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	<title>grabauf-grabab &#187; Systemisches</title>
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		<title>Geschichten, die das Leben schreibt</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 09:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birgit Aurelia Janetzky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sterbebegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Systemisches]]></category>

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Sophie wurde 1922 geboren. Der Tag wird nicht verraten, auch nicht auf dem Grabstein.* Das ist ein Schutz vor der Plauderfreudigkeit der d&#246;rflichen Friedhofsbewacher Friedhofsbesucher. Denn bei ihr stehen zum Geburtstag nicht immer frische Blumen auf dem Grab. &#8220;Das w&#252;rde uns zu sehr stressen. Und darum geht es auch gar nicht&#8221;,  sagt mir ihre schriftlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grabauf-grabab.de/wp-content/uploads/2009/10/hebamme.JPG"><img class="alignnone size-full wp-image-1683" title="hebamme" src="http://www.grabauf-grabab.de/wp-content/uploads/2009/10/hebamme.JPG" alt="hebamme" width="150" height="149" /></a></p>
<p>Sophie wurde 1922 geboren. Der Tag wird nicht verraten, auch nicht auf dem Grabstein.* Das ist ein Schutz vor der Plauderfreudigkeit der d&#246;rflichen <span style="text-decoration: line-through;">Friedhofsbewacher</span> Friedhofsbesucher. Denn bei ihr stehen zum Geburtstag nicht immer frische Blumen auf dem Grab. &#8220;Das w&#252;rde uns zu sehr stressen. Und darum geht es auch gar nicht&#8221;,  sagt mir ihre schriftlich zur Grabpflege verpflichtete Tochter. Aber den Beruf ihrer Mutter hat sie auf den Grabstein schreiben lassen: Hebamme. Die letzten Jahre war die Mutter dement und lebte in einem Pflegeheim. Sie ging leicht hin&#252;ber, ein Hauch nur war ihr letztes Ausatmen.</p>
<p>K&#252;rzlich hat mir die Tochter diese ber&#252;hrende Geschichte erz&#228;hlt:</p>
<p>Wochen nach der Beerdigung ruft eine Frau bei ihr an. Es ist eine Mitarbeiterin des Pflegeheimes, in dem Sophie l&#228;ngere Zeit lebte und in dem sie starb. Sie war zugegen, als die alte Frau den Rest ihres Lebens aushauchte. Sie erz&#228;hlt von einem Besuch bei ihrer eigenen Mutter, mit der sie &#252;ber das Sterben einer alten Frau an ihrem Arbeitsplatz sprach, einer Hebamme. Es schien ihr wohl schwer zu fallen die zahlreichen Todesf&#228;lle zu verkraften. Diese Mutter erinnerte sich an den Namen. Sophie hatte sie entbunden. Das Kind von damals begleitet die Hebamme von damals beim Sterben. Der erste und der letzte Atemzug. Ein Kreis hat sich geschlossen. Und so schien dieses ganz besondere Erlebnis ihrer Berufst&#228;tigkeit Sinn und W&#252;rde einer Berufung zu schenken.</p>
<p>* Der Familienname steht im Original auf dem Grabstein drauf, den habe ich f&#252;r die versprochene Anonymit&#228;t wegretuschiert.</p>
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		<title>Buchempfehlung &#8211; Wie der Tod dem Leben dient</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 15:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birgit Aurelia Janetzky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Systemisches]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Verlust]]></category>
		<category><![CDATA[Würde]]></category>

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F&#252;r manche mag der Titel sperrig klingen. Wie soll der Tod dem Leben dienen k&#246;nnen, ist er doch oft genug ein unwillkommenens Ereignis. Jemand stirbt, man selbst bleibt zur&#252;ck und muss mit dem Verlust klarkommen.
Das Buch von Thomas Sch&#228;fer weitet den Blick. In der systemischen Aufstellungsarbeit steht der einzelne Mensch und sein Schicksal im Zusammenhang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grabauf-grabab.de/wp-content/uploads/2009/09/Buch-Sch&#228;fer-Tod.jpg"><img class="size-full wp-image-1481 alignnone" title="Abschied und Sterben im Familien-Stellen" src="http://www.grabauf-grabab.de/wp-content/uploads/2009/09/Buch-Sch&#228;fer-Tod.jpg" alt="Abschied und Sterben im Familien-Stellen" width="118" height="180" /></a></p>
<p>F&#252;r manche mag der Titel sperrig klingen. Wie soll der Tod dem Leben dienen k&#246;nnen, ist er doch oft genug ein unwillkommenens Ereignis. Jemand stirbt, man selbst bleibt zur&#252;ck und muss mit dem Verlust klarkommen.</p>
<p>Das Buch von Thomas Sch&#228;fer weitet den Blick. In der systemischen Aufstellungsarbeit steht der einzelne Mensch und sein Schicksal im Zusammenhang mit allen Toten und Lebenden in seiner Familie. In Aufstellungen kann man sehen, wie die Einstellung zu den Toten die Lebenden beeinflusst.<span id="more-1471"></span></p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;">&#8220;Das Ehren der Toten bringt f&#252;r die Lebenden das Leben.&#8221;</span></p></blockquote>
<p>Dies ist einer der Schl&#252;ssels&#228;tze des Buches. Tote Kinder wollen mitgez&#228;hlt werden. Vergessene Tote wollen gesehen werden. Aus der Trauer um die Verstorbenen w&#228;chst die Kraft, sich wieder dem Leben zuzuwenden.</p>
<p>Thomas Sch&#228;fer stellt bei den beschriebenen Aufstellungen den Bezug zu alten Volksm&#228;rchen her. In verbl&#252;ffender Weise ist in ihnen die innere Dynamik eines Familiensystems, wie  man sie heute in Aufstellungen sehen kann, seit langem beschrieben. Wichtige Aussagen finden sich zu Themen wie Sterbehilfe, Versprechen am Sterbebett oder Organtransplantationen, die in der Aufstellungsarbeit immer h&#228;ufiger vorkommen.</p>
<p>Wie der Tod dem Leben dient: Abschied und Sterben im Familien-Stellen<br />
Verlag: Droemer/Knaur<br />
240 Seiten, 8,95 €<br />
ISBN-10: 3426874105<br />
ISBN-13: 978-3426874103</p>
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