Beitrags-Archiv für die Kategory 'Internet'

“Unsterblich im Internet” Radiosendung von DRS1

Donnerstag, 1. Juli 2010 11:10

Viele Journalisten, die über das Thema “digitaler Nachlass” im Internet recherchieren, finden auf meinen Blog und auf das Angebot von Semno. Ein Unternehmen, das ich zusammen mit einem Informatiker begonnen habe, um Angehörige verstorbener Menschen zu unterstützen, den digitalen Nachlass zu regeln.

Für eine Sendung des DRS1 wurde ich von Michèle Renaud interviewt. DSR ist das Radioprogramm der deutschsprachigen Schweiz. Die Schweiz ist ja von Freiburg, wo ich lebe nicht weit. Hier im Dreiländereck habe ich mich inzwischen an den schwizerdütscher Sprachklang gewöhnt. Die Sendung ist in Schwizerdütsch gesprochen, mein Part allerdings in Hochdeutsch. Titel der Sendung: Unsterblich im Internet.

“Wenn wir sterben, ist für uns in der virtuellen Welt des Internets noch lange nicht Schluss. Mit unseren E-Mails, Webseiten oder Fotos bleiben wir ewig präsent. Für manche Menschen ist das ein Trost. So kann man nicht nur auf dem Friedhof dem Verstorbenen eine Kerze anzünden, sondern auch im Internet.”

Hier ist der Link zum Podcast, der auf der Webseite angehört oder auch heruntergeladen werden kann.

Die Sendung “Zwischenhalt” enthält Beiträge zu Kirchen und Religion. So wurde ich vor allem als Theologin angefragt. Im Anschluss an die Sendung läuten Glocken von Schweizer Kirchen den Sonntag ein.

Dieser Artikel ist Beitrag 3 von 4 Beiträgen der Artikel-Serie empfohlene Podcast.

Thema: Digitaler Nachlass, Empfehlungen, Internet | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Direkt und ohne Countdown: Semno ist da

Donnerstag, 13. Mai 2010 7:11

Semno_Logo

für Ihr digitales Erbe

In den letzten Wochen habe ich auf diesem Blog wenig geschrieben. Es gibt nur einen einzigen Grund: Semno. Schlaflose Nächte und höchstes Glück.

SEMNO unterstützt Menschen, die nach dem Tod eines Menschen den digitalen Nachlass regeln müssen. Gezielt untersucht Semno, wie der oder die Verstorbene den Computer und das Internet genutzt hat. Die Angehörigen erhalten einen Überblick über vorhandene Dateien, Verträge, Nutzerkonten im Internet, Profile in Communities und Email-Kontakte. SEMNO regelt diesen Nachlass im Auftrag der Erben.

Das ist die Kurzfassung unseres Unternehmens und der Dienstleistung, die wir anbieten. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Semno-Webseite.

Thema: Digitaler Nachlass, Internet | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Meine Zombiefreunde auf Facebook

Dienstag, 20. April 2010 11:11

Facebook ist in aller Munde. Seit die Stiftung Warentest dem Sozialen Internet-Netzwerk schlechte Noten in Sachen Datenschutz ausgestellt hat und die Ministerin Aigner in einem offenen Brief an Facebook-Chef Zuckerberg das US-Unternehmen zu striktem Datenschutz aufgerufen hat, dürfte die Problematik so langsam zu den Facebook-Nutzer durchdringen.

Ein spezieller Bereich ist der Datenschutz für verwaiste Profile. Inzwischen kann man bei Facebook das Profil von Verstorbenen in einen Memorial-Status überführen. Wer nichts von dem Profil weiß und die Funktion nicht findet (die Information findet sich natürlich nicht auf der Startseite von Facebook), sieht alt aus.

So entstehen Zombiefreunde, virtuell ausgestopfte Menschen – so werden sie in einem Artikel des ORF genannt. Was daraus für die Lebenden folgt ist dort schön beschrieben: Freundschaften, die ewig währen.

Thema: Digitaler Nachlass, Internet, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Die Persönlichkeitsrechte Verstorbener zählen nicht in der Medienwelt

Montag, 29. März 2010 10:31

Immer mehr, vor allem junge Menschen, nutzen das Internet. In den Social Communities wie StudiVZ, Facebook oder wer-kennt-wen stellen Sie private Informationen und Bilder ein. Kaum einer ist sich bewusst, dass diese Informationen alles andere als privat sind. Ein Filmbeitrag in der ARD-Mediathek mit dem Titel “Raubzug im Internet – wie Medien Privatfotos stehlen” kritisiert die Praxis von Sensationsjournalisten, sich die Bilder für ihre Geschichten aus dem Internet zusammen zu suchen. Das Leid von Menschen wird für eine höhere Auflage ausgeschlachtet, Fehler werden bewusst einkalkuliert, die Gefühle der Angehörigen mißachtet.

Den sehenswerten Filmbeitrag finden Sie hier.

Thema: Internet | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Datenschutztest der Stiftung Warentest

Samstag, 27. März 2010 12:11

Die aktuelle Ausgabe des Magazins “Test” der Stiftung Warentest stellt das Ergebnis einer Untersuchung von acht deutschsprachigen Sozialen Netzwerken vor.  Vor allem Datenschutz und Nutzerrechte hatten die Verbraucherschützer im Visier. Am besten kommen “schülerVZ” sowie “studiVZ” weg. Die meiste Kritik wird an den Netzwerken Stayfriends, Facebook, LinkedIn und MySpace geübt. In fast allen Punkten wurde mit “mangelhaft” bewertet. Aus seiner Schulzeit weiß jeder, dass das soviel wie “durchgefallen” meint.

Bewertet wurden die Kategorien “Organisation und Transparenz”,  “Umgang mit Nutzerdaten”, “Datensicherheit” “Nutzerrechte”, “Jugendschutz” und “Mängel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen”.

Beim Punkt “Datensicherheit” wurde von den sozialen Netzwerken die Erlaubnis für ein “Hacking” angefragt. Mit dem Wissen und der Zustimmung der Anbieter wurde versucht, in das Netzwerk einzudringen und einen Testaccount zu übernehmen.  Außer Xing, Facebook, MySpace und Linked stimmten alle im Test befindlichen Anbieter dieser Überprüfung zu. Die vier Communities, die nicht einverstanden waren, erhielten  in diesem Unterpunkt eine Abwertung.

Besonders kritisch gesehen wird die gängige Regelung bei den amerikanischen Anbietern. Diese behalten sich umfangreicher Nutzungsrechte an den, von den Mitgliedern der Community eingestellten Inhalten (Bilder, Texte) und die Weitergabe von Daten an Dritte vor.  Zu welchem Zweck, sagen sie nicht. Bei Facebook zum Beispiel heißt es: „Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, unentgeltliche, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest“.

Bei der Überprüfung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen stellt die Stiftung Warentest fest, dass diese insbesondere bei Facebook und MySpace in Teilen ungültig sind:

Bleibt abzuwarten, wie die getesten Anbieter auf die schlechten Noten reagieren. Bleibt abzuwarten, ob die Nutzer der Communities irgendetwas an ihrem Verhalten in den Netzwerken verändern. Wie die Privatsphäre eingestellt ist und welche Inhalte auf der Plattform veröffentlicht werden, liegt in den Händen der Nutzer. Der Test gibt allen skeptischen Menschen gute Argumente, sich dem Sog der Online-Netzwerke zu entziehen und ihre Kontakte auf andere Weise zu pflegen.

Zusammen mit dem von der BITKOM gestern veröffentlichten Pressemeldung geht meine Frage noch weiter. Wie gehen die Sozialen Netzwerke mit den Profilen Verstorbener um. Diese sind zunächst verwaist und noch anfälliger für Mißbrauch als Profile, die von ihren Nutzern regelmäßig benutzt werden.

Thema: Internet | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky

Digitaler Nachlass – die Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema wächst

Samstag, 27. März 2010 10:05

Jetzt gibt auch der BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. – Hinweise zum Umgang mit dem digitalen Erbe.

Mit zunehmender Internetnutzung nimmt auch die Anzahl der verstorbenen Menschen zu, die sich aktiv im Internet bewegt haben. E-Mails, Community-Profile, virtuelle Adressbücher, online gespeicherte Daten, all das bleibt zurück, genauso wie die Papiere eines Menschen.

Der Branchenverband BITKOM rät Angehörigen, den digitalen Nachlass genauso sorgfältig zu beachten wie Schriftstücke aus Papier. In der digitalen Hinterlassenschaft kann sich aber auch die eine oder andere Überraschung verbergen. BITKOM rät zu einem bewussten und offenen Umgang mit dem Thema und zu Sensibilität für die  Privatsphäre des/ der Verstorbenen.

In der Pressemeldung sind wichtige Hinweise für Erben in verständlicher Sprache zusammengefasst.

Thema: Digitaler Nachlass, Internet | Kommentare (0) | Autor: Birgit Aurelia Janetzky