Sonntag, 15. März 2009 15:48
Sie heißen ganz profan “Menschen-Gedenken”, “Kondolenzbuchservice” und “Portal der Erinnerung” oder mit religiösem Bezug „Ewiges Leben”, “Ewige Erinnerung” und „Paradies-Friedhof”.
Sie bieten Menschen die Möglichkeit, für Verstorbene einen Eintrag anzulegen. Zur Erinnerung, zum Gedenken, zum Trauern. Diese weltweit zugänglichen Todesanzeigen bieten neben Namen, Geburts- und Todesdatum die Möglichkeit eine (virtuelle) Blume ans Grab zu legen, eine (virtuelle) Kerze zu entzünden oder mit einem eigenen Kondolenzeintrag mitzufühlen. Die technischen Möglichkeiten sind immer einfacher zu handhaben, so kommen die Lieblingsmusik der Verstorbenen, Bildgalerien, Videosequenzen und das Versenden von Trauerkarten dazu. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Angebote deutlich vermehrt. Deshalb lohnt es sich, einen Blick auf diese kollektiven Internetfriedhöfe zu richten. Es gibt darüber hinaus private Gedenkseiten, individuell für einzelne Personen erstellt, die irgendwann einen eigenen Blog-Beitrag bekommen werden. Eine gute Übersicht vorhandener Gedenkseiten bietet der Open Directory Katalog.
Wie so viele Entwicklungen begann auch diese in den USA. Der Internetfriedhof cemetery.org existiert seit 13 Jahren. Für Deutschland sind ganze sechs Einträge verzeichnet. Seit Jahren gedenken die Deutschen selten virtuell, [...]