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Trauerrede anno 1753

Montag, 10. August 2009 11:00

Google Book Search ist eine Dienstleistung des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. mit dem Ziel, das in Büchern gespeicherte Wissen der Welt vorwiegend durch Digitalisierung für die Volltextsuche verfügbar zu machen. (Quelle: Wikipedia) Seit 2007 kooperiert die Bayerische Staatsbibliothek in München mit dem Projekt.  Eine Million urheberrechtsfreier Werke aus den historischen Beständen werden digitalisiert zur Verfügung gestellt.

So die hier zitierte Trauerrede aus dem Jahr 1753. Diese Veröffentlichung, die “kurze aber wehemuthvolle Trauer-Rede auf den weyland Mann und wehrhaften Herrn, Herrn Joseph Anton von Bandel, welchen, zum Leidwesen der ganzen Christenheit, ohnlängstens der Schlagfluss ins Gehirne und in den Beutel getroffen” liest sich wie eine Satire. “Doch halt ein du Thränen-Bach! Stillet euch ihr Schmerzen! Bandel! Der streitende Ritter ist zu seiner Ruhe gekommen.” Das Bedauern hält sich in Grenzen, die Rede gleich einem Nachtritt. “Schall, Knall und Fall aus dem groben Geschütze, denn der Teufel lässet gerne beym Abschied einen Gestanck hinter sich zurücke.”

Thema: Kurios bis Seltsam, Trauerredner | Kommentare (0) | Autor:

Also ich finds toll

Samstag, 6. Juni 2009 9:09

Toll im Sinne von top, großartig und wunderbar.

oder

Toll im Sinne von unglaublich, verrückt und durchgeknallt.

Das mag jeder für sich selbst entscheiden.

Ich finde die Bilder der Clown-Beerdigung auf jeden Fall bemerkenswert.

zur Clown-Beerdigung

Edit 17.06. Habe mir gerade den Link nochmal angeschaut. Ich meinte nur die Clown-Bilder. Der Rest der Seite ist tatsächlich toll im Sinne von durchgeknallt. Aber auch das gibt einen Einblick in Gefilde, in denen Menschen leben. Meins ist es nicht.

Thema: Friedhof, Trauer | Kommentare (0) | Autor:

Die Social-Media Bestattung

Samstag, 23. Mai 2009 16:00

Versprochen ist versprochen. Ein Beispiel sinnloser Twitter-Nutzung.

Es war zu erwarten, dass die ersten Leute bald live von einer Beerdigung twittern. Einen tollen Namen gibt es auch für dieses Phänomen: Social Media-Bestattung. Das könnte glatt zum Unwort des Jahres gekürt werden. Ein schönes Beispiel bringt der ethority-Weblog.

Kimberly Hoppe, die Reporterin der „Abendzeitung” tippte ständig in ihr Handy während der Trauerfeierlichkeiten für ihren ehemaligen Plattenboss und Bertelsmann-Manager Monti Lüftner. Der Grund: sie zwitscherte und fütterte Twitter mit 140 Zeichen langen Meldungen von der Beerdigung.

„Beerdigung Monti Lüftner. Alle Promis schauen sehr, sehr traurig – auch die Fotografen tragen Schwarz. Wolfgang Seybold schluckt.”

„@ebs Mir muss gar niemand das iPhone wegnehmen. Akku ist gleich leer und die Monti-Beerdigung ist jetzt vorbei #Bussi-Tussi”

Darauf kann ich echt verzichten und sage nur “Tussi-Bussi”

Thema: Friedhof, Internet, Kurios bis Seltsam | Kommentare (2) | Autor:

Konferenz zur Humanistischen Bestattungskultur

Donnerstag, 7. Mai 2009 8:48

Die Konferenz wird von der Humanistischen Akademie Deutschland e.V. u.a. veranstaltet. Die Themen gehen von der Geschichte der weltlichen Bestattungskultur, Soziologische Befunde, die Zukunft deutscher Friedhöfe, die Veränderung des Berufs des Bestatters, neuen Bestattungsformen, weltliche Bestattungskulturen bis hin zur Vorstellung des Humanistischen Bestattungshains in Berlin.

Das Tagungsprogramm zur Geschichte und Perspektiven weltlichen Abschiednehmens bietet Vorträge von namhaften Referentinnen und Referenten. Gegenüber einer früheren Fassung des Tagungsprogramms wurden die Arbeitskreise am Zweiten Tag leider in Kurzvorträge umgewandelt. Das finde ich schade, denn der Austausch der Teilnehmenden ist im Plenum bei einer Vortragsdiskussion immer beschränkter als die gemeinsame Arbeit im kleineren Kreis.

Termin: vom 12. bis zum 13. Juni 2009 in Hannover

Thema: Bestatter, Empfehlungen, Trauerredner | Kommentare (0) | Autor:

Und ewig sucht der Trauerredner…

Mittwoch, 25. März 2009 9:55

… nach geeigneten Texten

Meine Freundin ist Trauerrednerin. Sie lebt mit Gedichten. Sie lebt von Gedichten. Ich bewundere sie, denn unsere Gespräche unterbricht sie immer wieder, um zu einem bestimmten Stichwort ein Gedicht zu rezitieren. Ich kann das nicht. In ihren Regalen stehen ungelogen fünf Meter Gedichtbände, thematisch und nach Autor/innen sortiert. Aus fast jedem Band ragen kleine Zettelchen heraus, Markierungen aus stillen Stunden des Zwiegespräches mit bewegender Lyrik. Ein unerschöpfliches Reservoir an Sprachbildern, die sie gekonnt einzusetzen weiß in ihren Trauerreden.

Wenn ich diesen Schatz digitalisiert auf meinem PC hätte. Wie leicht wäre es mit einer Stichwortsuche diesen Schatz zu erschließen…

Zum Glück gibt es online die Anthologie des Herrn Bohn. Sie ist nur ein kleiner Bruder der Gedichtsammlung meiner Freundin. Doch als ich sie vor 10 Jahren (!) entdeckte, schlug auch mein Herz höher. Andere Portale mit Todes- und Trauerlyrik die ich kenne, enthalten die immer selben Texte. Der Schatz des Herrn Bohn enthält einige Perlen. Aber vielleicht hat ja noch ein Leser/ eine Leserin einen  Hinweis auf eine gute Sammlung im Internet für mich parat.

Thema: Empfehlungen, Trauerredner | Kommentare (0) | Autor: