Beitrags-Archiv für die Kategory 'Friedhof'

Fragebogen Gedenk- und Trauerstätten – Studentin bittet um Unterstützung

Donnerstag, 10. März 2011 11:34

Die Interfacedesignerin (B.A.) Eva Burneleit sucht für ihre Master-Arbeit zum Thema Tod im digitalen Zeitalter Menschen, die bereit sind, einen Fragebogen auszufüllen. Wie nutzen Sie Grabstellen, gehen Sie regelmäßig zum Grab, welche Bedeutung hat für Sie die Grabstelle … ?

Ziel der jungen Forscherin ist es, den Wandel der Bedeutung realer Trauer- und Gedenkstätten zu untersuchen und ob sich die Möglichkeiten des Gedenks im Internet auf die Friedhofskultur auswirken.

Die Fragebogen-Aktion läuft bis zum 21. März 2011. Wer sich beteiligen möchte findet die Online-Umfrage hier.

Sie können sich entscheiden, wie sehr Sie bei der Beantwortung der Fragen ins Detail gehen wollen. Keine der Fragen muss beantwortet werden. Sie können auch gerne vermerken, wenn Ihnen etwas zu persönlich ist. Die Angaben werden vollkommen vertraulich behandelt und fließen in anonymisierter Form in die Arbeit ein.

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Autoren im Verlag – Bücher erhalten eine Chance

Montag, 7. März 2011 19:56

[Trigami-Review] – der Werbeblock –

Gerne habe ich gratis ein Buch bestellt, um das Angebot des Wagner-Verlages zu testen und darüber zu berichten. Ich bin immer neugierig, wenn es etwas aus der Bestattungsbranche zu lesen gibt. Ich brauchte nur kurz im Angebot stöbern und hatte das Passende gefunden: “Der letzte Wagen ist immer ein Kombi. Die letzte Ruhestätte von A-Z”, geschrieben von einem Friedhofswärter. Der Bestellvorgang auf der Plattform hat den Test schon mal bestanden. Das Buch war zwei Tage später bei mir. Beim genüßlichen Stöbern stieß ich auf einen Satz, den ich bei meinem nächsten Seminar für Friedhofsmitarbeiter mit diesen sicher diskutieren werde.

“Den trauernden Angehörigen direkt nach dem Tod eines geliebten Menschen das Nutzungsrecht an einer Grabstätte zu verkaufen, gehört zu einer sehr sensiblen Aufgabe. (…) In einem solchen Moment kann man den Hinterbliebenen erklären, was man will, es bleibt da nicht viel hängen.”

Damit die Menschen sich schon vorher mit der letzten Ruhestätte beschäftigen, hat Volker Rethmeier die wichtigsten Informationen zusammengetragen, verbunden mit einer guten Portion Humor und Gelassenheit aus zwanzig Jahren Berufserfahrung.

Nicht jeder unbekannte Autor, nicht jede Autorin hat die Chance, dass das eigene Buch verlegt wird. Beim Wagner-Verlag können Menschen sich den Traum erfüllen, ihr Manuskript als gedrucktes Buch zu veröffentlichen. Das Manuskript wird kostenfrei geprüft und ein Angebot erstellt. Der Autor beteiligt sich an den Kosten für den Druck und je nach eigener Strategie auch an den Kosten Vermarktung. Das Risiko trägt der Kunde, dafür hilft der Verlag beim Lektorat, der individuellen Buchgestaltung sowie Autoren- und Leserwünschen.

Der Verlag sucht Autoren, die ihre Bücher nicht für die breite Masse umschreiben sondern “ihr” Buch verwirklichen wollen. Ich habe viele Erlebnisberichte aus dem Zweiten Weltkrieg und Berichte über außergewöhnliche Erfahrungen im Angebot entdeckt. Sicher nicht die Themen für einen Bestseller, aber welches der vielen Tausend neuen Bücher jedes Jahr schafft es schon auf die Bestsellerlisten. Wer sich unsicher ist, kann im Vorfeld Textauszüge online stellen und sie von anderen bewerten lassen. In der Schreibwerkstatt bekommen neue Autoren gute Tipps, worauf es beim Schreiben ankommt.

Im Programm sind Gedichtbände, Romane, Tiergeschichten, Kinderbücher, Jugendbücher und Sachbücher. Die Bücher im Verlag werden auf der Webseite vorgestellt. Regelmäßig ist der Verlag bei der Frankfurter und der Leipziger Buchmesse vertreten. Einen Eindruck der Präsentation dort gibt’s auf dem Video. Wer aktuell über das Angebot und die Aktivitäten des Wagner-Verlages informiert werden möchte, wird Fan des Verlags auf Facebook. Wer bewegte Bilder mag, kann hier ein Video über die Arbeit des Verlages anschauen.

Wer jetzt selbst im Angebot stöbern möchte – hier geht`s zum Wagner-Verlag

 

 

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Der Flieger – Buchempfehlung

Freitag, 15. Oktober 2010 10:03

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Maarten ’t Hart, Der Flieger

Die Frankfurter Buchmesse ist vor kurzem zu Ende gegangen. Doch das Buch, das ich vorstellen möchte ist kein “Jahrgang 2010″.  Genaugenommen ist 12 Jahre alt. Erstmals 1998 in den Niederlanden erschienen, wurde es erst 2008 auf Deutsch veröffentlicht.

»Mein Vater war Totengräber”, so sind die ersten Worte. Der Vater selbst bezeichnet sich lieber als “Grabmacher”. “Ich grabe keine Leute tot”, sagt er protestantisch korrekt. Er macht Gräber. Beharrlich weigert er sich Katholiken umzubetten, auf deren Grund und Boden neu gebaut werden soll. Sie müssten auf den neuen Friedhof rübergeschafft werden.

Erzählt wird die Geschichte von seinem Sohn, einem lesehungrigen Knaben, der in die Tochter der neuen Nachbarn verknallt ist. Sehr direkt, manchmal derb, aber immer liebevoll, schildert er die Vorgänge auf dem Friedhof. Und so wechselt der Roman von einem Satz zum anderen von den Gerüchen beim “Umbetten” zu hochgeistiger Literatur.

Maarten ’t Harts Roman ist lustig, bei jedem Umblättern der Seite überraschend und durchaus anspruchsvoll. Geht es doch seitenweise um theologische Argumentationen und Presbyter, die gekonnt Bibelzitate um sich werfen. Nicht nur Theologen haben ihre Freude an den Einblicken in die calvinistische Religiosität, die Probleme, die der Mittelscheitel des neuen Pastors der Gemeinde bereitet, und dem Wortwitz des Nachbarn Ginus, der einen Haufen Ärger wegen seiner eigenwilligen Auslegung der Schriften bekommt.

Maarten ’t Hart, Der Flieger, Roman, erschienen bei Piper
€ 8,95 [D], € 9,20 [A] ISBN: 9783492258791

Dieser Artikel ist Beitrag 8 von 14 Beiträgen der Artikel-Serie Empfohlene Bücher.

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Alle Jahre wieder Tag des Friedhofs

Donnerstag, 30. September 2010 10:07

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Tag des Friedhofs in Freiburg

Inzwischen ist der “Tag des Friedhofs” in vielen Städten schon eine Art Institution geworden. Auf Initiative von Städten und Kommunen, Friedhofsverwaltungen, Friedhofsgärtnern, Bestattern, Steinmetzen, Floristen und der Religionsgemeinschaften entsteht jährlich im Herbst eine bunte Vielfalt von Angeboten. Der Friedhof wird als Ort der Lebenden in Erinnerung gebracht, damit die Lebenden ihre Toten auf dem Friedhof begraben lassen und nicht in die Wälder und Flüsse, zur Ostsee und auf die Schweizer Almwiese bringen.

Am vergangenen Sonntag gab es einen solchen Tag auch hier in Freiburg, der Stadt, in der ich lebe. Vorneweg gesagt, das Angebot war abwechslungsreich und wurde von der Bevölkerung gut angenommen. Vorträge, Führungen, Trauercafe und Ausstellung waren gut besucht. Einzig der “Musikalische Spaziergang” über den Hauptfriedhof mit den Street  Stompers, endete recht schnell unter einem schützenden Dach. Es war die Stunde des großen Regenschauers.

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Der Friedhof bot an diesem Tag nicht nur Kultur und Natur, sondern bei der Podiumsdiskussion zum Thema “Wer muss die Bestattung bezahlen” auch Streitkultur. Die Brisanz des Themas war den Nichtfachleuten unter den Besuchern sicher nicht im Vorfeld bewusst, dafür aber den zahlreich erschienenen Bestattern. Immer mehr Menschen sind auf die (teilweise) Übernahme der Bestattungskosten durch “das Amt” angewiesen. Die Kosten steigen. Die Aktenberge der Sachbearbeiter werden immer höher. Die Bestatter warten immer länger auf’s Geld. Und die Spezialität in Freiburg: die Grundlage für die Übernahme einzelner Posten auf der Bestattungsrechnung ist nicht transparent. So wurde deren Veröffentlichung auch vehement eingefordert. Ob der “normale Besucher”, die “normale Besucherin” noch nachvollziehen konnte, worum es genau geht, sei dahingestellt. Aber Hut ab vor den Veranstaltern, die es gewagt haben, dieses brennende Thema öffentlich mit einem gut durchmischten Podium zu diskutieren.

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Wem nach der Diskussion der Kopf rauchte, der konnte sich ganz klassisch beim Bildhauer beraten und bei der naturkundlichen Führung begeistern lassen.

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Vier Jahreszeiten und ein Friedhof

Donnerstag, 10. Juni 2010 23:24

Eine sehenswerte Serie von Friedhofsbildern hat der neuseeländische Fotograf Jonathan Clark veröffentlicht. Man sieht die Blumen förmlich wachsen und die Blätter fallen. Untermalt ist die Bildershow durch Naturgeräusche, aufgenommen von Greg Williams.
Die Bilder sind in England aufgenommen. Über zwei Jahren hinweg hat Clark die schönsten Momente aller vier Jahreszeiten in dieser Bilderserie festgehalten.

zu sehen auf Afterlifeseasons

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