Beitrags-Archiv für die Kategory 'Empfehlungen'

Schwester Tod – Buchempfehlung

Freitag, 6. August 2010 23:46

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Erni Kutter, Schwester Tod, Weibliche Trauerkultur, Abschiedsrituale, Gedenkbräuche, Erinnerungsfeste

Wer sich mit Ritualen und der Gestaltung von Abschiedsfeiern beschäftigt, kennt die Kluft zwischen den überlieferten Riten früherer Zeiten und der Ritenarmut moderner Begräbnisse. Gestorben wird meist in Kliniken und Pflegeeinrichtungen, die sozialen Einheiten, in denen Menschen leben sind kleiner geworden, Lebensübergänge werden nicht mehr gestaltet. Historisch ausgerichtete Beschreibungen von Sterbe- und Abschiedsritualen vergangener Zeiten wirken wie museale Relikte.

„Schwester Tod“ von Erni Kutter ist hilfreich, weil es beides zusammenbringt. Die Autorin verbindet historisches, rituelles und praktisches Wissen in Bezug auf die Sterbegleitung und den Tod. Sterbebegleitung und Totenfürsorge waren in unserem Kulturkreis eine Domäne der Frauen. Diesen Erfahrungsschatz hat die Autorin aufgespürt und in einem übersichtlich gegliederten Aufbau zugänglich gemacht. Der Fokus auf die weibliche Tradition bringt in den Blick, was uns allen, Frauen und Männern, gut täte. Eine Stärke des Buches ist, dass die Autorin frühere Gebräuche und Riten so aufgreift, dass sie auch im heutigen Kontext durchführbar sind. Es geht ihr nicht nur darum, Früheres darzustellen, sondern darum, es wieder zu beleben und für unsere Zeit weiterzuentwickeln. [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 7 von 7 Beiträgen der Artikel-Serie empfohlene Bücher.

Thema: Empfehlungen, Sterbebegleitung | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Der Ritenpotpourri – Podcast im Deutschlandradio

Freitag, 16. Juli 2010 15:39

Der Deutschlandfunk sendete eine Diskussion zur Bestattungskultur (30.06.10). Problematisiert wird die zunehmende Abschiednahme mit der Urne statt mit dem Sarg, die anonyme Bestattung und die relative junge Form der Baumbestattung.

Die Sendung ist eine gute Zusammenfassung der gegenwärtig diskutierten Themen. Während in den Medien das Begräbniss in der Regel als klassischer kirchlicher Ritus dargestellt wird, gibt es in der Realität längst einen Riten Potpourri (frz. „Allerlei“, „kunterbunte Mischung“).

Dieser Artikel ist Beitrag 4 von 4 Beiträgen der Artikel-Serie empfohlene Podcast.

Thema: Empfehlungen | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

“Unsterblich im Internet” Radiosendung von DRS1

Donnerstag, 1. Juli 2010 11:10

Viele Journalisten, die über das Thema “digitaler Nachlass” im Internet recherchieren, finden auf meinen Blog und auf das Angebot von Semno. Ein Unternehmen, das ich zusammen mit einem Informatiker begonnen habe, um Angehörige verstorbener Menschen zu unterstützen, den digitalen Nachlass zu regeln.

Für eine Sendung des DRS1 wurde ich von Michèle Renaud interviewt. DSR ist das Radioprogramm der deutschsprachigen Schweiz. Die Schweiz ist ja von Freiburg, wo ich lebe nicht weit. Hier im Dreiländereck habe ich mich inzwischen an den schwizerdütscher Sprachklang gewöhnt. Die Sendung ist in Schwizerdütsch gesprochen, mein Part allerdings in Hochdeutsch. Titel der Sendung: Unsterblich im Internet.

“Wenn wir sterben, ist für uns in der virtuellen Welt des Internets noch lange nicht Schluss. Mit unseren E-Mails, Webseiten oder Fotos bleiben wir ewig präsent. Für manche Menschen ist das ein Trost. So kann man nicht nur auf dem Friedhof dem Verstorbenen eine Kerze anzünden, sondern auch im Internet.”

Hier ist der Link zum Podcast, der auf der Webseite angehört oder auch heruntergeladen werden kann.

Die Sendung “Zwischenhalt” enthält Beiträge zu Kirchen und Religion. So wurde ich vor allem als Theologin angefragt. Im Anschluss an die Sendung läuten Glocken von Schweizer Kirchen den Sonntag ein.

Dieser Artikel ist Beitrag 3 von 4 Beiträgen der Artikel-Serie empfohlene Podcast.

Thema: Digitaler Nachlass, Empfehlungen, Internet | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Das Leben ist süß – Schweizer Schokolade selbst gemacht

Dienstag, 1. Juni 2010 9:07

[Trigami-Review]

Ich probiere gerne Sachen aus. Das Internet bringt Geschäftsmodelle hervor, die zum Ausprobieren einladen. Viele der Konzepte bedienen den Wunsch nach Individualität, die das Produkt zu etwas Besonderem machen.

Ausprobiert habe ich, mir eine Schokoladentafel selbst zu machen. Was natürlich nicht ganz richtig ist. Denn die Tafel macht MySwissChocolate für mich. Aber ich sage denen, was sie für mich machen dürfen. Ich habe die Wahl zwischen drei Scholadearten (weiss, Vollmilch, Zartbitter), danach zwischen zehn Geschmacksrichtungen und zu guter Letzt zwischen vielen vielen Zutaten und Decors. Tja, wer die Wahl hat, hat die … Lust.

Der Bedienvorgang ist einfach.

Die Seite lädt zum Experimentieren und Spielen ein.

Schokolade selber machen

Ich muss nicht lange warten, da kommt meine selbst kreierte Schweizer Schokolade per Post. Päckchen auspacken ist wie Weihnachten. Und so sieht dann mein Prachtstück aus:

das Leben ist süss - Schoggi

Passend zum Blog habe ich natürlich die dunkle Zartbitter mit der roten Rose genommen, nicht die Gummibärchen oder das Confetti.

Die eigene Schweizer Schokoladentafel eignet sich gut als Geschenk. Den Aufdruck kann man individuell formulieren. Swiss made gilt als Markenzeichen, das gilt auch für die swiss chocolate.

Ja, und so sieht es dann aus, nachdem ich mir das Leben versüsst habe:

danach

Für meine Leserinnen und Leser gibt es einen Gutschein Code. Damit können Sie sich mit 10%  Rabatt die eigene Schokolade kreieren: 4bd7ffd3cbe47  (gültig bis zum 31.7.2010) .

Jetzt zum Angebot

Thema: Empfehlungen, out of topic | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Vlad Dracul: Vorstadtheater in Basel

Samstag, 17. April 2010 10:49

Premiere Freitag 7. Mai 2010, 19 Uhr
Weitere Vorstellungen 9. Mai bis 3. Juni 2010
Alter ab 10 Jahren

Die Geschichte

Drei Totengräber auf einem Friedhof. Ein bleicher Organist an den Instrumenten. Mit Humor, Leidenschaft und viel Musik entwickeln sie die schönsten Beerdigungen der Welt, suchen nach ausgefallenen Zeremonien, erzählen von Liebe, Leben, Tod und Teufel. Bis plötzlich Vlad Dracul auftaucht. Vlad hat ein Problem: Er kann nicht sterben. In Anlehnung an die Dracula-Saga erzählt das Ensemble von Vlad Draculs unsterblichem Leben und seinem Wunsch nach ewiger Ruhe.

Vlad Spezial Vlad Bar im Mai

Zu den beiden 21 Uhr Vorstellungen am 14. und 21. Mai laden wir vor und nach der Vorstellung im Innenhof des Theaters zu Bloody Mary & Co ein. Geniessen Sie die hellen Nächte zwischen Fledermaus und Käuzchenruf.

Die Themen

Die Dracula-Saga bietet viel Stoff. neben der Faszination für Böses und Unheimliches ist Vlad Dracul eine Figur, die nicht von dieser Welt ist, noch festgehalten im Irdischen, es aber nicht loslassen könnend und dürfend. Mit dieser Biografie ist Vlad prädestiniert für existentielle Fragen zu Leben und Tod. Insbesondere für Kinder hat die Beschäftigung mit Sterberitualen eine grosse Faszination. in dem Bilderbuch „die besten Beerdigungen der Welt“ von Ulf Nilsson sind ihre Fantasien wunderbar eingefangen. doch auch Erwachsene werden bei diesem Thema herausgefordert: es gibt keine verbindlichen Regeln mehr, wie der Übergang vom Leben in den Tod zu gestalten ist. Die Vielfalt von Möglichkeiten macht zuweilen hilflos, was nach dem Tod kommt, entzieht sich eindeutigen Antworten. Wie mit dieser Situation umgehen? Auch die Totengräbergemeinschaft hat dazu unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen. An Vlad Dracul spitzen sich die Fragen zu. ist Vlad wirklich nur böse, oder hat er dafür Gründe? Was ist richtig, was ist falsch? Gibt es das überhaupt in diesem Kontext?

Die Premierenklasse

Die Produktion wird von einer Schulklasse begleitet. Zu Beginn des Probenprozesses wird unter der Anleitung unserer Theaterpädagogin Dalit Bloch mit dem Ensemble und der Klasse zum Thema Tod und Vampire Geschichten erarbeitet. Die Assoziationen der SchülerInnen werden als Material mit in die inszenierung einfliessen. die Klasse ist in den Probenprozess involviert und gibt zur Entwicklung der Produktion immer wieder ihr feedback. Zudem wird mit der Klasse eine Performance entwickelt, die als Strassentheater oder Werkstattaufführung die Geschichten der Kinder zum Thema theatralisch umsetzt. Welche Rituale fallen Ihnen zum Thema Tod und Leben ein? Wie möchten Sie Abschied nehmen?

Die Produktion

Diese Produktion wird unterstützt von: Kanton Basel-Stadt, Kanton Basel-Landschaft, Pro Helvetia, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Ernst-Göhner Stiftung Zug, GGG Basel, Scheidegger-Thommen Stiftung, DOMS Stiftung

Regie Matthias Grupp Spiel Gina Durler, Samuel Kübler, Hans Jürg Müller, Oliver Zgorelec Musik Florian Grupp Dramaturgie Heike Dürscheid Bühne Valentin Fischer Kostüme Eva Butzkies Technik und Mitarbeit Bühnenbau Bau Andreas Bächli / Michael Studer Regieassistenz Florence Ruckstuhl

alle Informationen beim Vorstadttheater Basel

Thema: Empfehlungen | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Ab heute Ausstellung “Du führst mich hinaus ins Weite…” Weil am Rhein

Mittwoch, 24. März 2010 9:12

Zum Nachdenken soll die Ausstellung anregen: über die eigene Endlichkeit, über Trauer und Verlust.

“Du führst mich hinaus ins Weite…”

Vom 24. März bis 5. April ist die Ausstellung in Weil am Rhein zu sehen. Ein interessantes Begleitprogramm mit Filmabenden, Vorträgen und einem interreligiöser Gesprächsabend stehen auf dem Programm. Das Zitat aus der Bibel (Psalm 18) weist auf den Hintergrund hin. Die katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul ist der Veranstalter.

Menschen wurden gebeten, ihren Koffer für die letzte Reise zu packen, die Gemälde eines Sterbenden werden gezeigt und das „Paradies“ -wie es die Ausstellungsmacher sehen. Sicher nicht zufällig ist der Zeitpunkt, denn auf Ostern hin wird das Thema aus dem christlichen Auferstehungsglauben heraus angegangen.

Weitere Informationen gibt es beim Trauernetzwerk Hochrhein. Dort kann auch das vollständige Programm herunter geladen werden.

Thema: Empfehlungen, Trauer | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky