Tag-Archiv für » Frauen «

#Juli bemerkenswerte Trauerreden: Heidi Kabel

Mittwoch, 14. Juli 2010 9:17

Ja klar, ich habe Sie auch gekannt. Aber mich hatte sie nicht weiter interessiert. Das Ohnsorg-Theater war nichts für eine Jugendliche, das war für die alten Leute. Ich habe es meinen Eltern überlassen, die Aufführungen im Fernsehen anzuschauen. Heute bin ich selbst im Alter der damaligen “alten Leute” und habe einen etwas anderen Blick. Das Volkstümliche ich mir selbst immer noch fremd, aber ich sehe heute eine Frau, die die Herzen der Menschen erreicht hat. Heidi Kabel starb am 15. Juni im Alter von 95 Jahren.

Weil sie so berühmt war, gibt es nicht nur eine, sondern mehrere Trauerreden, die alle hier zu sehen sind.

Mir selbst gefällt dieses Lied am besten: Die Oma aus dem Internet.

Dieser Artikel ist Beitrag 9 von 12 Beiträgen der Artikel-Serie Bemerkenswerte Trauerreden.

Thema: Trauerredner | Kommentare (0) | Autor:

#Jan bemerkenswerte Trauerreden: Caroline Boss

Donnerstag, 28. Januar 2010 10:00

Weit verstreut in den Weiten des Internets gibt es eine Reihe bemerkenswerter Trauerreden, für prominente und namentlich unbekannte Menschen. In dieser Reihe gebe ich am Ende jeden Monats einen Hinweis, wo eine dieser bemerkenswerten Rede zu finden ist. In der Auswahl der Reden spiegelt sich die öffentliche Sichtbarkeit von Frauen und Männern wieder, bei den Verstorbenen und den Rednerinnen und Rednern. Ich freue mich über Hinweise von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, besonders über Hinweise auf Reden von und über Frauen.

Trauerrede zur Beerdigung von Caroline Boss.
gestorben am 7. Januar 2010

Ich begriff, dass Krebs kein Grund ist, sich aufzugeben. Im Gegenteil: Er ist ein Grund, das Leben erst recht zu beginnen

annabelle ist ein Schweizer Frauenmagazin: Mode, Beauty, Shopping, Reise, Liebe, Kochen, Gesundheit, Wohnen, Kultur. Ausgerechnet hier finde ich die Trauerrede für den Beginn meiner neuen Serie “Bemerkenswerte Trauerreden”. Artikel über Caroline Boss aus annabelle 10/08

Dieser Artikel ist Beitrag 2 von 12 Beiträgen der Artikel-Serie Bemerkenswerte Trauerreden.

Thema: Trauerredner | Kommentare (0) | Autor:

Vision Quest

Samstag, 5. September 2009 12:00

© Matthis Dierkes - Fotolia.com

Den Anstoß, mich mit Tod und Trauer im Zusammenhang mit Erfahrungen in der Natur zu beschäftigen, bekam ich durch meine eigene Visionssuche/ Vision Quest vor einigen Jahren. Die Erfahrung an einer Weggabelung meines Lebens war derart eindrucksvoll, dass ich mehr wissen, mehr erfahren wollte. Also machte ich die Ausbildung zur Visionssucheleiterin.

Die Visionssuche ist ein in vielen Kulturen praktiziertes Ritual. Menschen haben es zu allen Zeiten genutzt um Krisen zu bewältigten und den Übergang von einer Lebensphase in eine andere zu gestalten.

Es geht um die zentralen Lebensthemen [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 2 von 7 Beiträgen der Artikel-Serie Trauer und Naturerfahrung.

Thema: Empfehlungen, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Die über 70-Jährigen online, offline und endgültig offline

Mittwoch, 22. Juli 2009 10:00

Regelmäßig erscheinen Studien zur Internetnutzung. Der (N)ONLINER Atlas 2009 fasst die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zusammen:

  • Annähernd 70 % der Deutschen sind online (69,1 % Nutzer, 4,3 % planen den Einstieg innerhalb von 12 Monaten)
  • Mit 4 Prozentpunkten Wachstum steigt der Onliner-Anteil erneut deutlich
  • Inzwischen sind 46,3 Millionen Personen über 14 Jahren online.

Interessant sind auch die Zahlen der Internetnutzung nach Geschlecht:

  • Der Frauenanteil wächst etwas stärker
  • trotzdem nutzen deutlich mehr Männer das Internet
  • Jahr 2008 (Männer 72,4 %, Frauen 58,3 %, Differenz 14,1 %-Punkte)
    Jahr 2009 (Männer 76,1 %, Frauen 62,4 %, Differenz 13,7 %-Punkte)

Die Internetnutzung nimmt in allen Altersgruppen zu. Den größten Zuwachs haben die 60- 69-Jährigen.

  • Jahr 2008 (14-29 Jahre 91,3 %, 30-49 Jahre 81,5 %, 50+ Jahre 40,3 %)
  • Jahr 2009 (14-29 Jahre 94,5 %, 30-49 Jahre 85,0 %, 50+ Jahre 44,9 %)

Die Schlussfolgerung  der Studie allerdings zeugt von der Mentalität des stetigen Wachstums. Als ob es einen Verzicht auf immer neue Reize und Möglichkeiten (von Rückzug ist da gar nicht zu sprechen), einen natürlichen Prozess des Abnehmens, nicht geben dürfte. Nur so erklärt sich mir die Formulierung:

Dramatisch sieht es bei den über 70-Jährigen aus: Bei vergleichsweise geringer Steigerung um 2,7 Prozentpunkte sind in dieser Altersgruppe erst 19 Prozent, also nicht einmal jeder Fünfte, online.

Ich kann kein Drama erkennen. Die Gewohnheiten, täglichen Abläufe, die Sozialkontakte älterer Menschen sind über Jahrzehnte gewachsen. Das Leben funktioniert auch ohne Internet. Wer etwas braucht, kann Kinder, Enkel oder Nachbarn fragen. Menschen die das Internet nicht nutzen (wollen) ärgern sich eher über die ständigen Verweise auf Internetseiten im Fernsehen und in Zeitschriften. Auch spielt die berufliche Nutzung eine große Rolle. Denn bei den so genannten Best Agern (Menschen ab 50) ist der Anteil der berufstätigen Onliner 70,4 %, gegenüber 32,8 % bei den nicht Berufstätigen in dieser Altersgruppe.

Mit Zahlen lässt sich schön spielen.

Im Jahre 1889 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 36 (Männer) bzw. 38 Jahren (Frauen).  Die 70 überschritten nur etwa 25 % der Männer und 33 % der Frauen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Jahr 2006 bei 76 (Männer) bzw. 82 Jahren (Frauen).

Vor dem Erreichen des Siebzigsten Lebensjahres verstorben sind in Deutschland im Jahr 2006  35,75 %  der Menschen, 2007 waren es 34,7 % (errechnet aus den Zahlen des Statistischen Bundesamt).

Also Ihr Marketing-Menschen: Redet nicht künstlich ein Drama herbei. Altern und Sterben sind durchaus natürlich.

Thema: Internet | Kommentare (0) | Autor:

Frauentouren auf Friedhöfen

Dienstag, 5. Mai 2009 17:00

© Karin Jehle - Fotolia.com

Berlin ist eine große Stadt. Insgesamt gibt es dort 221 Friedhöfe. Davon sind 182 geöffnet, 87 vom Land Berlin verwaltet, 118 evangelisch, 9 katholisch, 5 jüdisch , einer russisch-orthodox, einer muslimisch und einer britisch. Die Friedhöfe in Berlin nehmen insgesamt eine Fläche von rund 1.150 ha ein.

Das Angebot an Gräbern ist riesig, prominente Gräber gibt es zuhauf. Dieser Umstand ermöglicht ein ganz spezielles Angebot: Frauentouren auf Friedhöfen. Nein, es ist nicht nur eine regelmäßige Tour, von Grab zu Grab, von Frau zu Frau. Ganze neun verschiedene Touren stehen auf dem Programm von Frauentouren. Die Historikerin Beate Neubauer und die Politikwissenschaftlerin Claudia von Gélieu touren mit interessierten Frauen und Männern unter den Stichwörtern Dichterin, Heldenmädchen, Selbstmörderin, Frauengräber, weibliche Trauerskulpturen, Engel, Eros, Emanzipation, Todesgöttinnen,  Trauernde, Muttertag und Todestag.

Bei Friedhofsführungen werden die Gräber berühmter und wenig bekannter Frauen gezeigt und anhand der zahlreichen weiblichen Skulpturen und Engel wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Frauen in der Begräbniskultur spielten. Mit frauenspezifischem Blick werden bisher betrachtet: die Epitaphien der Nikolaikirche, die Friedhöfe am Mehringdamm und der Sophienkirche, der Dorotheenstädtische Friedhof, Matthäuskirchhof, Friedhof Friedenau, Zentralfriedhof Friedrichsfelde sowie die Waldfriedhöfe Heerstraße und Stahnsdorf.

Geehrte und vergessene Frauen gibt es auf 221 Friedhöfen sicherlich eine Menge. In einer Übersicht über Gräber von Prominenten in Berlin zähle ich 91 Männer und 13 Frauen. Tja, da haben wir es mal wieder. Wer ist prominent? Wer will prominent sein? Wer bestimmt, wer prominent ist? Frauentouren hat sich auf die Fahnen geschrieben: “Ohne Frauen ging und geht nichts!”

Eine muss es ja mal laut sagen!

Thema: Empfehlungen, Friedhof | Kommentare (1) | Autor: