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Ruhe in Frieden – aber wie?

Dienstag, 3. November 2009 10:46

“Super Titel”, war meine erste Reaktion als ich die Ausschreibung der Katholischen Akademie Freiburg las. Ein Kennzeichen des Wandels in der Bestattungskultur ist die immer größer werdende Vielfalt der Bestattungsarten und Grabfelder. Diesem Wandel geht eine Abendveranstaltung der Akademie nach.

Ruhe in Frieden – aber wie?
Bestattungskultur im Wandel
Dienstag 10. November 2009, 19.00 Uhr
in Freiburg, Katholische Akademie, Wintererstr. 1

Die Veränderungen werden mit Blick auf den Einzelnen, die Kirchen, die Kommunen und die Bestatter diskutiert, mit der Frage: Wie wollen wir in Zukunft unsere Toten zur Ruhe betten? Wer noch überlegt wie er gebettet werden will, bekommt sicher einige Informationen und kann mit diskutieren. Die kompletten Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

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Baumbestattungen sind der Renner

Samstag, 3. Oktober 2009 18:53

Seit im Jahr 2001 im Reinhardswald bei Kassel der erste FriedWald eröffnet wurde steigt die Nachfrage nach Baumbestattungen stetig weiter.  Waren die Kirchen anfangs skeptisch und distanzierten sich von der “naturreligiösen” Vorstellungswelt, gibt es inzwischen auch einige von den Kirchen betriebene Waldbestattungsarreale.

Eine von der FriedWald GmbH in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zu Baumbestattungen wurde vom Marktforschungsinstitut TNS   durchgeführt. Die Baumbestattung ist 54 Prozent der Befragten ein Begriff. Bereits ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, in einem FriedWald bestattet zu werden. Inzwischen gibt es 28 FriedWälder im gesamten Bundesgebiet. Der zweite große Anbieter, die Ruheforst GmbH ist mit ca. 40 Ruheforsten vertreten.  Dazu kommen weitere privat oder kommunal betriebene Waldbestattungsarreale.

Als Gründe für den Run auf die Begräbnispläzte am Fuße der Bäume gelten [...]

Dieser Artikel ist Beitrag 6 von 7 Beiträgen der Artikel-Serie Trauer und Naturerfahrung.

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Einmal im Leben Kaiser sein – Krematorium Niederrhein Willich offiziell eröffnet

Montag, 31. August 2009 10:37

Am vergangenen Freitag wurde das neue Krematorium Niederrhein Willich offiziell eröffnet. Betreiber ist die Facultatieve Gruppe, die verschiedene Krematorien und Begräbnisstätten in den Niederlanden und Deutschland (Memmingen) betreibt. Seit dem Frühjahr 2009 finden hier Kremationen statt, die Feierhallen wurden in den vergangenen Monaten fertig gestellt.

Der Innenhof

Der Innenhof

Am Samstag 29.08. wurde zum Tag der offenen Tür eingeladen. Ich war in der Nähe, hatte also Gelegenheit mir selbst einen Eindruck zu verschaffen. [...]

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Kolumbarien in Kirchen

Dienstag, 19. Mai 2009 9:25

© Womo - Fotolia.com

“Kirche Herz Jesu in Hannover wird zum ersten Kolumbarium in Norddeutschland.”

Meldungen wie diese auf glaubeaktuell.net wird es in Zukunft häufiger geben. Nach Erfurt, Marl und Aachen entsteht in Hannover-Misburg ein Kolumbarium in einem Kirchengebäude. Das Modell wird Schule machen, denn es schlägt mehrere aktuelle Kirchenfragen mit einer Klappe.

Die Planung sieht vor, ein „Weizenfeld” aus 880 Stelen in die Kirche zu bauen. Diese Stelen aus Bronzerohr werden 2,26 Meter hoch sein und einen Durchmesser von zehn Zentimetern haben. Jede soll eine bis zwei Ascheurnen aufnehmen können. Architekt Tobias Klodwig rechnet mit etwa 1.400 Urnenplätzen insgesamt. Der Name des oder der Toten wird in die Stele graviert. Den oberen Abschluss der Stele, die „Frucht”, bildet ein kreuzförmig eingeschnittener Zylinder, Ausdruck des Miteinander von Tod und Auferstehung.

Durch die notwendige Zusammenlegung von Kirchengemeinden zu größeren Seelsorgeeinheiten werden einzelne Kirchengebäude nicht mehr genutzt. Mit dem Verkauf von Nutzungsrechten an den Grabstätten können Einnahmen erzielt werden, denn auch die Kirchen müssen bei sinkenden Einnahmen aus der Kirchensteuer mit spitzem Bleistift rechnen. Die Kirchen bieten Versammlungsräume, die auch für Trauerfeiern geeignet sind. Zudem erschließt das Engagement im Bereich der Bestattungskultur missionarische Wege der Seelsorge, denn sie erreicht bei Trauerfeiern und Bestattungen auch kirchenferne Menschen. Die Gestaltungshoheit bleibt bei den Kirchen. In Zeiten moderner Grabmalgestaltung mit nicht immer christlicher Symbolik, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor. Mit ihrer seelsorglichen Kompetenz in der Trauerbegleitung erschaffen sich die Kirchen ein positives Image.

Vorraussetzung für die Nutzung einer Kirche ist ihre Umwidmung. Wird das Angebot angenommen, haben sich die Umbaukosten schnell amortisiert. Auch die laufenden Kosten für Personal, Instandhaltung und Betriebskosten sollen aus den Einnahmen gedeckt werden. Nicht ganz billig ist der Urnenplatz in Herz Jesu in Hannover-Misburg, er soll bei 20 Jahren Nutzungsdauer durchschnittlich 3000 Euro kosten. Gemeindemitglieder erhalten einen Vorzugspreis, wenn sie sich schnell entscheiden. Die ersten 150 Plätze kosten nur die Hälfte. Die Marktwirtschaft hält in den Kirchen Einzug.

Allerdings sind nicht alle von diesem Geschäftsmodell der Kirchen begeistert. In Zeiten großer Überhangsflächen auf den städtischen Friedhöfen, entsteht den Kommunen eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz. Denn nicht nur der Verkauf von Nutzungsrechten an Grabstellen, auch die Nutzung der vorhandenen Trauerhallen und die Beauftragung zur Grabpflege, bedeuten Einnahmen für die Bewirtschaftung der Friedhofsflächen.

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Urnengräber: Quadratisch und praktisch, gut?

Sonntag, 22. Februar 2009 15:41

"cimetière">Eric

Die Nachfrage nach pflegeleichten Grabstätten für Urnen steigt. Auf manchen Friedhöfen schießen die Urnenwände wie Pilze aus dem Boden. Es ist Zeit für eine Übersicht über diese Beisetzungsart.

1.  Für manche Leute praktisch, aber nicht unbedingt gut

Die anonyme Urnenbeisetzung: Praktisch ist es für die Sozialämter, die damit die Kosten gering halten wollen. Die Urnen werden meist frühmorgens von Friedhofsmitarbeitern auf einem dafür vorgesehenen Grabfeld beigesetzt. Das Grab erhält keine Kennzeichnung. Nur die Friedhofsverwaltung weiß, wer wo liegt. Nicht gut für die Menschen, die den/die Verstorbene kannten. Denn sie haben keinen Ort, zu dem sie gehen können.

2. Nur bedingt praktisch, aber schon besser

[...]

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