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# Okt bemerkenswerte Trauerreden: Oberfeldwebel Florian Pauli

Dienstag, 26. Oktober 2010 10:11

Wieder ist ein deutscher Soldat in Afghanistan gestorben. Seit 2002 wurden mehr als 40 Soldaten bei diesem Auslandseinsatz getötet. Die Trauerrede des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, anlässlich der Trauerfeier für den am 7. Oktober 2010 gefallenen Oberfeldwebel Florian Pauli ist nachzulesen auf der Seite Bundesministeriums der Verteidigung.

Wie hält man eine Trauerrede für einen jungen Mann in Uniform, der bei einem Selbstmordanschlag in einem fernen Land getötet wurde. Die Trauer ist immer vermischt mit der Frage: Was tut dieser junge Mann, was tun die Uniformträger in diesem fernen Land, dass sein Tod irgendeinen Sinn erhält? Zu Guttenberg sagt dazu:

“Wir lassen junge Menschen schwören, für unser Land tapfer zu sein. Und dann sind sie es und dann sterben sie tapfer.”

“Tapfer” im Leben meint furchtlos, heldenhaft, mutig, rechtschaffen, tatkräftig, waghalsig, unverzagt, furchtfrei, entschlossen, wacker, mannhaft, verwegen, gewagt, todesmutig etc. Tapfer kann man es nennen, wenn ein Soldat sich für einen Einsatz in Afghanistan meldet, in aller Bedeutungsvielfalt des Wortes “tapfer”. Aber kann ein Mensch “tapfer” sterben? Auf jeden Fall fühlt sich besser an als “feige” (was das Gegenteil von “tapfer” wäre) oder “sinnlos” (was Folge der Frage “warum in Afghanistan” wäre) sterben.

So lasse ich zwei unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen:

Blog Soldatenglück mit der Überschrift: “Es war dieser Gedanke des Helfens, der schon früh einen so wichtigen Platz in seinem Leben einnahm.”

Kolumne von Mely Kiyak (Frankfurter Rundschau) mit dem Titel: “Lieber Himmel” – Dort in Afghanistan kämpft niemand für unsere Freiheit. 

Dieser Artikel ist Beitrag 10 von 12 Beiträgen der Artikel-Serie Bemerkenswerte Trauerreden.

Thema: Gräber des Krieges, Trauerredner | Kommentare (1) | Autor:

“Auf dem Sarg, ein Bild von mir aus besseren Tagen” – Schreibwerkstatt zu “meine Beerdigung”

Dienstag, 12. Oktober 2010 13:26

© matttilda - Fotolia.com

Eine beliebte Übung in Selbsterfahrungsseminaren ist es, sich den eigenen Grabstein vorzustellen – mit Namen und Daten und einem Spruch. Der Spruch sagt dann eine Menge über das eigene Leben aus. Das mit dem “langen und erfüllten Leben” erweist sich meist als Wunschvorstellung. Die gefühlten Inschriften lauten realistischer  “Sie hat sich nie getraut”, “Er war immer witzig, hatte aber in seiner Kindheit nichts zu lachen” oder “Schon vorbei?”.

Sich mit der eigenen Beerdigung zu beschäftigen, ist eine spannende Übung, Nicht nur im Rahmen eines Selbsterfahrungsseminars. Bei einem Schreibwettbewerb sind diese kurzen Texte herausgekommen (in Auszügen).

“Aufhorchen ließ mich erst die Verlesung meines unglaublich kreativ frisierten Lebenslaufes. (…) Denn langsam befiel mich die Angst, meine Asche könnte anfangen zu glühen, aus Scham über so viel Verlogenheit.”

“Eine Feier mir zu Ehren, für mich ganz allein. Wo Mama nur an mich denkt. Wo sie weinen wird und klagen, weil sie sich nicht genug um mich gekümmert hat.”

“Da beschloss ich, aufzustehen und die gesamte Veranstaltung abzublasen. Meine Beerdigung – ein Widerspruch in sich.”

Lust mehr davon zu lesen? Den gesamten Schreibwettbewerb gibt es hier.

Thema: Bonmot, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Säkulare Totenrituale – Buchempfehlung

Donnerstag, 17. Dezember 2009 12:31

Waxmann-Verlag

Jane Redlin, Säkulare Totenrituale
Totenehrung, Staatsbegräbnis und private Bestattung in der DDR

Auf den ersten Blick scheint der Titel widersprüchlich. Wie gehen „Totenrituale“, die in der Regel mit kirchlichen Ritualen in Zusammenhang gebracht werden, mit dem Begriff „säkular“ zusammen, der im Gegensatz zur Religion steht. Die als Dissertation erschienene Forschungsarbeit nimmt die Totenehrung in der DDR unter die Lupe, in einem säkularen Gesellschaftssystem, das gewiss nicht als religiös bezeichnet werden kann. Spannend ist der Einblick in die Entwicklung innerhalb der DDR, weil durch die Staatspartei, die „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“ eine klare Trennung von Staat und Kirche vorgenommen wurde. Dies führte zu einem beschleunigten Prozess der allgemeinen Entwicklung zur Säkularisierung, wie er auch in der BRD zu beobachten ist.

Die Autorin bringt beide Begriffe zusammen. [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 4 von 15 Beiträgen der Artikel-Serie Empfohlene Bücher.

Thema: Empfehlungen, Friedhof | Kommentare (0) | Autor:

Ruhe in Frieden – aber wie?

Dienstag, 3. November 2009 10:46

“Super Titel”, war meine erste Reaktion als ich die Ausschreibung der Katholischen Akademie Freiburg las. Ein Kennzeichen des Wandels in der Bestattungskultur ist die immer größer werdende Vielfalt der Bestattungsarten und Grabfelder. Diesem Wandel geht eine Abendveranstaltung der Akademie nach.

Ruhe in Frieden – aber wie?
Bestattungskultur im Wandel
Dienstag 10. November 2009, 19.00 Uhr
in Freiburg, Katholische Akademie, Wintererstr. 1

Die Veränderungen werden mit Blick auf den Einzelnen, die Kirchen, die Kommunen und die Bestatter diskutiert, mit der Frage: Wie wollen wir in Zukunft unsere Toten zur Ruhe betten? Wer noch überlegt wie er gebettet werden will, bekommt sicher einige Informationen und kann mit diskutieren. Die kompletten Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

Thema: Empfehlungen, Friedhof | Kommentare (0) | Autor:

Einmal im Leben Kaiser sein – Krematorium Niederrhein Willich offiziell eröffnet

Montag, 31. August 2009 10:37

Am vergangenen Freitag wurde das neue Krematorium Niederrhein Willich offiziell eröffnet. Betreiber ist die Facultatieve Gruppe, die verschiedene Krematorien und Begräbnisstätten in den Niederlanden und Deutschland (Memmingen) betreibt. Seit dem Frühjahr 2009 finden hier Kremationen statt, die Feierhallen wurden in den vergangenen Monaten fertig gestellt.

Der Innenhof

Der Innenhof

Am Samstag 29.08. wurde zum Tag der offenen Tür eingeladen. Ich war in der Nähe, hatte also Gelegenheit mir selbst einen Eindruck zu verschaffen. [...]

Thema: Bestatter, Friedhof, Trauer | Kommentare (1) | Autor: