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Die Medikalisierung und Ökonomisierung des Sterbens

Mittwoch, 7. Oktober 2009 10:36

Über die Wünsche und die Realität der Sterbenden spricht der Theologe und Soziologe Reimer Gronemeyer. Den Link zur Sendung des SWR gibt es auf seiner Webseite.

“Umfragen bestätigen: 80 Prozent der Deutschen wünschen sich noch heute, im Kreis der Familie zu sterben, doch die Realität sieht anders aus: Die meisten sterben in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, und ihr Sterben wird zunehmend medikalisiert, institutionalisiert und ökonomisiert.”

Professor Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, SWR2 Aula vom 30.12.2007.

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Buchempfehlung – Wie der Tod dem Leben dient

Donnerstag, 24. September 2009 16:00

Abschied und Sterben im Familien-Stellen

Für manche mag der Titel sperrig klingen. Wie soll der Tod dem Leben dienen können, ist er doch oft genug ein unwillkommenens Ereignis. Jemand stirbt, man selbst bleibt zurück und muss mit dem Verlust klarkommen.

Das Buch von Thomas Schäfer weitet den Blick. In der systemischen Aufstellungsarbeit steht der einzelne Mensch und sein Schicksal im Zusammenhang mit allen Toten und Lebenden in seiner Familie. In Aufstellungen kann man sehen, wie die Einstellung zu den Toten die Lebenden beeinflusst. [...]

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Thema: Empfehlungen, Systemisches, Trauer | Kommentare (1) | Autor:

Vom Foto zum Film: Lebensfilm

Montag, 7. September 2009 10:05

Die Formen der Erinnerung wandeln sich, die technischen Möglichkeiten tragen das ihre dazu bei.

Seit März 2006 gibt es das Unternehmen LEBENSFILM in Köln. Aus vorhandenen Fotografien erstellt Tobias Pollmüller und sein Team mit Hilfe modernster Computertechnologie und an professionellen TV-Schnittplätzen einzigartige Filmportraits. Beauftragt werden die Portraits von Angehörigen verstorbener Menschen, die sich sich durch diese besondere Form die Erinnerung bewahren wollen. Das Angebot hat inzwischen Nachahmer gefunden. Doch ich schätze die Sensibilität und das Einfühlungsvermögen der Filmemacher, die in den Filmen von LEBENSFILM spürbar ist.

Die Fotografien werden mit den Angehörigen gemeinsam ausgewählt und wenn möglich einem persönlichen Gespräch mit den Erinnerungen aus dem Leben des porträtierten Menschen verbunden. Auf der Webseite des Unternehmens können Beispiele angeschaut werden.

Weitere Projekte von Tobias Pollmüller sind “Hospiz macht Schule” und “Lebensfilm und Demenz“. Auf filmische Art und Weise entstanden die Biografien von zwei demenziell erkrankten Bewohnerinnen eines Pflegeheimes.

Thema: Empfehlungen, Sterbebegleitung, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Hospiz macht Schule – Projektwochen

Montag, 27. Juli 2009 10:00

© Claus Mikosch - Fotolia.com

Wenn es um Sterben und Tod geht, werden viele Menschen nachdenklich, oft sprachlos. Kinder nicht unbedingt, doch hierfür braucht es Gelegenheiten und Erwachsene, die dem Thema nicht ausweichen.

Im Projekt Hospiz macht Schule wurden bisher über 300 Hospizmitarbeiter/innen für die Begleitung von Projektwochen an Grundschulen zum Thema “Tod und Sterben” geschult. In einem geschütztem Rahmen geben sie den Kindern der 3. und 4. Klasse die Möglichkeit, alle möglichen Fragen zu stellen und ihre Erfahrungen und Vorstellungen mitzuteilen. Jeder Tag hat einen neuen Fokus, es geht um Werden und Vergehen – Wandlungserfahrungen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod, Traurig-Sein, Trost und Trösten. Bei Kindern ist es nicht anders als bei Erwachsenen: Was man kennt, davor hat man weniger Angst.

Entwickelt wurde das Projekt von der Hospizbewegung Düren e.V., gefördert wurde es vom Bundesministerium für Familie. Wegen des großen Interesses in ganz Deutschland, benötigen die Aktiven Unterstützung von Förderern und Sponsoren.

Über Hintergründe, Konzept und Erfahrungen gibt es eine Menge auf der Webseite des Projektes zu lesen.

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Bonmot – Opa tot

Mittwoch, 8. Juli 2009 14:00

Meine Nichte Evelyn (6 Jahre), als es darum ging noch einmal zu meinem verstorbenen Vater zu gehen, der im Bestattungsinstitut aufgebahrt wurde:

“Ich will den Opa nochmal tot sehen.
Ich habe ihn noch nie tot gesehen.”

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