Beitrags-Archiv für die Kategory 'Blog'

Mein Blog hat Geburtstag

Sonntag, 31. Januar 2010 10:38

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Heute vor einem Jahr erschien der erste Artikel

Jetzt, ein Jahr weiter, ist es Zeit eine kleine Rückschau zu halten. Zuerst die Statistik: insgesamt 140 Artikel sind erschienen. Das sind pro Woche zwei bis drei Beiträge. Weitere 78 Entwürfe warten auf eine Bearbeitung, unter anderem die weiteren elf Monate in der neuen Reihe “bemerkenswerte Trauerreden”. Ebensoviele Ideen habe ich notiert, doch die Recherche steht aus. Meist ziehe ich die aktuellen Themen vor, der Rest ist für die Zeiten der Flaute.

Mir macht es Spaß hier zu schreiben.  Anfängliche Zweifel, ob mir nicht irgendwann der Stoff ausgeht oder ich die Lust verliere sind Vergangenheit. Inzwischen gebe ich die technische Betreuung des Blogs ab, mir fehlt einfach die weitere Kompetenz dazu und die Zeit. Die Welt des Bloggens erschließt sich mir peu à peu. Am meisten freue ich mich über die Resonanz in Form von Kommentaren, Emails, oder wenn jemand bei einer Veranstaltung auf mich zukommt und sich als Leser oder Leserin outet.  Im ersten Jahr gefüttert und gepäppelt, fängt mein Blog an Laufen zu lernen. Mal sehen wohin die Reise geht.

Thema: Blog | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Blog-Testamente sind durchaus sinnvoll

Sonntag, 17. Januar 2010 15:32

Erlebte Synchronizität könnte ich das bezeichnen. Gestern mittag lag ich auf dem Bett und mir kam der Gedanke, was aus diesem Blog wird, falls ich plötzlich sterben sollte. Ich habe mir vorgenommen, für diesen Fall selbst einen Beitrag zu schreiben. Er soll veröffentlicht werden und eine Weile stehen bleiben.

Vor einigen Wochen wurde ich gebeten, für das Portal eines Bestatters einen Beitrag zu schreiben. Der Artikel ist zu meinem Lieblingsthema “Verstorbene im Internet”. Heute schaue ich nach, was aus diesem Beitrag geworden ist und sehe einen Kommentar. Cekado fragt:

Was geschieht mit meinem internetten Leben, wenn das Leben beendet ist?

Er schlägt Bloggern vor, ein eigenes Blog-Testament zu verfassen. Aufgegriffen wurde dies hier und hier und hier. Und er berichtet von dieser Bloggerin, die kürzlich ihr Blog-Testament veröffentlicht hat. Es ist eine Mischung zwischen humorvoll und real. Diese Bloggerin bloggte unter Kroetengrün und ist am 13. Dezember 2009 verstorben.

So scherzhaft alles noch zu Lebzeiten gemeint ist, so wichtig wird es vielleicht für irgendjemanden werden, der dann trauert, wenn der Tod des Bloggers eingetreten ist.

Thema: Blog, Internet, Trauer | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Zum Jahresende ein paar neue Funktionen auf meinem Blog

Sonntag, 20. Dezember 2009 14:00

So wie ich vor Weihnachten mit dem Auto durch die Waschstraße fahre, hat mein Blog in den letzten Tagen auch eine Generalüberholung bekommen. Kein plötzlicher Wechsel des Layout, nein – nur kleine aber längst überfällige Anpassungen in Schriftgrößen und -farben,  eine Fehlerbehebung in der Artikelnavigation und zwei Plugins, die die Navigation etwas übersichtlicher machen.

Zum einen ist das Contextual Related Posts.  In der Artikelansicht wird jetzt unter dem Artikel auf weitere interessante Artikel hingewiesen. Die angezeigten Artikel haben ähnliche Themen, Tags oder Kategorien.

Das andere Plugin Organize Series finde ich persönlich noch interessanter. Es kennzeichnet Artikelserien. Welche Serien es auf dem Blog gibt, ist in der rechten Spalte unter “Artikelserien” sichtbar, jeweils mit der Anzahl der Beiträge. Wen zum Beispiel besonders interessiert, welche Bücher ich empfehle, findet hier eine Übersicht.

Thema: Blog | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Warum sich bloggen lohnt

Mittwoch, 16. September 2009 9:30

“Ich bin gerade auf Ihren Blog gestoßen und wirklich begeistert von den Beiträgen und Dingen die Sie hier so sammeln. Besonders der Bereich Empfehlungen gefällt mir sehr gut.”

Diese Rückmeldung hatte ich vor kurzem in meinem Postfach. Das erwärmt mein Herz und bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass Informationen dazu da sind um weitergegeben zu werden.

Früher, was habe ich da Zeit in Bibliotheken verbracht und Kataloge durchgeblättert. Den Ordner voller ausgeschnittener Zeitungsartikel habe ich irgendwann unbearbeitet im Altpapier entsorgt.

Ich gebe zu, ich bin begeistert von den Möglichkeiten der digitalisierten Information. Inzwischen ist nicht mehr das Finden von Information das Problem, sondern Informationen zu systematisieren und zu verarbeiten.

Für mich ist der Blog auch so etwas wie eine veröffentlichte Materialsammlung und die Möglichkeiten die Inhalte zu diskutieren (was zugegebenermaßen wenig genutzt wird). Manche Menschen hüten ihr gesammeltes Material wie ihren Augapfel. Was sie sich selbst mühsam erarbeitet haben, das soll ihren Vorsprung vor anderen sichern. Solche Gedanken sind mir nicht fremd, doch inzwischen schätze ich die Kontakte die über den freien Austausch entstehen sehr. In Webdeutsch wird das community genannt.

So ist es gedacht: profitieren Sie von dem hier vorgestellten Material. Wenn es benutzt wird, dann profitiert am Ende die Sterbe-, Bestattung- und Trauerkultur. Dann habe nicht nur ich was davon, sondern die Menschen.

Thema: Blog | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

bestattungskultur zu verkaufen

Montag, 13. Juli 2009 10:00

Vor kurzem habe ich nach der Telefonnummer einer Friedhofsverwaltung gesucht. Unter www.friedhof-NameDerStadt.de finde ich die gesuchte Nummer nicht. Stattdessen kann ich dort den Domainnamen kaufen. Webseite und Onlineshop bestelle ich am besten gleich mit. Es gibt Firmen die Domains nach dem Muster www.Branche-NameDerStadt.de flächendeckend anbieten.

Als  Namen für diesen Blog war www.bestattungskultur.de naheliegend. Was ich fand ist ein Lehrstück über die Kultur der freien Marktwirtschaft. Ich könnte mir die bestattungskultur kaufen. Sie wird von einem Domain-Spekulanten angeboten, ebenso www.trauerfeier.de und www.bestattungswelt.de. Manch eine/r aus der Branche hat sich frühzeitig mit den Mechanismen des Internet beschäftigt und sich gute Domainnamen gesichert. Auf die Unternehmens-Webseite verlinkt, führen sie die Leute zum eigentlichen Angebot.

Gute Domainnamen werden von Unternehmen aufgekauft.  Die Masse macht’s. Irgendwann findet sich einer, der bereit ist für den Domainnamen Geld auszugeben.

Domainnamen werden wie Immobilien verkauft, versteigert und vermietet. Angesichts eines immensen Überangebots ist der Handel alles andere als einfach. Mit attraktiven Namen ist trotzdem ein Erfolg möglich.

schreibt Sven Lennartz auf seinem Blog. Anschließend gibt er gute Hinweise, wie Domainhandel funktioniert und auf was bei der Wahl der Domainnamen zu achten ist. Rekordpreise sind allerdings sind selten.

Sehr selten sogar. Eine gute Übersicht über bisher erzielte Preise bietet der Domain-Spiegel. Selbst wirklich attraktive Namen dürften kaum mehr als 500 bis 1000 Euro erzielen.

Die meisten kleineren und mittleren Dienstleister weichen auf freie Domainnamen aus. Mir selbst widerstrebt es auch, hier die Kommerzialisierung voranzutreiben. Zumal ein guter Domainname verbunden sein muss mit einer guten Suchmaschinenoptimierung (SEO). Diese professionelle Herangehensweise scheitert zum einen oft an der Internetkompetenz, zum anderem am Geld.

Bei DENIC, einer  eingetragenen Genossenschaft, die die Top Level Domain .de verwaltet, kann jeder selbst  nachschauen, ob eine Domain noch frei oder wer der Inhaber einer Domain ist. Allen Baustellenschildern, Plattformen von Domainhändlern und Fehlermeldungen zum Trotz.

verwandter Artikel: Namensfindung leicht gemacht

Thema: Blog, Internet, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Deutsche Bloggerkultur

Samstag, 27. Juni 2009 12:00

© PeJo - Fotolia.com

Manchmal mache ich mir schon Gedanken, ob die ganze Arbeit an diesem Blog lohnt. Was schätzen Sie, wieviel Leuten ich schon erklärt habe, was ein Blog überhaupt ist und worin Blogs sich von anderen Webseiten unterscheiden?

Menschen in der Bestattungsbranche sind als Internetnutzer eher konservativ. Beschreibend ausgedrückt. Doch was noch nicht ist, kann ja noch werden. Mit etwas Zeitverzögerung werden Blogs, Wikis und Communities auch auf den Bildschirmen der Branche ankommen.

Das liegt insgesamt im Trend des Kulturvergleiches, den der Basic Thinking Blog aufgestellt hat.

Es gab keine “deutsche Blogger-Kultur”. Der Radius der Insider-Gemeinde war lange Zeit gering, sowohl bei der Zahl der Themen als auch bei der Leserschaft.

Basic Thinking meint, dass sich das Blatt gewendet hat und ruft das Jahr 2009 zum Blog-Wahrnehmungs-Wendejahr aus.  Der  Zeitgeist hat gut gearbeitet und die allgemeine Medienkompetenz nimmt zu.

Während die Medien derzeit orientierungslos und mit großer Verspätung im Web 2.0 ankommen, haben Blogs ihr Publikum bereits empfangen.

Auch ich empfange Sie auf meinem Blog mit offenen Armen. Herzlich willkommen.

Thema: Blog | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky