:12

Einen witzigen Namen haben die Forscher für ihre neue Entwicklung gefunden: Virtopsy. Weniger witzig ist der Anlass für diese technische Neuerung. Es ist ein Gerät zur Untersuchung von Leichen, das schon bald die Autopie revolutienieren könnte. Die Virtopsy wird von einem hochtechnisierten Helfer, genannt Virtobot, durchgeführt. Sie ermöglicht ein sehr genaues, dreidimensionales Bild des Körpers. Für Gerichtsmediziner werden Dinge sichtbar, die bei der herkömmlichen Autopsie so nicht sichtbar sind. Ein weiterer Vorteil: theoretisch können die gespeicherten Daten auch nachträglich in Gerichtsprozessen eine Rolle spielen. Der Leichnam ist dann schon längst eingeäschert oder beigesetzt.

Entwickelt wurde das Verfahren im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts Co-Me am Rechtsmedizinischen Institut der Universität Bern.

Einblicke in das Verfahren geben mehrere Videos auf der Webseite des Projektes.

Thema: Friedhof | Kommentare (0) | Autor:

Die Pax-Messe in Gießen 8.-10. April

Dienstag, 5. April 2011 10:00

www.messe-pax.de - PAX - Hessische Messe für Bestattungskultur

In Gießen findet mit der PAX-Messe erstmals eine Messe für Bestattungskultur statt. Parallel dazu tagt Freitag und Samstag der Hessische Bestattertag. Der Sonntag ist als publikumsoffener Tag geplant. Die Pax gehört nicht zu den ganz großen Messen, sondern ist eher “hessisch lokal” konzipiert.

Der Hessische Bestattertag wartet mit einem interessanten Programm auf. Besonders spannend finde ich die am Freitag die Podiumsdiskussion „Urne to go ?” – Friedhofszwang als kommunale Einnahmequelle in einer globalisierten Gesellschaft? – Für den Bestattertag können sich nur Fachbesucher anmelden.

Der Sonntag ist für alle interessierten Menschen offen. In zwei Ausstellungshallen präsentieren sich Unternehmen aus der Bestattungsbranche, aber auch regionale Beratungsstellen. Zu sehen ist auch die Kofferausstellung des Projekts „Ein Koffer für die letzte Reise“ des unkonventionellen Trauerbegleiters Fritz Roth.  103 Menschen – Frauen und Männer, Alte und Junge, Künstler und Handwerker, prominente und Nicht- Prominente – packten den Koffer, der sie auf ihrer Reise aus diesem Leben begleiten könnte. Die Ausstellung regt an sich  auf die Endlichkeit jeden Lebens und auf die Notwendigkeit der Identifikation des individuell Wesentlichen zu besinnen.

Ebenfalls hält der publikumsoffene Tag ein umfangreiches Vortragsprogramm bereit. Hier bin ich mit einem Vortrag  mit dem Thema “Tod 2.0 – wie im Internet getrauert wird” vertreten.

Ort: Ausstellungszentrum Hessenhallen, 35398 Gießen
Zeiten: 8. – 10. April 2011
Fachbesucher: Freitag 14 – 17 Uhr und Samstag 10 – 17 Uhr
Publikumsoffener Tag: Sonntag 10 – 17 Uhr

 

Thema: Digitaler Nachlass, Empfehlungen, Internet | Kommentare (0) | Autor: