Beitrags-Archiv für die Kategory 'Friedhof'

Ruhe in Frieden – aber wie?

Dienstag, 3. November 2009 10:46

“Super Titel”, war meine erste Reaktion als ich die Ausschreibung der Katholischen Akademie Freiburg las. Ein Kennzeichen des Wandels in der Bestattungskultur ist die immer größer werdende Vielfalt der Bestattungsarten und Grabfelder. Diesem Wandel geht eine Abendveranstaltung der Akademie nach.

Ruhe in Frieden – aber wie?
Bestattungskultur im Wandel
Dienstag 10. November 2009, 19.00 Uhr
in Freiburg, Katholische Akademie, Wintererstr. 1

Die Veränderungen werden mit Blick auf den Einzelnen, die Kirchen, die Kommunen und die Bestatter diskutiert, mit der Frage: Wie wollen wir in Zukunft unsere Toten zur Ruhe betten? Wer noch überlegt wie er gebettet werden will, bekommt sicher einige Informationen und kann mit diskutieren. Die kompletten Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

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Wo der Fussballer bestattet ist

Montag, 19. Oktober 2009 11:30

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Auf der Frankfurter Buchmesse wurde unter den vielen Neuerscheinungen auch das Buch

Die Gräber der Götter. Fußballhelden und ihre letzte Ruhestätte

vorgestellt. Ein Interview mit dem Autor Edgar Wangen hat jetzt FAZ-Online veröffentlicht. Allein der Titel ist schon interessant: Götter und Helden sind die Jungs mit der geldbringenden Fußfertigkeit. Der Autor geht der Frage nach, was die Gräber über Bestattungskultur und den Fußball in den jeweiligen Ländern aussagen.

Bei den Gräbern deutscher Spieler findet er nur absolute Standardisierung. Die Gräber wirken austauschbar.

Bis auf Helmut Rahn und Fritz Walter ist nicht zu erkennen, dass der Tote mal ein Fußballspieler war. Es gibt auch nur zwei Gräber, die der Deutsche Fußball-Bund pflegt: das von Fritz Walter und das von Sepp Herberger.

Wer mehr erfahren will, dem sei das Buch von Edgar Wangen empfohlen:

Die Gräber der Götter. Fußballhelden und ihre letzte Ruhestätte
Verlag Die Werkstatt, 288 Seiten, viele Fotos, 24,90 Euro

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Baumbestattungen sind der Renner

Samstag, 3. Oktober 2009 18:53

Seit im Jahr 2001 im Reinhardswald bei Kassel der erste FriedWald eröffnet wurde steigt die Nachfrage nach Baumbestattungen stetig weiter.  Waren die Kirchen anfangs skeptisch und distanzierten sich von der “naturreligiösen” Vorstellungswelt, gibt es inzwischen auch einige von den Kirchen betriebene Waldbestattungsarreale.

Eine von der FriedWald GmbH in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zu Baumbestattungen wurde vom Marktforschungsinstitut TNS   durchgeführt. Die Baumbestattung ist 54 Prozent der Befragten ein Begriff. Bereits ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, in einem FriedWald bestattet zu werden. Inzwischen gibt es 28 FriedWälder im gesamten Bundesgebiet. Der zweite große Anbieter, die Ruheforst GmbH ist mit ca. 40 Ruheforsten vertreten.  Dazu kommen weitere privat oder kommunal betriebene Waldbestattungsarreale.

Als Gründe für den Run auf die Begräbnispläzte am Fuße der Bäume gelten [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 6 von 7 Beiträgen der Artikel-Serie Trauer und Naturerfahrung.

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muslimisch christliche Beerdigungen

Dienstag, 29. September 2009 14:50

Vor einiger Zeit war ich Gast bei einer Beerdigung. Gestorbenen war das erstgeborene Kind eines Paares, das aus zwei Religionen und Kulturen kam. Sie war Christin, er Muslim.

Die Bestattung begleitete ein evangelischer Pastor. Es war so traurig. Nicht nur wegen des Kindes. Der Pastor legte eine klassisch evangelische Beerdigung hin. Kein Wort von den verschiedenen Kulturen. Kein Wort davon, was es für die Familie bedeutet, dass dieses Kind gestorben ist. Keinerlei Text oder Gebet aus der muslimischen Tradition. Die Herkunft des Vaters, seine Bedürfnisse und das religiöse Empfinden der Hälfte der Trauergäste wurden schlichtweg ignoriert.

Diese Beerdigung fiel mir wieder ein, als ich heute auf eine Arbeitshilfe gestoßen bin, die sich dieses Themas annimmt.

«Zu Ihm kommt ihr alle zurück»
Handreichung für christlich-muslimische Trauerfälle

Nach einigen grundsätzlichen Überlegungen, behandelt die Arbeitshilfe die Themen Gericht und Auferstehung, Sterben und Begräbnis und gibt Hinweise auf Materialien und nützliche Literatur.

Aus der Einleitung:

“Die Zahl der religionsverschiedenen Ehen hat zugenommen. Es kommt immer öfter vor, dass bei einem Trauerfall Menschen islamischen Glaubens mit betroffen sind, sei es dass sie zu den engsten Angehörigen zählen oder dass sie zum familiären Umfeld oder zum Freundes- und Bekanntenkreis gehören. Die pastorale Begleitung eines solchen Trauerfalls muss islamische Gegebenheiten und Gefühle berücksichtigen, ebenso die Gestaltung der Trauerfeier.

Doch worauf ist besonders zu achten? Mit welchen Vorstellungen und Erwartungen ist bei muslimischen Beteiligten zu rechnen? Worauf kann und soll bei einer christlichen Beerdigung Rücksicht genommen werden? Dies können Fragen sein, die eine Pfarrerin oder einen Pfarrer beschäftigen.”

Doch nicht nicht nur für Pfarrerinnen und Pfarrer ist das Thema interessant. Auch Bestatter, Trauerredner und Friedhofsmitarbeiter treffen immer häufiger auf gemischt religiöse Trauergemeinschaften.

Die Arbeitshilfe betont:

“Es handelte sich bei der beschriebenen Liturgie nicht um eine interreligiöse Feier.Vielmehr war es eine katholische Beerdigung, in die ergänzend einzelne Elemente aus der Praxis muslimischer Beisetzungen Eingang gefunden hatten. Aus dem muslimischen Ritus war im Anschluss an die Beerdigung die Rezitation aus dem Koran hinzugekommen. Erde ins Grab zu werfen, ist in beiden Religionen gebräuchlich.”

Alle anderen Berufsgruppen sind freier, sie müssen nicht eine bestimmte Liturgie vertreten. Sie können einfach die Angehörigen fragen, wie eine Gestaltung der Trauerfeier aussehen könnte in der beide religiösen Traditionen zu ihrem Recht kommen. Die Angehörigen sind dann selbst die Experten ihres Lebens, auch ihres Abschiedes.

Die Arbeitshilfe nimmt sich eines wichtigen Themas an und enthält Texte und Gebete aus dem Christentum und dem Islam. Deshalb nehme ich sie gerne zur Hand.

Erhältlich online oder bei den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Fachstelle Migration, Speichergasse 29, 3011 Bern

© Bern 2008 Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn/ Fachstelle Migration und Katholische Fachstelle Kirche im Dialog, Bern.

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Einmal im Leben Kaiser sein – Krematorium Niederrhein Willich offiziell eröffnet

Montag, 31. August 2009 10:37

Am vergangenen Freitag wurde das neue Krematorium Niederrhein Willich offiziell eröffnet. Betreiber ist die Facultatieve Gruppe, die verschiedene Krematorien und Begräbnisstätten in den Niederlanden und Deutschland (Memmingen) betreibt. Seit dem Frühjahr 2009 finden hier Kremationen statt, die Feierhallen wurden in den vergangenen Monaten fertig gestellt.

Der Innenhof

Der Innenhof

Am Samstag 29.08. wurde zum Tag der offenen Tür eingeladen. Ich war in der Nähe, hatte also Gelegenheit mir selbst einen Eindruck zu verschaffen. [...]

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