Beitrags-Archiv für die Kategory 'Empfehlungen'

4. Hamburger Kinderpalliativtage 23.-24. März

Mittwoch, 18. Januar 2012 10:32

Eine schwere oder lebensbedrohliche Erkrankung eines Kindes verändert das Leben einer Familie grundlegend. Betroffene Familien brauchen Begleitung und Unterstützung.

Das Kinder-Hospiz Sternenbrücke veranstaltet die Hamburger Kinderpalliatvtage, um Betroffenen, Begleitenden und professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Einrichtungen und Institutionen einen Erfahrungsaustausch, Qualifizierung und Anregung für die tägliche Arbeit zu bieten.

Die 4. Hamburger Kinderpalliativtage finden vom 23. bis 24. März 2012 statt.

Themen sind unter anderem „Schmerztherapie“, „ambulante Versorgung schwerstkranker Kinder“, „Ethische Fragestellungen in der Palliativversorgung“ und „Kommunikation“.  Die Veranstaltung bietet Raum für den Austausch mit ExpertInnen aus Theorie und Praxis und untereinander.

Das Programm sowie die Anmeldekarte zu den 4. Hamburger Kinderpalliativtage finden Sie hier.

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Freundeskreise Historischer Friedhöfe im Austausch

Dienstag, 10. Januar 2012 10:00

Ergänzung 17.02.2012 Die Veranstaltung musste leider vom Veranstalter abgesagt werden.

Veranstaltungshinweis

1. World Café für Freundeskreise historischer Friedhöfe
Samstag, 4. Februar 2012 in Kassel

Auf zahlreichen Friedhöfen gibt es aus kultureller Sicht „Kostbarkeiten“ zu bewahren. Viele Förderkreise für historische und andere Friedhöfe engagieren sich deshalb beispielsweise für erhaltenswerte Grabsteine, Kleinarchitekturen, Grünanlagen und auch den Naturschutz. Doch gibt es wenig Möglichkeiten zum Austausch zwischen solchen Freundeskreisen … was also machen eigentliche die anderen? [...]

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Friedwald: Waldbewusstsein und Bestattungskultur – Buchempfehlung

Sonntag, 8. Januar 2012 17:03

„Was verbinden Menschen mit dem Wald?“ Diese Frage ist einer der Zugänge, mit denen sich Stefanie Rüter dem Phänomen Waldbestattungen nähert. Seit etwas zehn Jahren hat diese Form der Bestattung auch Einzug in deutsche Wälder gehalten. Die Grundlage der empirischen Untersuchung zu dieser neuen Form der Bestattung, sind qualitative Interviews und das Gästebuch auf der Homepage der Friedwald GmbH. [...]

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Vier minus drei – Buchempfehlung

Freitag, 13. Mai 2011 12:45

Wie schafft es ein Buch, dass aus einem schweren Stoff besteht – der Unfalltod des Mannes und zweier kleiner Kinder – auf eine Bestseller-Liste? Vielleicht ist es das Stichwort “neues Leben”, im Untertitel “Wie ich nach dem Verlust meiner Familie zu einem neuen Leben fand.” Da wird man neugierig. Niemand kann sich vorstellen, wie das gehen soll. Allein der Gedanke an den Unfalltod eines nahestehenden Menschen lässt die meisten innerlich schaudern. Betroffene nehmen das Buch in die Hand, vielleicht in der Hoffnung Verständnis und Hilfe zu finden. Nichtbetroffene bauen schon mal vor für den Fall der Fälle?

Eine Stärke des Buches ist, dass Barbara Pachl-Eberhart so authentisch schreibt. Gar nicht marktschreierisch oder voller Selbstmitleid “was habe ich für ein schweres Schicksal!” Für mich macht der Reiz dieses Buches die Nüchternheit des Faktischen “Familie mit vier Personen – Unfall – drei sind tot -allein” aus, gepaart mit einer Leichtigkeit im Schreiben und dem in allem Schrecken aufblitzenden Humor. Richtig erleichternd ist dann, dass diese starke, beeindruckende Frau auch an ihre Grenze stößt. Sie nimmt die Leserinnen und Leser mit in den inneren Taumel, doch nie lässt sie sie dort zurück.

Ein bißchen Mut erfordert es schon, an diesem Schicksal teilzunehmen. Mein Blick verweilte länger auf den Bildern des Mannes, der beiden Kinder, der Familie. Berührt werden die eigenen Trauererfahrungen. Barbara Pachl-Eberhart schreitet mutig voran mit ihrer Ehrlichkeit, die weder sich noch andere schont. Sie schreitet voran in eine neue Beziehung, wenige Monate nach dem Tod ihrer Familie. Das ist für viele ein Tabu-Bruch. Die Leserin, der Leser kommen nicht umhin, ihr eigenes Leben zu befragen. Ein Trost am Ende ist: für ein “neues Leben” in Ehrlichkeit braucht nicht immer jemand zu sterben.

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7787-9217-9
€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 30,90* (empf. VK-Preis)

Auch als ebook erhältlich.

 

 

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Trauerrede in postmoderner Trauerkultur – Buchempfehlung

Montag, 9. Mai 2011 22:04

Gegenwärtig ringen die Kirchen  um Akzeptanz. Die Moderne stellt die Theologie vor Herausforderungen, die es früher so nicht gab, als die Konfessionen das gesellschaftliche Leben bestimmten. Sterben und Tod sind Erfahrungen, die viele Menschen aufrütteln. Sie suchen nach einem sinnstiftenden Halt, selbst wenn die Religion vorher keine Bedeutung mehr für sie hatte.

Die Trauerpastoral der Kirchen stellt sich auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ein. Die Beiträge dieses Bandes tragen dem Rechnung. Zunehmend werden auch Mitglieder der Kirchen von freiberuflichen Trauerrednern beerdigt. Die katholischen oder evangelischen Pastoren und Pastorinnen stehen vor einem heterogenen Publikum, dass zum Teil mit den  einfachsten rituellen Formem beim Begräbnis nicht mehr vertraut ist.

Vor zehn Jahren war es noch ungewöhnlich, dass kirchliche Vertreter von der “Trauerrede” sprachen. Der Fokus lag damals auf der “Begräbnisliturgie”, der “Begräbnishomilie” oder der “Begräbnispredigt”. Doch diese Begriffe “schränken den Rahmen konfessionell ein und decken sich nicht mehr mit der pluraler gewordenen Wirklichkeit von Reden und Ansprachen im Umfeld von Tod und Trauer” – so die Einleitung.

Trauerbegleitung, Trauerpastoral, biblische Ansätze, literarische Bezüge, Trauerrede als Beziehungsrede, christliche Verkündigung im Angesicht des Todes… Diese Inhalte nehmen die Trauerrede in ihren unterschiedlichen Aspekten auf. Die Beiträge dieses Buches bilden die innerkirchlichen Diskussionen und die Öffnung für die Entwicklungen der Moderne ab und laden zum Gespräch ein, nicht zuletzt die freien Rednerinnen und Redner, denen ein eigener Beitrag gewidmet ist.

In einer Zeit, in der so vieles machbar scheint, stellt der Tod eine absolute Grenze dar, der es sich zu stellen gilt. Die Trauer um einen verstorbenen Menschen fordert dabei von SeelsorgerInnen viel Einfühlungsvermögen. Nicht billiger Trost wird dabei erwartet, sondern Hilfestellung. Gerade die Vielfalt neuer Bestattungsformen und Trauerriten zwingt zu neuen Ansätzen.

Johann Pock, Ulrich Feeser-Lichterfeld (Hg.)
Trauerrede in postmoderner Trauerkultur
Reihe: Werkstatt Theologie – Praxisorientierte Studien und Diskurse
Bd. 18, 2011, 144 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-50284-1

 

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