Beitrags-Archiv für die Kategory 'Internet'

Bist du tot? Bitte antworte sofort!

Mittwoch, 11. Mai 2011 8:00

Are you dead? Please reply at once!

Das IT-Sicherheitsunternehmen Sophos berichtet ueber eine Spam-Welle mit kuriosem Inhalt:

Der Empfaenger wird gefragt, ob es stimme, dass er tot sei. Jemand würde Anspruch auf sein Vermögen erheben und man müsse sicher gehen, ob der Empfaenger wirklich verstorben sei, um das Geld an die Person auszahlen zu können. Wenn man innerhalb von sieben Tagen nicht antworte, sei das als Bestätigung zu werten.

Die Meldung stammt aus dem Newsletter des Bürger-Cert. Überhaupt kann ich diesen Newsletter nur empfehlen.

Das Bürger-CERT informiert und warnt Bürger und kleine Unternehmen schnell und kompetent vor Viren, Würmern und Sicherheitslücken in Computeranwendungen – kostenfrei und absolut neutral. Die Experten analysieren die Sicherheitslage im Internet und verschicken bei Handlungsbedarf Warnmeldungen und Sicherheitshinweise per E-Mail. Das Bürger-CERT ist ein Projekt des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.

Empfänger der Mail sollten diese umgehend loeschen und keinesfalls darauf antworten.

 

 

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Der Facebook-Sog. Lust und Last eines sozialen Netzwerkes.

Mittwoch, 27. April 2011 10:20

Regelmäßig frage ich bei meinen Vorträgen, wer von den Anwesenden ein Profil bei Facebook (=fb) hat. Seltsamerweise sind es die wenigsten. Dabei sind nach aktueller Nutzerstatistik inzwischen 16.215.380 Deutsche (Stand 13.3.2011)  auf fb mit einem Profil vertreten. Im Klartext sind das über 16 Millionen. Meine Zuhörenden gehören nicht zu den Digital Native, das könnte ihre fb-Absenz erklären. Denn die Statistik zeigt einen rapiden Schwund bei den über 35jährigen, hier sind es gerade mal 2, 4 Millionen. Man könnte auch sagen: immerhin 2,4 Millionen. Deshalb würde sich fb auf alle Fälle lohnen. Seit fb boomt und ständig in den Medien ist, frage ich mich, ob ich das wirklich brauche. Für mich persönlich kann ich es verneinen. Für mein Unternehmen SEMNO wird es sich zeigen.

Meine Geschichte des Facebook-Soges:

Herbst 2010:
Ich lege ein Profil an.  Warum? Weil ich eine Diskussion über einen Artikel in der Computerzeitschrift Chip weiter verfolgen wollte. Das ging nur mit einem eigenem Profil. Weiter mache ich nichts mit fb.

Eine paar Tage später:
Mein Profil haben drei Leute aus meinem Bekanntenkreis entdeckt, die mich prompt über fb kontaktiert haben. Dem einen habe ich eine E-Mail geschickt, die anderen habe ich getroffen und verkündet: ich nutze fb nur, um lesen zu können.

Februar 2011:
Zunehmend haben meine Kooperationspartner eine Fanpage und bitten darum, dass ich ihr “gefällt mir” anklicke.

Anfang März 2011:
Ich richte eine Fanpage für SEMNO ein. Ich brauche Stunden um die Privatsphäre-Einstellungen und das Zusammenspiel von privatem Account und Fanpage zu ergründen. Einmal ist meine angelegte Seite wieder weg, ich wiederhole die Prozedur. Am nächsten Tag ist sie wieder da, jetzt habe ich zwei und verbringe wiederum Zeit herauszufinden, wie ich die eine wieder löschen kann. Hartnäckige Meldung “Du bist nicht befugt Semno zu löschen”. Wie? Nicht befugt? Irgendwie finde ich dann heraus, wie es geht.

Ende März 2011:
Ich habe Die Fanpage erstellt und schaue mich selbst mal um, wer von meinen Kooperationspartnern oder welches interessante Unternehmen selbst eine Fanpage hat.

April 2011:
Ich brauche noch weitere 19 Menschen, denen Semno gefällt und die den Button klicken. Erst dann bekomme ich die aussagekräftige URL. So funktioniert der Sog. Das Prinzip Facebook ist: ziehe andere mit hinein. Wer schon bei Facebook ist oder wer schon seit langem hinein wollte: hier ist war der Button.

Edit: 7.9.11 Draufklicken nicht mehr möglich. Man will ja keinen Ärger bekommen, von wegen ULD Verlautbarung und den sich anschließenden Diskussionen.

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Die Pax-Messe in Gießen 8.-10. April

Dienstag, 5. April 2011 10:00

www.messe-pax.de - PAX - Hessische Messe für Bestattungskultur

In Gießen findet mit der PAX-Messe erstmals eine Messe für Bestattungskultur statt. Parallel dazu tagt Freitag und Samstag der Hessische Bestattertag. Der Sonntag ist als publikumsoffener Tag geplant. Die Pax gehört nicht zu den ganz großen Messen, sondern ist eher “hessisch lokal” konzipiert.

Der Hessische Bestattertag wartet mit einem interessanten Programm auf. Besonders spannend finde ich die am Freitag die Podiumsdiskussion „Urne to go ?” – Friedhofszwang als kommunale Einnahmequelle in einer globalisierten Gesellschaft? – Für den Bestattertag können sich nur Fachbesucher anmelden.

Der Sonntag ist für alle interessierten Menschen offen. In zwei Ausstellungshallen präsentieren sich Unternehmen aus der Bestattungsbranche, aber auch regionale Beratungsstellen. Zu sehen ist auch die Kofferausstellung des Projekts „Ein Koffer für die letzte Reise“ des unkonventionellen Trauerbegleiters Fritz Roth.  103 Menschen – Frauen und Männer, Alte und Junge, Künstler und Handwerker, prominente und Nicht- Prominente – packten den Koffer, der sie auf ihrer Reise aus diesem Leben begleiten könnte. Die Ausstellung regt an sich  auf die Endlichkeit jeden Lebens und auf die Notwendigkeit der Identifikation des individuell Wesentlichen zu besinnen.

Ebenfalls hält der publikumsoffene Tag ein umfangreiches Vortragsprogramm bereit. Hier bin ich mit einem Vortrag  mit dem Thema “Tod 2.0 – wie im Internet getrauert wird” vertreten.

Ort: Ausstellungszentrum Hessenhallen, 35398 Gießen
Zeiten: 8. – 10. April 2011
Fachbesucher: Freitag 14 – 17 Uhr und Samstag 10 – 17 Uhr
Publikumsoffener Tag: Sonntag 10 – 17 Uhr

 

Thema: Digitaler Nachlass, Empfehlungen, Internet | Kommentare (0) | Autor:

Die Netzgemeinde nimmt Abschied von Rivva

Freitag, 11. Februar 2011 10:19

Keine Angst, Sie müssen Rivva nicht gekannt haben. Sie war noch recht jung, gerade vier Jahre alt. Viele Blogger kannten sie. Wer nicht so intensiv in das Online-Geschehen involviert ist, kannte sie nicht. Ihr Erzeuger nimmt Abschied:

Rivva
2007 – 2011
Merci et Adieu,
Frank

Doch Rivva war kein Kind, kein menschliches Wesen, sondern Rivva ist der Name einer sehr speziellen Suchmaschine im Internet.  Sie garantierte einen gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft. Was viel diskutiert wurde und mit vielen Backlinks versehen war, brachte das Thema nach oben.

Es gibt Menschen, die verbringen einen Großteil ihrer Lebenszeit im Internet. Frank Westphal ist einer von Ihnen. Er bezeichnet sich selbst als “Extreme Programmer” und “Web 2.0 Technologist”. “Extreme” meint nun nicht, dass er extrem viele Stunden mit Programmieren verbringt, sondern meint eine agile Art und Weise in kleinen Teams neue Software zu entwickeln. Frank Westphal hat in seinem Bereich einen hohen Bekanntheitsgrad. Nun führt er die Suchmaschine Rivva nicht weiter. Über die Gründe wird fleissig spekuliert.

Das Ende dieses Netzdienstes gestaltet er selbst wie eine Todesanzeige.  Die Berichterstattung über das Abschalten gleicht einem Nachruf, wie am Beispiel von Jurek Scrobala (Süddeutsche Zeitung) deutlich wird. Die Freunde und Bekannten reagieren mit Kondolenzeinträgen über die Kommentarfunktion.

Aktuell sind bereits 278 Kondolenzbezeigungen eingegangen. Menschen, die Rivva kannten drücken ihr Bedauern aus, hoffen auf eine Auferstehung, bedanken sich oder fragen nach den Gründen. Ich kann die Reaktionen nachvollziehen. Denn Trauer entsteht nicht nur, wenn ein Mensch stirbt, sondern auch wenn ein Projekt oder eine Arbeit zu Ende geht. Tod und Abschied ist eine Realität. Dank und Anteilnahme entsteht, wenn jemand oder etwas eine Bedeutung im Leben eines anderen hatte. Einzig die Gestaltung, die den Abschied wie den Abschied von einem verstorbenen Menschen erscheinen lässt, finde ich etwas irritierend.

Thema: Internet, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Besetzen Web-Start-ups die Bestattungsthemen im Internet?

Samstag, 5. Februar 2011 14:27

Die Bestattungsbranche ist im Internet zunehmend vertreten. Immer neue Seiten tauchen auf, die sich mit Bestattungen und Trauer beschäftigen. Eine schöne Entwicklung, könnte man meinen. Das Thema Sterben und Tod kommt so aus dem Tabu-Bereich heraus und vervollständigt das Internetangebot zu allen Lebenslagen. Die neuen Bestattungsportale gründen jedoch nicht die Brancheninsider, sondern die PR-Unternehmen und Web-Agenturen. Das Web-Geschäft ist schließlich unabhängig vom Thema der Seite. Da die Bestattungsbranche die Entwicklungen im Internet weitgehend verschläft, versuchen natürlich andere sich diesen Markt zu erschließen. Einen Artikel, der sich kritisch mit dieser Entwicklung auseinandersetzt habe ich bei Förderland gefunden, einer Plattform die “Wissen für Gründer und Unternehmer” anbietet.

Unter dem Titel “Wie Bestattungen.de den Spagat zwischen Tod und Geld schaffen will” wird eine ausführliche Recherche und Einschätzung eines neuen Angebotes zum Preisvergleich für Bestattungen geliefert. Die einleitenden Worte sind programmatisch:

“Wer ein Web-Start-up aufmacht, hat mit Anstand meist nicht viel am Hut.”

Und kritisch wird angemerkt:

“Es war übrigens ein geschickter Zug, eine neue GmbH für die Unternehmung zu gründen, denn die Kundschaft hätte bestimmt ziemlich gestaunt, wenn sie “dealjaeger GmbH” im Impressum gelesen hätte.”

Ein Blick ins Impressum von Förderland löst bei mir allerdings ein “Aha” aus. Förderland ist eine Marke der marktform gmbh. Ein junges Team von Entwicklern und Beratern aus dem Bereich der Neuen Medien bietet verschiedene Serviceleistungen an: klassische Firmenhomepages, anspruchvolle CMS und E-Business-Lösungen, Suchmaschinenmarketing, Programmierung etc. – wie der IT-Dienstleister-Guide verrät.

Was für das besprochene Unternehmen für Bestattungspreisvergleich in der Bestattungsbranche gilt, trifft ebenso auf das besprechende Unternehmen in der Gründerszene zu. Die Web-Agenturen wissen halt, wie das Internet tickt.

Thema: Internet | Kommentare (0) | Autor: