Tag-Archiv für » Name «

#Sept bemerkenswerte Trauerreden: Lady Diana Spencer

Mittwoch, 15. September 2010 0:00

Wie? So lange ist das jetzt schon her? Am  6. September 1997 fand die Beerdigung von Lady Diana Spencer statt, noch besser bekannt als “Prinzessin Diana”.

Diese Frau hat unzählige Menschen mit ihrer Ausstrahlung bewegt. Gleichzeitig bot ihre gesellschaftliche Stellung und ihre Geschichte im englischen Königshaus Anknüpfungspunkte für die Projektion von Sehnsüchten gemeiner Menschen und die Gewinnerzielungsabsichten der Regenbogenpresse.

Eine sehr persönliche und wie ich finde authentische Rede hat Dianas Bruder, der Earl of  Spencer, gehalten.

“Es herrscht eine Versuchung, dich im Gedächtnis überhastet Heiligzusprechen.”

Natürlich gab es den Versuch, diese engagierte Frau als Heilige zu stilisieren. Doch was mir Lady Di sympathisch machte, waren die Berichte über ihre so ganz und gar menschliche Seite, die es neben dem Medientanz um das Königshaus auch gab.

Hier der Link zur Rede.

Dieser Artikel ist Beitrag 7 von 12 Beiträgen der Artikel-Serie Bemerkenswerte Trauerreden.

Thema: Trauerredner | Kommentare (0) | Autor:

Jetzt mögen wir die GEZ noch weniger

Donnerstag, 12. August 2010 16:08

© James Steidl - Fotolia.com

In regelmäßigen Abständen bekomme ich Post von der GEZ. Sie auch? Meine Anmeldung haben die bereits, doch es könnte ja zwischenzeitlich noch ein Gerät dazugekommen sein.

Immerhin, die Schreiben sind freundlicher geworden, meine Symphatie war etwas gestiegen:

“Seien Sie fair. Melden Sie sich an.”

Nun ist sie wieder gefallen, denn laut einer Meldung der Südwestpresse verschickte die GEZ Briefe an zwei vor 18 und vor 20 Jahren verstorbene Kinder. Die Adressen waren von einem Adresshändler gekauft worden, der wohl die Geburtsmeldungen bei Standesämtern aufgenommen hat. Als die beiden volljährig wurden kam die Post. Die Eltern haben nicht schlecht gestaunt und reagiert.

Wieder etwas sympathischer wurde mir die GEZ durch die Meldung, dass der zuständige Abteilungsleiter angerufen und sich entschuldigt hat, der  Geschäftsführer werde sich schriftlich bei der Familie entschuldigen. Solche Dinge passieren, wenn Millionen von Daten durch die Ämter und Behörden geschoben werden.

gefunden auf gulli.com

Thema: Kurios bis Seltsam | Kommentare (0) | Autor:

Buchempfehlung – Wie der Tod dem Leben dient

Donnerstag, 24. September 2009 16:00

Abschied und Sterben im Familien-Stellen

Für manche mag der Titel sperrig klingen. Wie soll der Tod dem Leben dienen können, ist er doch oft genug ein unwillkommenens Ereignis. Jemand stirbt, man selbst bleibt zurück und muss mit dem Verlust klarkommen.

Das Buch von Thomas Schäfer weitet den Blick. In der systemischen Aufstellungsarbeit steht der einzelne Mensch und sein Schicksal im Zusammenhang mit allen Toten und Lebenden in seiner Familie. In Aufstellungen kann man sehen, wie die Einstellung zu den Toten die Lebenden beeinflusst. [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 2 von 15 Beiträgen der Artikel-Serie Empfohlene Bücher.

Thema: Empfehlungen, Systemisches, Trauer | Kommentare (1) | Autor:

Menschliche Überreste aus dem Marienburger Massengrab beigesetzt

Sonntag, 16. August 2009 18:09

Transport der Marienburger Toten

Transport der Marienburger Toten

Der Fund des Massengrabes in Marienburg hatte im Januar 2009 für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt. Über die Hintergründe wurde je nach polititischer Ausrichtung unterschiedlich spekuliert. Von Typhustoten, von Hingerichteten, von Verhungerten war die Rede. Von Russen ermordete Deutsche, von Polen ermordete Juden, von Polen ermordete Deutsche, von Deutschen ermordete Juden – alles war im Angebot. Ausführlich hat polskaweb.eu über die Entwicklungen berichtet.

In einer Pressemitteilung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge heißt es.

Die Untersuchung der menschlichen Überreste, die von Oktober 2008 bis April 2009 aus einem Massengrab in Malbork/Marienburg geborgen wurden, ist abgeschlossen. Der Chirurg und Gerichtsmediziner Dr. Leszek Zacharczuk teilt dazu mit:

Die genaue Zahl der Toten ist nicht zu ermitteln. Nach der Anzahl der gefundenen Schädelknochen handelt es sich um 2111 Menschen, nach der Anzahl der identifizierten Oberschenkelknochen sind es 2116 Menschen. Unter ihnen sind 1001 Frauen, 381 Männer, 377 Kinder und 352 Menschen, deren Geschlecht und Alter nicht bestimmt werden konnten. (…)

Der Zustand der meisten Gebeine lässt vermuten, dass diese Menschen durch Krankheiten, Unterernährung oder Erfrierungen gestorben sind. Angesichts der Zeitumstände ihres Todes waren es wahrscheinlich in ihrer überwiegenden Zahl deutsche Zivilisten, die zwischen Januar und März 1945 ums Leben kamen.

Am 14. August 2009 wurden die Marienburger Toten auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Stare Czarnowo bei Stettin bestattet. Geistliche aus Polen und Deutschland gestalteten die Trauerfeier, an der über 400 Menschen teilnahmen. Damit hat die Instrumentalisierung der Toten hoffentlich ein Ende. Alle Toten dieses Krieges sind würdig zu bestatten und zu betrauern, Deutsche, Polen, Russen, Juden und all die anderen.

Thema: Friedhof, Gräber des Krieges, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

bestattungskultur zu verkaufen

Montag, 13. Juli 2009 10:00

Vor kurzem habe ich nach der Telefonnummer einer Friedhofsverwaltung gesucht. Unter www.friedhof-NameDerStadt.de finde ich die gesuchte Nummer nicht. Stattdessen kann ich dort den Domainnamen kaufen. Webseite und Onlineshop bestelle ich am besten gleich mit. Es gibt Firmen die Domains nach dem Muster www.Branche-NameDerStadt.de flächendeckend anbieten.

Als  Namen für diesen Blog war www.bestattungskultur.de naheliegend. Was ich fand ist ein Lehrstück über die Kultur der freien Marktwirtschaft. Ich könnte mir die bestattungskultur kaufen. Sie wird von einem Domain-Spekulanten angeboten, ebenso www.trauerfeier.de und www.bestattungswelt.de. Manch eine/r aus der Branche hat sich frühzeitig mit den Mechanismen des Internet beschäftigt und sich gute Domainnamen gesichert. Auf die Unternehmens-Webseite verlinkt, führen sie die Leute zum eigentlichen Angebot.

Gute Domainnamen werden von Unternehmen aufgekauft.  Die Masse macht’s. Irgendwann findet sich einer, der bereit ist für den Domainnamen Geld auszugeben.

Domainnamen werden wie Immobilien verkauft, versteigert und vermietet. Angesichts eines immensen Überangebots ist der Handel alles andere als einfach. Mit attraktiven Namen ist trotzdem ein Erfolg möglich.

schreibt Sven Lennartz auf seinem Blog. Anschließend gibt er gute Hinweise, wie Domainhandel funktioniert und auf was bei der Wahl der Domainnamen zu achten ist. Rekordpreise sind allerdings sind selten.

Sehr selten sogar. Eine gute Übersicht über bisher erzielte Preise bietet der Domain-Spiegel. Selbst wirklich attraktive Namen dürften kaum mehr als 500 bis 1000 Euro erzielen.

Die meisten kleineren und mittleren Dienstleister weichen auf freie Domainnamen aus. Mir selbst widerstrebt es auch, hier die Kommerzialisierung voranzutreiben. Zumal ein guter Domainname verbunden sein muss mit einer guten Suchmaschinenoptimierung (SEO). Diese professionelle Herangehensweise scheitert zum einen oft an der Internetkompetenz, zum anderem am Geld.

Bei DENIC, einer  eingetragenen Genossenschaft, die die Top Level Domain .de verwaltet, kann jeder selbst  nachschauen, ob eine Domain noch frei oder wer der Inhaber einer Domain ist. Allen Baustellenschildern, Plattformen von Domainhändlern und Fehlermeldungen zum Trotz.

verwandter Artikel: Namensfindung leicht gemacht

Thema: Blog, Internet, Kurios bis Seltsam | Kommentare (1) | Autor: