Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bonmot'

Bonmot – nur gestorben

Samstag, 14. August 2010 14:40

Vor kurzem habe ich in eindrücklichen Bildern von meinem verstorbenen Vater geträumt. Eine Mutter erzählt, dass ihr Sohn, der mit 13 Jahren an Krebs gestorben ist, ihr drei Tage nach seinem Tod im Traum gesagt hat, dass er jetzt gut auf der anderen Seite angekommen ist. Ein Mann erzählt von einem Traum, in dem sein Vater sich in einem Gerichtssaal zu ihm umdrehte und ihn freisprach.

Ich erzählte einer Freundin von meinem Traum. Ihr Kommentar:

“So ist das mit unseren Lieben,
sie sind eben nicht tot, nur gestorben.”

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Bitte stellen Sie einen Antrag

Montag, 8. März 2010 15:13

© Liv Friis-larsen - Fotolia.com

Nachdem ein Mensch gestorben ist, müssen die Angehörigen eine ganze Reihe von Ämtern und Vertragspartnern benachrichtigen. Die Rente, die GEZ, verschiedene Versicherungen, Zeitungsabos, Bankkonten, Mitgliedschaften in Vereinen und natürlich die Krankenkasse. Ein Mann, dessen Frau verstorben ist, berichtet von einem Telefonat mit der Krankenkasse seiner Frau.

Hotline

“Krankenkasse xy, mein Name ist Maier, was kann ich für Sie tun?”

Herr Müller

“Guten Tag, mein Name ist Müller, ich brauche ein paar Auskünfte, meine Frau ist verstorben…”

Schweigen

Herr Müller

“Hallo, sind Sie am Telefon?”

Hotline

“Jaaaa, worum geht es?”

Herr Müller

“Mein Name ist Müller,  meine Frau ist verstorben …”

Hotline

“Da müssen Sie einen Antrag zur Aufnahme ihrer Frau ins Krankenhaus stellen.”

Herr Müller (Name geändert) fragte mich dann, ob ich nicht ein Telefontraining für Mitarbeiter/innen von Krankenkassen über den Umgang mit Hinterbliebenen anbieten könnte. Werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf vorbereitet, dass jemand anruft, der den Tod eines Mitglieds der Krankenkasse anzeigt? Ist es so schwer “oh, das tut mir aber leid”, “mein Beileid”  oder “darf ich Ihnen mein Mitgefühl ausdrücken” zu sagen. Und dann richtig hinzuhören, worum es dem Anrufer geht? Ich aquiriere (bisher) nicht bei Krankenkassen oder Callcentern. Sollte ich aber angefragt werden, biete ich gerne eine entsprechende Schulung an.

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Bis zum letzten Atemzug tanzt das Leben in mir

Montag, 1. Februar 2010 9:30

Bis zum letzten Atemzug tanzt das Leben in mir.

Und dann

© Marina Lohrbach - Fotolia.com

tanzt es weiter

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Bonmot – einkaufen gehen

Montag, 11. Januar 2010 16:00

Menschen spüren oft, wenn sie sich dem Ende ihres Lebens nähern. Manche wollen nichts mehr essen, andere wollen nicht mehr ins Krankenhaus. Sie kommunizieren ihr nahendes Sterben nicht direkt, sondern verschlüsselt. Hörbar für den, der offen ist für den Raum, in den die Worte hinein gesprochen werden. In einem Trauergespräch erzählt eine Frau von einer solchen Kommunikation mit ihrem krebskranken Mann:

Mann: “Ich will nicht mehr ins Krankenhaus.”

Frau: “Was soll ich denn tun, wenn es dir schlecht geht?”

Mann: “Dann gehst du einkaufen.”

Frau: ” Und wenn es dir immer noch schlecht geht?”

Mann: “Dann gehst du etwas länger einkaufen.”


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Bonmot – Gottes Arme

Freitag, 27. November 2009 8:00

Ich spreche mit einer Frau, deren Bruder gestorben ist. Es geht um die Kindheit und den christlichen Glauben. Ihr Bruder ist eigene Wege gegangen. Für die Trauerfeier wünscht Sie sich dennoch die Gebete der Kindheit. Es ist für sie eine tröstliche Vorstellung, dass er in den Armen Gottes gehalten ist. Doch so richtig scheint sie dem Ganzen nicht zu trauen und sagt:

“Ich habe Angst, dass er da rausrutschen könnte aus Gottes Armen.

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