Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bonmot'

Bonmot – Was ist Realität

Freitag, 20. November 2009 18:09

Die Zeitungen sind voll von Schweinegrippe, seit der Film “2012″ in den Kinos angelaufen ist hat die Massenpanik neues Futter, Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur, selbsternannte Weltenretter wittern das große Geschäft. Da ist doch dieser Satz ganz passend:

“Realität ist das, was nicht verschwindet,
wenn man aufhört daran zu glauben.”

sagt Phillip K. Dick, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor in seinem Roman Valis. Der muss es ja wissen.

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Bonmot – vor 25 Jahren

Montag, 26. Oktober 2009 10:31

Aus einem Telefonat:

“Das ist fünfundzwanzig Jahre her.
Deshalb müssen wir jetzt nicht weinen.

Trauer ist zeitlos. Manchmal öffnet sich noch einmal die Tür zur Trauer, die man schon längst überwunden glaubte. Meist geschieht dies in neuen Abschiedssituationen.

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Bonmot – wie Hund und Katze

Montag, 5. Oktober 2009 19:25

Beziehungen jenseits von Verliebt, Verlobt, Verheiratet oder Geschieden sind nicht immer einfach in Worte zu fassen. Eine Frau charakterisiert die Beziehung zu ihrem verstorbenen Ex-Mann auf diese Weise:

“Wir waren wie Hund und Katze,
haben aber ab und zu dasselbe Körbchen benutzt.”

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Das Neueste vom Nichts

Mittwoch, 16. September 2009 9:04

“Die Leere hat nur Sinn, wenn sie irgendwo an ein Sein grenzt.”

Jeder der schon einmal freiwillig oder unfreiwillig mit Heidegger zu tun hatte, fühlt sich an ihn erinnert. Herr Wicht schreibt über das Nicht(s) und über das Sein. Doch eingängiger als Heidegger, irgendwie alltagstauglicher. Eine philosophische Alltagsgeschichte könnte man es nennen, den Text aus dem obiges Zitat entnommen ist.

Mir gefällt die Geschichte Wie es der Herr Meier mit dem Tod hält.

Wenn ich Abstand von Allem brauche lese ich in Zukunft das Neueste vom Nichts. Jetzt weiß ich, dass ich es auf dem Blog von Herrn Wicht finden kann.

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Die Dichter wussten es schon immer

Samstag, 12. September 2009 14:00

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Ohne Tod wären wir nichts. Marie Luise Kaschnitz gibt ein interessantes Experiment an die Hand:

Wenn einer sich vornähme, das Wort Tod nicht mehr zu benützen, auch kein anderes, das mit dem Tod zusammen hängt, mit dem Menschentod oder mit dem Sterben der Natur. (…)

Er hätte es nicht leicht, dieser Schreibende, jeden Augenblick müsste er sich zur Ordnung rufen, etwas, das sich eingeschlichen hat, wieder austilgen, schon der Sonnenuntergang wäre gefährlich, schon ein Abschied, und das braune Blatt, das herabweht, erschrocken streicht er das braune Blatt.

(Marie Luise Kaschnitz, aus: Steht noch dahin, Frankfurt/M.: Suhrkamp Verlage, 6. Aufl. 1981, S.21)

Dichter drücken in den Bildern der Natur ihre Erfahrungen mit dem Sterben aus. Zentral ist der Wandel und die Natürlichkeit des Todes. Viele Menschen fühlen sich von diesen Bildern emotional mehr angesprochen als von der christlichen Symbolik. Diese ist im Laufe der Geschichte entstanden und kulturell gewachsen . Die Natur ist unmittelbarer, auf dem gesamten Planeten zu finden, wir sind als Menschennatur Teil des großen Ganzen. Ein  Spaziergang im Wald oder am Strand bringt damit in Kontakt. Leben und Sterben sind so sinnfällig in der Natur.

Die Dämmerung naht -
im Sterben liegt der Tag…
Else Lasker-Schüler (aus: die Dämmerung naht)

Blätter fallen. Mich berührt
Was sich sanft bewegt (…)
Max Löwenthal (aus: Im Fallen)

Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden.
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht…
Hermann Hesse (aus: Welkes Blatt)

Dieser Artikel ist Beitrag 3 von 7 Beiträgen der Artikel-Serie Trauer und Naturerfahrung.

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