Tag-Archiv für » Sterben «

Vision Quest

Samstag, 5. September 2009 12:00

© Matthis Dierkes - Fotolia.com

Den Anstoß, mich mit Tod und Trauer im Zusammenhang mit Erfahrungen in der Natur zu beschäftigen, bekam ich durch meine eigene Visionssuche/ Vision Quest vor einigen Jahren. Die Erfahrung an einer Weggabelung meines Lebens war derart eindrucksvoll, dass ich mehr wissen, mehr erfahren wollte. Also machte ich die Ausbildung zur Visionssucheleiterin.

Die Visionssuche ist ein in vielen Kulturen praktiziertes Ritual. Menschen haben es zu allen Zeiten genutzt um Krisen zu bewältigten und den Übergang von einer Lebensphase in eine andere zu gestalten.

Es geht um die zentralen Lebensthemen [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 2 von 7 Beiträgen der Artikel-Serie Trauer und Naturerfahrung.

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Der Blitz schlägt ein

Samstag, 29. August 2009 14:00

Kennen Sie das auch? Es gibt Zeiten, da wird plötzlich von verschiedenen Seiten ein Thema an einen herangetragen. Jahrelang im Hintergrund, rückt ein Thema durch die Anfragen in den Fokus. So geht es mir gerade zu dem Thema Trauer und Naturerfahrung. In kurzer Zeit ist eine Artikelreihe zu dem Thema entstanden, die ich in den nächsten Wochen immer Samstags veröffentlichen werde.

Blitzeinschlag

Blitzeinschlag

Mein Schlüsselerlebnis

Draußen allein in der Natur. Einfach nur dagesessen, geschaut, gespürt, wahrgenommen im Innern und um mich herum. Mein Blick fällt auf einen Baum. Es gibt so viele Bäume im Wald, doch bei diesem einen verweile ich. Ich lasse mich von seiner Geschichte berühren und bemerke, dass er meine eigene Geschichte berührt.

In diesen Baum ist der Blitz eingeschlagen. Ein Teil von ihm ist tief verletzt.

Warum hat es ausgerechnet mich getroffen? Er fragt nicht.
Wer ist Schuld an meiner Situation? Im Wald gibt es keine Moral.
Wenn ich dieses getan oder nicht getan hätte, wäre es es vielleicht anders gekommen? Bäume kennen keinen Konjunktiv.

Bäume sind anders als Menschen. Es gibt Fragen und Verhaltensweisen, die ich nur bei Menschen beobachten kann. Dieser Baum lebt mit dem Ereignis. Er jammert nicht und hält sich nicht damit auf, dem Blitz seine Schuld nachzutragen. Er spürt, dass er nicht ganz zerstört wurde. Seine Wurzeln sind intakt. Jede noch so kleine Lebensader nutzt er, um weiter den überlebenden Teil zu versorgen. Er treibt neue Zweige und Blätter aus. Er ist gezeichnet. Das Leben ist größer. Er lebt.

* Veröffentlichung des Bildes unter Creative Commons Lizenz

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Trauerorte am Straßenrand – Buchempfehlung

Mittwoch, 1. Juli 2009 14:00

Unfallkreuze - Trauerorte am Straßenrand

Kreuze am Straßenrand markieren Orte, an denen ein Mensch bei einem Unfall gestorben ist. Auf manchen Strecken häufen sich diese Zeichen. Die Untersuchung von Christine Aka zur Bedeutung der Unfallkreuze beleuchtet das Phänomen aus geschichtlicher, philosophischer und volkskundlicher Perspektive. Sie sind ein Hinweis auf die kulturellen Wandlungsprozesse des Trauerverhaltens und von Trauerritualen. Trotz des wissenschaftlichen Ansatzes ist das Buch auch für Nichtfachleute sehr gut zu lesen. Die Autorin geht mit den Menschen in Kontakt und spürt im Zuge ihrer Forschungen, dass sie sich als fühlender Mensch nicht draußen halten kann. Davon profitiert die Vermittlung des Themas, denn die professionellen Betrachtungsweise zeigt sich in ihrer Relevanz für die Menschen. [...]

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Tagung Tod und Sektion

Mittwoch, 24. Juni 2009 12:03

Seit November 2008 läuft das von der VolkswagenStiftung im Rahmen des Programms „Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften” geförderte Projekt „Tod und toter Körper”. Im Rahmen des dreijährigen Forschungsvorhabens soll die Veränderung des Umgangs mit dem Tod in der gegenwärtigen Gesellschaft am Beispiel der klinischen Sektion untersucht werden.  Insgesamt arbeiten 17 Menschen an dem Projekt, aufgeteilt auf vier Perspektiven: Philosophie, Soziologie, Medizin und Rechtswissenschaften. Die Koordination des Gesamtprojekts ist am Lehrstuhl für allgemeine Soziologie der TU Berlin angesiedelt.

Vom 14. bis 15.7.2009 findet eine Projekttagung “Tod und Sektion” in Berlin statt.

Der öffentlichen Teil beginnt mit der Podiumsdiskussion “Tod und toter Körper – Enttabuisierung oder neue Grenzen”. Podiumsgäste sind: Dieter Birnbacher (Heinrich-Heine-Universität Düsselsdorf), Andrea Esser (Universität Marburg), Dominik Groß (RWTH Aachen), Brigitte Tag (Universität Zürich), Michael Tsokos (Rechtsmedizin Charité Berlin) und Ulrike Vedder (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin). Die Moderation übernimmt Hubert Knoblauch.

Am zweiten Tag (15.7.) finden von 9-17 Uhr öffentliche Vorträge externer Referenten zu verschiedenen Aspekten des Themenfeldes statt. Unter anderem: „Droht die blutige Entlastung?, “Quincy als Über-Ich – Medienbild und Realität
der Gerichtlichen Sektion”, „Umgang mit jüdischen Gräbern und Totenkult in Deutschland nach 1945″ oder „Sektion aus Sicht der Theologie”.

Das vollständige Programm gibt es auf der Webseite des Projektes.

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Die Lust am Hinsehen – Inszenierung des Sterbens

Mittwoch, 24. Juni 2009 8:13

Eine medienwirksame öffentliche Inszenierung des Sterbens hat Jade Goody zelebriert. Die 27-jährige Britin war an Krebs erkrankt und ließ sich bis kurz vor ihrem Tod filmen. Als Grund nannt sie die Sichrung der Versorgung ihrer Söhne.  Allerdings hatte sie schon vorher als Teilnehmerin im Big-Brother-Container den Weg in die Öffentlichkeit gefunden.

Zum Thema Inszenierung des Abschiedes gibt es eine Sendung des Hessischen Rundfunks, auf die ich auf der Seite Tod und toter Körper aufmerksam wurde. Sendung vom 24.3.2009, Dauer: 52:11 min. Autor: Redaktion Der Tag

“Das Mädchen, der Tod und die Glotze – Der inszenierte Abschied”

Die Sendung geht der Frage nach, woher die Lust am Hinsehen kommt. Was bedeutet es, wenn das Sterben im Fernsehen öffentlich stattfindet.

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