Beitrags-Archiv für die Kategory 'Digitaler Nachlass'

“Digitale Unsterblichkeit” mit Waybackmachines

Freitag, 20. Januar 2012 12:19

Regelmäßig werde ich gefragt, ob man denn was einmal veröffentlicht wurde aus dem Internet wieder herausbekommen kann. Einiges schon, sicher nicht alles. Dieser Betrag von Konrad Renners auf Youtube ist ein Beispiel dafür, wie die Archivierungsmaschine Waybackmachine frühere Ansichten von Webseiten archiviert. Anlass für ihn ist ein Blogartikel mit dem provozierenden Titel “Eine gigantische Maschine gegen den Tod.” Wobei er “Vergessen” statt “Tod” liest. Das entspricht eher den Tatsachen. Das Nichtvergessen des Internet sieht Renners in meinen Augen etwas zu positiv. Menschen verändern sich, sie lernen dazu. Frühere Äußerungen entsprechen nicht mehr der gegenwärtigen Überzeugung. Doch in der Waybackmachine bleibt es zugänglich. Andererseits war es mit Büchern noch nie etwas anderes. Das Internet macht die Recherche nur schneller und direkter.

Thema: Digitaler Nachlass, Internet | Kommentare (0) | Autor:

Adam Ostrow: Nach Ihrer endgültigen Status-Aktualisierung | Video on TED.com

Samstag, 24. Dezember 2011 11:09

The face of a robot woman

 

 

 

 

 

 

 

Der Journalist Adam Ostrow ist ein Spezialist für Neue Medien. Er ist verantwortlich für Mashable, eine der größten unabhängigen News-Seiten im Internet. Er spricht über die Evolution des Web. In dem folgenden Beitrag wagt er, ausgehend von momentanen Entwicklungen, Fragen für die Zukunft zu stellen. [...]

Thema: Digitaler Nachlass, Internet | Kommentare (0) | Autor:

Chillen mit Jesus

Donnerstag, 17. November 2011 10:17

Auf der Plattform gutefrage.net werden ernsthafte und weniger ernsthafte Fragen gestellt, gute und weniger gute Antworten kommen zurück. Auf die Frage “Was passiert mit dem Facebookprofil von Verstorbenen?” gab es diese erhellende Antwort:

“am geilsten ist, wenn du das password kennst und in seinen status schreibst : chillt mit jesus. also ich fänd cool wenn das jemand für mich machen würde”

Anhand der Antworten und Diskussionen wird schnell klar, dass es viel Nichtwissen, Halbwissen und Möchtegernwissen gibt. Wer hier eine ernstgemeinte Frage stellt, sollte gut gewappnet sein. Besonders, wenn er gerade selbst betroffen ist. Trauernde sind sehr sensibel und können am allerwenigsten eine flapsige Antwort vertragen. Wer hier antwortet, ist sich nicht immer bewusst, dass die Frage aus einer Betroffenheit des Fragestellers kommen könnte.

Hier gibt es alles zum Nachlesen.

Thema: Digitaler Nachlass | Kommentare (0) | Autor:

ARD Ratgeber Recht “Das digitale Erbe”

Montag, 14. November 2011 22:47

DasErste.de – Ratgeber – Ratgeber Recht

“Das digitale Erbe – Daten für die Ewigkeit”, so ist ein Beitrag in der Sendung ARD Ratgeber Recht überschrieben.

Nach dem Tod – Was geschieht mit den Daten im weltweiten Netz? Setzt die digitale Ewigkeit ein oder werden die Profile verstorbener zu Datenmüll. Dieser Frage ging die Sendung ARD Ratgeber Recht vor kurzem nach. Ein junger Mann erzählt von  seinen Erfahrungen mit dem Onlinenetzwerk Facebook. Nach dem Tod seiner Frau war es ein schwieriges Unterfangen, mit dem Profil seiner Frau eine Lösung zu finden. Angehörige, die nicht zu Lebzeiten mit der verstorbenen Person “befreundet” waren, fallen durch das Netz der Online-Erinnerung der Community. Ein Rechtsanwalt weist auf die rechtlichen Fragen hin: die Erben erben neben dem materiellen Eigentum die Rechte und Pflichten eines Verstorbenen, auch diejenigen von denen sie nichts wissen, weil die Informationen auf einer passwortgeschützten Festplatte liegen. In einem Interview mit Birgit Janetzky wird deutlich, dass es neben dem Löschen von Daten auch um das Bewahren geht. Um beides müssen sich die Angehörigen kümmern. Und sie dürfen sich dabei helfen lassen. Denn nicht jeder kennt sich auf allen vom Verstorbenen genutzten Plattformen aus oder hat die Zeit dafür.

Thema: Digitaler Nachlass | Kommentare (0) | Autor:

Die Pax-Messe in Gießen 8.-10. April

Dienstag, 5. April 2011 10:00

www.messe-pax.de - PAX - Hessische Messe für Bestattungskultur

In Gießen findet mit der PAX-Messe erstmals eine Messe für Bestattungskultur statt. Parallel dazu tagt Freitag und Samstag der Hessische Bestattertag. Der Sonntag ist als publikumsoffener Tag geplant. Die Pax gehört nicht zu den ganz großen Messen, sondern ist eher “hessisch lokal” konzipiert.

Der Hessische Bestattertag wartet mit einem interessanten Programm auf. Besonders spannend finde ich die am Freitag die Podiumsdiskussion „Urne to go ?” – Friedhofszwang als kommunale Einnahmequelle in einer globalisierten Gesellschaft? – Für den Bestattertag können sich nur Fachbesucher anmelden.

Der Sonntag ist für alle interessierten Menschen offen. In zwei Ausstellungshallen präsentieren sich Unternehmen aus der Bestattungsbranche, aber auch regionale Beratungsstellen. Zu sehen ist auch die Kofferausstellung des Projekts „Ein Koffer für die letzte Reise“ des unkonventionellen Trauerbegleiters Fritz Roth.  103 Menschen – Frauen und Männer, Alte und Junge, Künstler und Handwerker, prominente und Nicht- Prominente – packten den Koffer, der sie auf ihrer Reise aus diesem Leben begleiten könnte. Die Ausstellung regt an sich  auf die Endlichkeit jeden Lebens und auf die Notwendigkeit der Identifikation des individuell Wesentlichen zu besinnen.

Ebenfalls hält der publikumsoffene Tag ein umfangreiches Vortragsprogramm bereit. Hier bin ich mit einem Vortrag  mit dem Thema “Tod 2.0 – wie im Internet getrauert wird” vertreten.

Ort: Ausstellungszentrum Hessenhallen, 35398 Gießen
Zeiten: 8. – 10. April 2011
Fachbesucher: Freitag 14 – 17 Uhr und Samstag 10 – 17 Uhr
Publikumsoffener Tag: Sonntag 10 – 17 Uhr

 

Thema: Digitaler Nachlass, Empfehlungen, Internet | Kommentare (0) | Autor: