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Ab heute Ausstellung “Du führst mich hinaus ins Weite…” Weil am Rhein

Mittwoch, 24. März 2010 9:12

Zum Nachdenken soll die Ausstellung anregen: über die eigene Endlichkeit, über Trauer und Verlust.

“Du führst mich hinaus ins Weite…”

Vom 24. März bis 5. April ist die Ausstellung in Weil am Rhein zu sehen. Ein interessantes Begleitprogramm mit Filmabenden, Vorträgen und einem interreligiöser Gesprächsabend stehen auf dem Programm. Das Zitat aus der Bibel (Psalm 18) weist auf den Hintergrund hin. Die katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul ist der Veranstalter.

Menschen wurden gebeten, ihren Koffer für die letzte Reise zu packen, die Gemälde eines Sterbenden werden gezeigt und das „Paradies“ -wie es die Ausstellungsmacher sehen. Sicher nicht zufällig ist der Zeitpunkt, denn auf Ostern hin wird das Thema aus dem christlichen Auferstehungsglauben heraus angegangen.

Weitere Informationen gibt es beim Trauernetzwerk Hochrhein. Dort kann auch das vollständige Programm herunter geladen werden.

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Der Tod ist nicht das Ende – Buchempfehlung

Montag, 25. Januar 2010 14:10

Der Tod ist nicht das Ende

Da schreibe ich schon fast ein Jahr auf diesem Blog und empfehle Bücher, doch mein eigenes war noch nicht dabei…
Zusammen mit Ilse Grünewald habe ich 2003 dieses Buch herausgegeben. Seit zwei Jahren ist die zweite Auflage erhältlich.

Dieses Buch ist gedacht für alle Menschen in Abschiedssituationen: für solche, die trauern, weil sie gerade einen Menschen verloren haben, aber auch für solche, bei denen das schon länger her ist. Trauern ist ein langer Prozess, der sich in Wellen Bewegungen vollzieht. Dabei kann dieses Buch begleiten. Es ist eine Einladung zu Lesen, zum Blättern, es enthält Gedicht e und Geschichten, Texte, die zum weiteren Nachdenken einladen. Einem Nachdenken über den Tod, das offen ist für unterschiedliche religiöse oder weltanschauliche Erfahrungen.

Ein Teil der Geschichten und Gedichte wurde von Personen zusammengetragen, die einen lieben Menschen verloren haben. Es sind Texte, in denen sie Trost fanden. Ihnen allen einen herzlichen Dank. Die Texte und Gedichte wurden lose einem Thema zugeordnet. Für jeden dieser thematischen Abschnitte haben die Autorinnen, Ilse Grünewald und Birgit Janetzky, einen Begleittext geschrieben. Mit diesem sprechen sie Trauernde direkt an: Sie können sich wiederfinden mit all ihren Gefühlen, mit allem, was sie in dieser Lebenssituation bewegt. In unserer Gesellschaft sind wir so ungeübt im Umgang mit dem Tod, dass viele Trauernde von sich denken, ihr Umgang sei nicht „normal“, sei „krank“ oder irgendwie “extrem“, wenn sie nicht nach wenigen Wochen nahtlos wieder in ihren Alltag gleiten und „funktionieren“.

Wer die Texte dieses Buches liest, sieht, dass Trauer mit all ihren begleitenden Gefühlen zutiefst menschlich ist; und dass der Tod und der Umgang mit ihm zu den schwierigen Aufgaben des menschlichen Daseins zählt, aber nicht unmöglich ist. Die Autorinnen verfügen beide über einen reichen Erfahrungschat im Umgang mit Trauernden. Beiden ist es ein Herzensanliegen, Menschen in ihrer Trauer zu begleiten. Mit diesem Buch laden sie dazu ein, sich auf diese Erfahrung einzulassen. Es gibt keine Antworten, aber viele Anregungen. Es ist ein Buch zum „Querbeet-Lesen“, jede Leserin, jeder Leser mag selbst herausfinden, wo und ob sie/er sich in den Texten und Gedichten wiederfindet.

Inhalt

· Einleitung
· Den Abschied nehmen
· Berührungen – sich berühren lassen· Vielfalt der Gefühle
· Freisetzung kreativer Kraft
· Heilsamer Umgang mit Ritualen
· Sterbenkönnen ist ein heiliges Wissen

Ilse Grünewald, Birgit Janetzky
Der Tod ist nicht das Ende
Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfildern 2007
13,90 €

ISBN alt 3786726744
ISBN-13: 978-3786726746

Dieser Artikel ist Beitrag 6 von 14 Beiträgen der Artikel-Serie Empfohlene Bücher.

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Weit weg trauern

Samstag, 21. November 2009 11:00

© Vlad Kochelaevskiy - Fotolia.com

Wenn Sie weit weg wohnen und gar nicht da sein können können Sie weit weg trauern.

Ein Bestattungsunternehmen bietet auf seiner Webseite eine neue Dienstleistung.  Es bietet Trauernden an, in der Zeit zwischen Tod und Beisetzung eine E-Mail an eine bestimmte Adresse zu schreiben. Diese Mail wird dann dem Verstorbenen ungelesen mit in den Sarg oder ins Grab gelegt.

E-Mails sind so etwas wie die Postkarten der virtuellen Welt, also offen. Beim Empfänger der E-Mail ist sie als zweiseitige Postkarte gestaltet und er verspricht nur die Vorderseite zu lesen. Da muss der Empfänger gut die sechste Bitte des Vater Unser verinnerlicht haben. “Und führe mich nicht in Versuchung”.

Für den Fall der Fälle, wenn die Bestattung schon stattgefunden hat, gibt es eine zweite E-Mail-Adresse für die Post an den Verstorbenen. Diese Mails werden weder abgerufen noch gelesen (aber hoffentlich irgendwann gelöscht?), sie haben rein symbolischen Charakter. Dies könnte man einen  “mausetoten Briefkasten” nennen. Bei einem toten Briefkasten wird die Post nämlich abgeholt.

Dies ist ein Dienst des Bestattungshauses Haller – Gewinner des Funeral Award 2009 für die beste Webseite im Bestattungssektor. Liebes Bestattungshaus, ist dieser Dienst ernst gemeint? Wird er genutzt? Oder ist es einfach gut für die Public Relations?

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Die Depression des Herrn Enke

Freitag, 13. November 2009 13:26

Seit dem Tod von Robert Enke beobachte ich die öffentlichen Reaktionen, die Masse der Menschen, die tief betroffen reagieren, die sich in Foren und Chats die Finger wund tippen. Weshalb löst ausgerechnet sein Tod das aus? Jährlich nehmen sich in Deutschland über 10.000 Menschen selbst das Leben. Depression ist so etwas wie eine Volkskrankheit.

Auf dem Blog Abschiedsvorstellung stellt Lucida die wichtigen Fragen. Ein guter Artikel über die modernen Helden des Fußballs, der über die momentane Betroffenheit hinaus geht.

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Kurzfilm – Wie Eltern trauern

Donnerstag, 15. Oktober 2009 14:00

Das Netzwerk Leben im Bistum Eichstätt bietet vom 25. September – 30. November 2009 eine Ausstellung zum Thema:  „…sie schauen das Antlitz Gottes – Seelsorge nach Totgeburt“.

Die ausgestellen Dokumente, Objekte und beschriebenen Riten geben Aufschluss wie früher und heute mit den Totgeborenen und deren Müttern (Anmerkung Janetzky: warum eigentlich nur mit den Mütter und nicht auch mit den Vätern?) umgegangen wurde bzw. wird.

Im Informations- und Medienbereich wird ein Film gezeigt, der online bereits angeschaut werden kann

“… wir hätten dich gerne länger bei uns behalten.” Wie Eltern trauern.

Ohne Worte aber sehr beredt ist die filmische Aufnahme des Abschiedes von einem Kind. Berührende Bilder und gefühlvolle Musik führen behutsam an die Trauer heran. Zum Film “Wie Eltern trauern”.

Dieser Artikel ist Beitrag 3 von 8 Beiträgen der Artikel-Serie Empfohlene Filme.

Thema: Bestatter, Empfehlungen, Kinder und Tod, Trauer | Kommentare (0) | Autor: