Tag-Archiv für » Erinnerung «

Das Trauerevent und warum ich nicht dabei bin

Dienstag, 7. Juli 2009 8:00

© Diana Mastepanova - Fotolia.com

Unüberschaubar sind die Meldungen und Trauerbekundungen zum Tod von Michael Jackson. Eine Milliare Menschen werden heute bei der Übertragung der Trauerfeierlichkeiten erwartet. Ich trauere nicht um ihn. Ich trauere um meinen verstorbenen Vater, mich erfasst die Trauer, wenn ich Bilder aus den Kriegsgebieten dieser Erde sehe, ich bin berührt, wenn ich die tiefe Liebe von Menschen erlebe, die ich beim Abschiednehmen begleite. Aber Jacko? Er war ein Künstler, ein Showmaker, ein Mensch, ein Sterblicher. Weiterlesen: [...]

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Trauerorte am Straßenrand – Buchempfehlung

Mittwoch, 1. Juli 2009 14:00

Unfallkreuze - Trauerorte am Straßenrand

Kreuze am Straßenrand markieren Orte, an denen ein Mensch bei einem Unfall gestorben ist. Auf manchen Strecken häufen sich diese Zeichen. Die Untersuchung von Christine Aka zur Bedeutung der Unfallkreuze beleuchtet das Phänomen aus geschichtlicher, philosophischer und volkskundlicher Perspektive. Sie sind ein Hinweis auf die kulturellen Wandlungsprozesse des Trauerverhaltens und von Trauerritualen. Trotz des wissenschaftlichen Ansatzes ist das Buch auch für Nichtfachleute sehr gut zu lesen. Die Autorin geht mit den Menschen in Kontakt und spürt im Zuge ihrer Forschungen, dass sie sich als fühlender Mensch nicht draußen halten kann. Davon profitiert die Vermittlung des Themas, denn die professionellen Betrachtungsweise zeigt sich in ihrer Relevanz für die Menschen. [...]

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Werbung mit dem Re-Import von Totenasche – ein Urteil

Montag, 15. Juni 2009 14:52

In Deutschland herrscht der Friedhofszwang. Doch es hat sich herumgesprochen, dass manche Bestatter es ermöglichen, diesen Zwang zu umgehen. Das stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Doch wo kein Kläger, da kein Urteil.

Auf der Webseite eines Rechtsanwaltes findet sich unter dem Titel: Letzte Freiheit ohne Friedhofszwang? ein bemerkenswertes Urteil. Gegenstand des Verfahrens war nicht der Re-Import der Totenasche selbst, sondern die Frage, ob ein Bestattungsunternehmen damit werben darf.

Das Ergebnis: die Werbung mit „Urne nach Hause” ist wettbewerbswidrig.

Das Landgericht Berlin (Az.: 97 O 112/08) hatte sich in einem Eilverfahren damit zu beschäftigen, ob die Werbung mit der „Urne nach Hause” irreführend und wettbewerbswidrig sei, wenn die Einäscherung im Ausland (hier: Tschechien) erfolgt und darauf in der Werbung nicht hingewiesen wird.

Worum es genau ging und das Urteil im Einzelnen auf dieser Seite.

Thema: Bestatter, Friedhof | Kommentare (0) | Autor:

Kerzen für Klaus, Katzen und Katastrophen

Samstag, 6. Juni 2009 8:31

© DerSchmock - Fotolia.com

In Kirchen kann man sich dem Lichterglanz kaum entziehen. Selbst die Rationalisten zücken schon mal die Geldbörse und entrichten ihren Obulus. Rein in den Schlitz des Kästchens und Pling. Kurze Momente der Besinnung, eine Sehnsucht, ein Wunsch, eine Bitte. Der Adressat wird besser nicht ins helle Licht der Neonlampen und Reflexionen gezerrt, er wirkt im Halbdunkel der flackernden Kerzen.

Auch im Internet werden Kerzen entzündet. Für: Phra Thoo Yenjai. Für: Meinen Engel. Für: Alle die leiden. Aktuell sind 18069 Kerzen entzündet, eingeteilt in Rubriken wie Tier, Tod und Tsunami. Die Kerzen sind kostenfrei. Dafür macht es nicht Pling. Mit Obulus brennt die Kerze ewig. Auch kein Pling, dafür fliegen kleine blaue Schmetterlinge über den Bildschirm.

Wegen beschränkter Ressourcen müssen wir kostenlose Kerzen von Zeit zu Zeit löschen. Du kannst diese Kerze mit der ID 16638 unlöschbar zu machen. Dafür möchte ich mich bedanken denn es unterstützt kerzenserver.de. Deine Kerze unlöschbar zu schalten kostet einmalig nur 5 Euro bzw. nur 3,99 Euro wenn Du per SMS bezahlst.

Die Kerze brennt nun. Die Kerze kannst Du hier ansehen: Kerzenserver.

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Grenzsteine – Pforten zum Dialog

Samstag, 30. Mai 2009 10:00

© Siegbert Altmiks

grenzstein-art©

Objekte ganz eigener Art bieten  Siegbert Altmiks und Stefan Königsfeld mit ihren grenzstein-art Projekt an. Sie bestehen konzeptionell aus zwei Teilobjekten und sind individuell künstlerisch gearbeitet. Die beiden Bildhauer gestalten Grabskulpturen, die in den Begriffen konventioneller Grabmalkultur nicht zu fassen sind.

Grenzsteine.

Einer ist die eigentliche Grabskulptur. Das Gegenstück verbleibt im Privatbereich der Hinterbliebenen.

Grenzsteine.

Haben ihren Platz an der Grenze zwischen Leben und Tod. Sie helfen Menschen, sich mit dem Tod auseinander zu setzen. Und bilden selbst eine Grenze zwischen den Toten und den Lebenden.

Mit ihrem Konzept und der gestalterischen Umsetzung ist das grenzstein-art Projekt Gewinner des Internationalen Funeral Awards 2008. Das Konzept der integralen Grabmale ist angekommen. Der Dialog mit neuen künstlerischen Formen der Grabmalgestaltung eröffnet.

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