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Aus die Maus

Freitag, 3. Juli 2009 15:01

© Andrey Stratilatov - Fotolia.com

Wer nicht aufpasst, stirbt!

Das trifft auch für Unternehmen der Bestattungsbranche zu. Deshalb ist Werbung angesagt. Wie diese bei dem Thema Bestattungsvorsorge aussehen könnte, wollte das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur in Kooperation mit dem Deutschen Marketingverband herausfinden und schrieb einen Wettbewerb aus.

Wer nicht wirbt, stirbt!

Das war das Neugier erweckende Motto. Wie die Werbebranche wohl an das Thema herangeht? Es geht ja nicht wie bei den Werbetafeln an der Autobahn um eine Mahnung zum langsameren Fahren, sondern um den Verkauf von Produkten. Agenturen und Bestatter haben 321 Plakate zum Wettbewerb eingereicht. Verträgt die Bestattungsbranche eine solche Werbung?

Die Pressemitteilung des Kuratoriums liest sich so:

Die Jury war gespalten. Bestatter hatten Trauernde im Blick, Marketingexperten stellten den Zeitgeist einer jüngeren Zielgruppe ins Zentrum. Entsprechend spannend fielen die Voten aus.

Sieger wurde die Werbeagentur RWGK Communications GmbH aus Frankfurt mit ihren Plakaten “Finale”.  Die Bilder der eingereichten Entwürfe der Agentur sind bei Picasa veröffentlicht. Noch besser als die Finale-Serie gefallen mir persönlich die etwas dezentere Serie zu der auch “Aus die Maus” gehört. Denn unsere Maus wurde aus den Fangzähnen der Katze befreit und bekommt nun ein ganz normales menschliches Begräbnis.

Platz 2 belegte: „Weil es oft schneller geht, als uns lieb ist”, von Bernd Ganser aus Wien

Platz 3 ging an: „Du gibst den Löffel ab”, von der achtung! werbeagentur, Hamburg.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 17.09.2009 in Berlin im Rahmen der Marketingtagung „Wer nicht wirbt, stirbt! – Werbung in der Bestattungsbranche” statt. Die Tagung ist mit 250 Teilnehmern bereits ausgebucht.

Thema: Bestatter, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

hatmalgelebt.de

Donnerstag, 25. Juni 2009 14:55

Heute war in der Post ein Brief von meiner Freundin. Die schickt mir manchmal Zeitungsartikel, von denen sie meint, dass ich sie gelesen haben sollte. Dieser war wieder ein Volltreffer. Harald Martenstein, Experte für Architektur, den Papst – und sogar für Frauen (Zeit Magazin vom 28.05.2009):

Autoren, die als Experten auftreten sind wie das Internet. Man will es unbedingt haben, aber niemand möchte für Inhalte bezahlen. Mir geht es ebenso.

Ich möchte hinausschrei(b)en: Mir auch.

Nachdem er die Geschichte von George erzählt hat, der sich als Heizungsmonteur bei einem Sender beworben hatte, dank einer Verwechslung plötzlich auf Sendung war und Vernünftiges über Hedgefonds und den Dollarkurs von sich gab, schreibt Harald Martenstein weiter:

Er (George) sagt vernünftige Sachen und ist von den echten Experten nicht zu unterscheiden, es gibt nämlich überhaupt keine echten Experten.

Sollte ich als Expertin nun gekränkt sein? Beileibe nicht und Bei Leibe nein. Als potentielles Multitalent könnte ich sogar als Heizungsmonteurin arbeiten, vorausgesetzt ich hätte etwas mehr Lebenszeit mit Heizungen, Schaltplänen und den passenden Werkzeugen verbracht.

Meine Freundin verdient gut Geld. Sie arbeitet weder im noch mit dem Internet.
Harald hat jetzt eine Idee, wie er im Internet Geld verdienen könnte.

Mit einer Todesanzeigenseite, einer richtig kultigen Nachrufseite. Die vorgeschlagene Domain lebtnichtmehr.de ist schon reserviert. Ich habe gleich mal hatmalgelebt.de geordert. Mal sehen, wer schneller die Webseite online hat.

Thema: Blog, Internet | Kommentare (0) | Autor:

Also ich finds toll

Samstag, 6. Juni 2009 9:09

Toll im Sinne von top, großartig und wunderbar.

oder

Toll im Sinne von unglaublich, verrückt und durchgeknallt.

Das mag jeder für sich selbst entscheiden.

Ich finde die Bilder der Clown-Beerdigung auf jeden Fall bemerkenswert.

zur Clown-Beerdigung

Edit 17.06. Habe mir gerade den Link nochmal angeschaut. Ich meinte nur die Clown-Bilder. Der Rest der Seite ist tatsächlich toll im Sinne von durchgeknallt. Aber auch das gibt einen Einblick in Gefilde, in denen Menschen leben. Meins ist es nicht.

Thema: Friedhof, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Die Social-Media Bestattung

Samstag, 23. Mai 2009 16:00

Versprochen ist versprochen. Ein Beispiel sinnloser Twitter-Nutzung.

Es war zu erwarten, dass die ersten Leute bald live von einer Beerdigung twittern. Einen tollen Namen gibt es auch für dieses Phänomen: Social Media-Bestattung. Das könnte glatt zum Unwort des Jahres gekürt werden. Ein schönes Beispiel bringt der ethority-Weblog.

Kimberly Hoppe, die Reporterin der „Abendzeitung” tippte ständig in ihr Handy während der Trauerfeierlichkeiten für ihren ehemaligen Plattenboss und Bertelsmann-Manager Monti Lüftner. Der Grund: sie zwitscherte und fütterte Twitter mit 140 Zeichen langen Meldungen von der Beerdigung.

„Beerdigung Monti Lüftner. Alle Promis schauen sehr, sehr traurig – auch die Fotografen tragen Schwarz. Wolfgang Seybold schluckt.”

„@ebs Mir muss gar niemand das iPhone wegnehmen. Akku ist gleich leer und die Monti-Beerdigung ist jetzt vorbei #Bussi-Tussi”

Darauf kann ich echt verzichten und sage nur “Tussi-Bussi”

Thema: Friedhof, Internet, Kurios bis Seltsam | Kommentare (2) | Autor:

Bonmot – die Waschung

Mittwoch, 6. Mai 2009 13:42

Diskussionen in Foren sind oft eigenartig anpruchslos. Als Quelle verlässlicher Informationen sind sie nicht zu gebrauchen. Hier ein Beispiel zum Thema Bestattungsriten mit den schönsten Originalzitaten.

Die Ausgangsfrage:

Was gibt es denn so für Bestattungsriten in den Religionen? Wie sieht das z.b. im Islam aus?

eine Antwort:

Also im Islam ist es üblich den Verstorbenen nicht im sarg zu bestaten und man “Wäscht” ihn vorher bevor man ihn begräbt.

eine weitere Antwort:

Ich wasch mich bevor ich sterbe.

darauf die Antwort:

Dann hast du ja was mit Moslems gemeinsam!

darauf eine weitere Antwort:

nix da .. die waschen erst nach dem Tod … ich dusche lebendig jeden Morgen und abend…

die jemand anderen zur Ergänzung anregt:

Juden waschen sich vor dem Sterben selbst und werden danach gewaschen.

Ich habe es mir nicht ausgedacht. Hier die Quelle dieses geistreichen Dialoges.

Thema: Bonmot, Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor: