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Weihnachten allein

Dienstag, 21. Dezember 2010 10:11

“Dies wird ihr erstes Weihnachten ohne Ihre Frau (Ihren Mann/ Ihren Sohn/ Ihre Tochter) sein.” Diesen Satz hört man in der Adventszeit häufiger in einer Trauerrede. Viele Menschen freuen sich auf Weihnachten. Endlich ein paar Tage frei, endlich wieder beisammen, endlich die Feierlichkeit und den Lichterglanz genießen.

Menschen, die gerade von einer Beerdigung kommen, haben ganz andere Gefühle. Es kommt keine Weihnachtsstimmung auf. Die Glitzerwelt und der Konsumrauch in den Innenstädten (“der beste Weihnachtsumsatz seit fünf Jahren”) ist ihnen hohl geworden. Die glücklichen Paare auf dem Weihnachtsmarkt stimmen traurig. Vielen graut vor Weihnachten, denn die Betonung der Familie und die Erwartungen an das Fest, sind wie die Negativfolie, auf der die Trauer und der Verlust besonders weh tun.

Wie können trauernde Menschen diese Tage gut überstehen? Wichtig ist, dass sie sich erlauben zu trauern. Sie müssen in dem Weihnachtspiel nicht mitmachen. Sie dürfen Kerzen anzünden und die Lichter anschauen in Erinnerung an den verstorbenen Menschen, den Tisch für ihn mitdecken und sich erinnern wie es im im letzten Jahr noch war. Manchen hilft es, auf den Friedhof zu gehen und einen Weihnachtsgruss auf das Grab zu legen.

Wer das Bedürfnis hat allein zu sein, der darf die gut gemeinten Einladungen unter den Weihnachtsbaum anderer Leute ablehnen. Wer Angst vor dem Alleinsein hat , der sollte sie annehmen und offen darüber reden, wie es ihm geht. Niemand muss stark sein, um anderen das Fest nicht zu vermiesen. Es verändert das Zusammensein für alle, denn der Verstorbene ist anwesend, auch wenn er körperlich nicht da ist. Er gehört für den Trauernden ganz dazu. Wichtig ist so oder so, freundlich zu sich selbst zu sein.

Thema: Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Jetzt mögen wir die GEZ noch weniger

Donnerstag, 12. August 2010 16:08

© James Steidl - Fotolia.com

In regelmäßigen Abständen bekomme ich Post von der GEZ. Sie auch? Meine Anmeldung haben die bereits, doch es könnte ja zwischenzeitlich noch ein Gerät dazugekommen sein.

Immerhin, die Schreiben sind freundlicher geworden, meine Symphatie war etwas gestiegen:

“Seien Sie fair. Melden Sie sich an.”

Nun ist sie wieder gefallen, denn laut einer Meldung der Südwestpresse verschickte die GEZ Briefe an zwei vor 18 und vor 20 Jahren verstorbene Kinder. Die Adressen waren von einem Adresshändler gekauft worden, der wohl die Geburtsmeldungen bei Standesämtern aufgenommen hat. Als die beiden volljährig wurden kam die Post. Die Eltern haben nicht schlecht gestaunt und reagiert.

Wieder etwas sympathischer wurde mir die GEZ durch die Meldung, dass der zuständige Abteilungsleiter angerufen und sich entschuldigt hat, der  Geschäftsführer werde sich schriftlich bei der Familie entschuldigen. Solche Dinge passieren, wenn Millionen von Daten durch die Ämter und Behörden geschoben werden.

gefunden auf gulli.com

Thema: Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

Bitte stellen Sie einen Antrag

Montag, 8. März 2010 15:13

© Liv Friis-larsen - Fotolia.com

Nachdem ein Mensch gestorben ist, müssen die Angehörigen eine ganze Reihe von Ämtern und Vertragspartnern benachrichtigen. Die Rente, die GEZ, verschiedene Versicherungen, Zeitungsabos, Bankkonten, Mitgliedschaften in Vereinen und natürlich die Krankenkasse. Ein Mann, dessen Frau verstorben ist, berichtet von einem Telefonat mit der Krankenkasse seiner Frau.

Hotline

“Krankenkasse xy, mein Name ist Maier, was kann ich für Sie tun?”

Herr Müller

“Guten Tag, mein Name ist Müller, ich brauche ein paar Auskünfte, meine Frau ist verstorben…”

Schweigen

Herr Müller

“Hallo, sind Sie am Telefon?”

Hotline

“Jaaaa, worum geht es?”

Herr Müller

“Mein Name ist Müller,  meine Frau ist verstorben …”

Hotline

“Da müssen Sie einen Antrag zur Aufnahme ihrer Frau ins Krankenhaus stellen.”

Herr Müller (Name geändert) fragte mich dann, ob ich nicht ein Telefontraining für Mitarbeiter/innen von Krankenkassen über den Umgang mit Hinterbliebenen anbieten könnte. Werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf vorbereitet, dass jemand anruft, der den Tod eines Mitglieds der Krankenkasse anzeigt? Ist es so schwer “oh, das tut mir aber leid”, “mein Beileid”  oder “darf ich Ihnen mein Mitgefühl ausdrücken” zu sagen. Und dann richtig hinzuhören, worum es dem Anrufer geht? Ich aquiriere (bisher) nicht bei Krankenkassen oder Callcentern. Sollte ich aber angefragt werden, biete ich gerne eine entsprechende Schulung an.

Thema: Bonmot, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

Bleibt nüscht übrig

Freitag, 4. Dezember 2009 16:09

Nicht jedes Buch sucht einen Verlag, nicht jede Geschichte kommt groß heraus. Das Internet bietet Möglichkeiten, die eigenen Geschichten zu veröffentlichen, Bookrix ist ein solcher Anbieter.  Egal ob veröffentlichen oder ein wenig stöbern, ein wenig Zeit muss man mitbringen.

Eine schönes Büchlein dort ist die “Trauerrede auf meinen Großvater”. Ganz liebevoll gestaltet, mit Achtung vor dem Leben des Großvaters und mit allerlei Alltagsweisheiten. Unter anderem die Weisheit, dass nüscht übrig bleibt.

Thema: Gräber des Krieges, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Kurzfilm – Wie Eltern trauern

Donnerstag, 15. Oktober 2009 14:00

Das Netzwerk Leben im Bistum Eichstätt bietet vom 25. September – 30. November 2009 eine Ausstellung zum Thema:  „…sie schauen das Antlitz Gottes – Seelsorge nach Totgeburt“.

Die ausgestellen Dokumente, Objekte und beschriebenen Riten geben Aufschluss wie früher und heute mit den Totgeborenen und deren Müttern (Anmerkung Janetzky: warum eigentlich nur mit den Mütter und nicht auch mit den Vätern?) umgegangen wurde bzw. wird.

Im Informations- und Medienbereich wird ein Film gezeigt, der online bereits angeschaut werden kann

“… wir hätten dich gerne länger bei uns behalten.” Wie Eltern trauern.

Ohne Worte aber sehr beredt ist die filmische Aufnahme des Abschiedes von einem Kind. Berührende Bilder und gefühlvolle Musik führen behutsam an die Trauer heran. Zum Film “Wie Eltern trauern”.

Dieser Artikel ist Beitrag 3 von 9 Beiträgen der Artikel-Serie Empfohlene Filme.

Thema: Bestatter, Empfehlungen, Kinder und Tod, Trauer | Kommentare (0) | Autor: